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BMW

Mehr Varianten geplant

Foto: Schulte-Nextline 4 Bilder

BMW will die von Konzernchef Norbert Reithofer ausgegebenen Ziele einer Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent bis 2012 und einer Absatzsteigerung auf 1,8 Millionen Fahrzeuge auch durch einen massiven Ausbau des Modellangebotes erreichen.

20.10.2007 Harald Hamprecht

Reithofer plane zahlreiche neue Modelle auf vorhandenen Plattformen, vor allem bei den Volumenmodellen 1er und 3er, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Zudem will BMW mit Mercedes eine Zusammenarbeit bei der Komponentenentwicklung und -produktion aufbauen, um die angepeilten Kosteneinsparungen von sechs Milliarden Euro zu erreichen. "Norbert Reithofer hat nur fünf Prozent unserer Zukunftsstrategie bis 2020 verraten", sagte Manfred Schoch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der BMW Group. "Wir lassen uns noch nicht vom Wettbewerb in die Karten schauen."

V3 in Planung

BMW erwäge auch den Bau eines kleinen sportlichen Vans auf Basis des 3er-Nachfolgers, der 2011/12 auf den Markt kommen soll. Dieses wahrscheinlich V3 genannte Modell soll mehr Kopffreiheit und Variabilität bieten soll als die bestehende Kombi-Variante. Damit will Reithofer das bereits angekündigte Konzept des Progressive Activity Sedans (PAS), das auf 5er-Komponenten aufbaut und wahrscheinlich V5 genannt wird, in die nächstkleinere Fahrzeugklasse übertragen. Als Alternative prüft BMW einen zweitürigen 3er Shooting-Brake, ein zweitüriges Coupe mit Steilheck. Nur eine dieser Varianten soll in die Produktion gehen. Favorit ist intern offenbar der 3er Van.

Z8, Z1 und City-Mobil

Bei den Roadstern will BMW neben einem großen Z8 (ab 2011) mit 6er-Komponenten auch einen kleinen Z1 auf 1er-Basis bauen. Unterhalb des Einstiegsmodells soll es zudem ein City-Mobil geben. Endgültige Entscheidungen sollen in spätestens sechs Monaten fallen.

Parallel zu diesen Wachstumsplänen dreht Reithofer an der Kostenschraube. Neben pauschalen Sparvorgaben prüft BMW eine Zusammenarbeit mit Mercedes bei der Fertigung von Komponenten, um Kosten zu senken. "Kooperationen sind ein wichtiges Thema für die BMW-Zukunft. Mercedes ist hier in der gleichen Lage wie wir. Intern prüfen wir gerade viele Formen der Zusammenarbeit. Gerade bei Teilen, wie etwa Sitzgestellen, die der Kunde überhaupt nicht registriert, sind wir zu einer gemeinsamen Entwicklung und Produktion - vielleicht sogar in einem eigens dafür geschaffenen Projekt - verdammt", bestätigt Betriebsrat Schoch. Außerdem müsse BMW "die Zusammenarbeit mit Zulieferern - und damit die Wertschöpfungsketten - neu definieren. Uns ist aufgefallen, dass viele Zulieferer, wie etwa Conti, Bosch, Magna oder Elring Klinger, bessere Renditen einfahren als wir."

Produktivität steigern

Weitere Kosten spart BMW schon in diesem Jahr durch eine kräftig gestiegene Produktivität seiner Werke. "Dieses Jahr werden wir unsere Produktivität um mehr als zehn Prozent steigern, 2008 sind fünf bis zehn Prozent geplant. Das gilt ähnlich für alle anderen Werke“, sagte der Leiter des Münchner BMW-Werkes, Manfred Erlacher. "Im ersten Halbjahr haben wir 840 Einheiten pro Tag im Werk München gefertigt - unsere optimale Losgröße. Inzwischen haben wir diesen Wert auf 985 Einheiten pro Tag gesteigert. Wir fahren sogar manche Brotzeitpausen durch und im zweiten Halbjahr schon den vierten Samstag. Das Thema Efficient Dynamics hat bei uns einen richtigen Boom ausgelöst", so Erlacher über die verbrauchsreduzierenden Maßnahmen.

Auch für das kommende Jahr erwartet Erlacher für das BMW-Stammwerk eine hervorragende Auslastung: "Dieses Jahr werden in München über 204.000 Dreier als Limousine und Touring in allen möglichen Varianten von Band laufen, 2008 peilen wir deutlich mehr an. Mit unserer Flexibilität wären sogar 248.000 Einheiten möglich." Aus Führungskreisen heißt es, dass die Produktion 2008 nahe an dieser Kapazitätsgrenze gefahren werden soll. Derzeit beschäftige BMW in München 9.000 Mitarbeiter - exklusive Zeitarbeitskräfte.

Mehr zum Thema lesen Sie in auto motor und sport, Heft 23, das ab 24.Oktober im Handel ist.

Weitere Themen im Heft:

  • Test VW Tiguan
  • Impression Renault Laguna Coupé
  • Extra: Mobile Kommunikation

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