Nach Informationen von auto motor und sport führt Magna bereits Gespräche mit Herstellern wie BMW und Mercedes.
"Wir reden mit Magna auch über eine Kooperation beim Thema Elektromotoren. Dabei geht es aber nicht nur um die technische Machbarkeit, sondern auch um Fragen der grundsätzlichen Strategie und der potenziellen Marktnachfrage", bestätigte BMW-Entwicklungschef Klaus Draeger gegenüber auto motor und sport. BMW-Chef Norbert Reithofer hatte jüngst auf der Bilanzpressekonferenz verkündet, dass noch in diesem Jahr eine Entscheidung über batteriebetriebene Fahrzeuge getroffen werden soll.
Aus Mercedes-Führungskreisen verlautet, dass Mercedes ebenfalls mit Magna über die gleiche Elektrofahrzeug-Plattform spricht. "Eine Plattform einzukaufen und mit Premiumherstellern wie BMW zu teilen, ist eine Option", so ein Mercedes-Manager. "Wir prüfen aber auch die Möglichkeit, die heutige A- und B-Klasse-Plattform für alternative Antriebe weiterleben zu lassen." Im Werk Rastatt könne auf diesem Wege eine Kapazität von zwanzig- bis dreißigtausend Einheiten ausgelastet werden. Die Produktionsanlagen dafür seien längst abgeschrieben, was der Wirtschaftlichkeit dieser Option zum Vorteil gereiche. Das Sandwichboden-Konzept der A-Klasse sei für genau diese Option ursprünglich entwickelt worden.
Der Magna Mila Alpin ist so konstruiert, dass sich fremde Karosserieformen leicht auf der Plattform aufbauen lassen, und sie damit von mehreren Herstellern gleichzeitig genutzt werden kann. Nach Einschätzung des austro-kanadischen Auftragsherstellers sind die vorhandenen, konventionellen Autos zu schwer, um sie ohne Änderung der Konstruktion auf Elektro- und Hybridantrieb umzustellen. Zudem sei die Entwicklung neuer Kleinwagenmodelle mit Elektroantrieb angesichts kleiner Stückzahlen für einzelne Hersteller zunächst nicht rentabel.





