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BMW und Mini für Kinofilme und Prominente

Autos für Bond, Mr. Bean, Lagerfeld und Tom Cruise

BMW 6er Mission Impossible Classic Depot Foto: Uwe Fischer/BMW 34 Bilder

Der Mini von Mr. Bean und der BMW von James Bond: bekannt. Genauso wie die BMW aus Mission Impossible. Doch was ließ Lagerfeld an seinem 7er machen? Wir blicken ins geheime Depot von BMW Classic.

23.01.2017 Andreas Of

In einem schlichten Zweckbau in der Nähe von München lagert jener Teil der BMW-Historie, der rollen kann. Zumindest der größte Teil: einige Hundert Autos und Motorräder stehen auf mehreren Etagen. Darunter auch einige Filmautos der jüngeren Zeit.

Die Minis von Mr. Bean und David Bowie

Das älteste Modell steht gleich rechts hinter dem Eingang: ein gelber Mini 1000 mit schwarzer Motorhaube. Der Mini von Mr. Bean. Mit ihm erlebte Rowan Atkinson in seiner Rolle als komischer Kauz einige Abenteuer, steuerte das Auto zum Beispiel mit einem Besenstiel von einem Sessel aus, der auf dem Dach befestigt war. Der Bean-Mini spiegelt sich im nächsten Promi-Mini: Als die Marke 1999 ihren 40. Geburtstag feierte, bat BMW einige Prominente, einen Mini zu gestalten. David Bowie ließ ein Exemplar komplett verchromen; Die Umwelt sollte sich in ihm spiegeln. Das ist gelungen. Zum „Einparken“ – laut Bowie die Eigenschaft, die den Mini berühmt machte – ist dieses Modell jedoch weniger gut geeignet.

Karl Lagerfeld gestaltete 1992 einen BMW 750iL. Sein E32 ist zweifarbig lackiert: unten schwarz und oben silber. Ein dünner grüner Streifen trennt silber und schwarz. Der Innenraum ist komplett mit hellgrauem Walknappa und Nubuk ausgeschlagen, statt Holzleisten ziert der Stoff eines Gepäckherstellers den Innenraum. Sogar der Kofferraum ist mit Leder und Stoff bezogen. Grüne Nähte und Streifen gibt es auch innen, dicke Lederknöpfe verzieren die Sitze. Klingt wilder als es ist, der Lagerfeld-Zwölfzylinder wirkt sehr harmonisch.

Lagerfeld-7er mit Fax und Kleenex-Box

Sehr wichtig war dem Modeschöpfer auch der Nutzwert: Er ließ sich meist fahren, saß dann aber rechts vorn, informiert die Pressemitteilung von Juli 1992. Vom Beifahrersitz aus hatte Lagerfeld Zugriff auf ein Faxgerät und Stifthalter im Handschuhfach. In der Türablage passten sein Notizbuch und seine Kamera in exakt dafür geschaffene Fächer. Die von Lagerfeld geforderte Kleenex-Box war anschließend ein beliebtes Extra bei der 1992 gegründeten Individual-Sparte. BMW bekam den 7er irgendwann zurück, Lagerfeld gestaltete noch zwei E38. Einer davon steht ebenfalls im Depot. Direkt neben einem 7er mit ungewöhnlichen Extras.

BMW 750iL E32 Individual Karl LagerfeldFoto: Uwe Fischer/BMW
Karl Lagerfeld ließ seinen 750iL zweifarbig lackieren.

Der Bond-7er der Baureihe E38 hat einige Extras, die es so bei Individual nie gab: ein Schiebedach mit Raketenwerfern etwa oder eine Säge unter dem BMW-Propeller, um Drahtseile durchzuschneiden. Im Film „Der Morgen stirbt nie“ konnte Pierce Brosnan den 750iL sogar fernsteuern. Heute geht das tatsächlich per Schlüssel, aber auch nur beim Einparken.

Bond-7er mit unsichtbarem Fahrer

Technik, die 1997 noch weiter weg war als ein Berliner Großflughafen oder ein Stuttgarter Tiefbahnhof, musste aufwendig improvisiert werden, denn von außen sollte es so aussehen, als fahre der 7er von allein. Innen führt das Lenkgestänge durch den Vordersitz, der Fahrer sitzt in einer Blechschale dort, wo einst die Rückbank war. Auf einem Monitor sieht der unter einer schwarzen Decke verborgene Fahrer, was vor dem Auto passiert. Das ist auch nötig, denn von dieser tiefen Sitzposition gewährt die Windschutzscheibe nur einen guten Blick auf die Hallendecke.

Mini Mr. BeanFoto: Uwe Fischer/BMW
Mit diesem Mini erlebte Mr. Bean einige Abenteuer.

„Mission Impossible“ war für Bonds Techniker Q ebensowenig das Motto wie für die Tüftler bei BMW, die mindestens zwei 7er für den Bond-Dreh präparierten.

Tom Cruise fuhr in „Mission Impossible“ BMW

Tom Cruise fuhr in dem 2011 erschienen Kinofilm „Mission Impossible – Phantom Protokoll“ in einem Vision Efficient Dynamics durch Mumbai. Im Depot stehen zwei automobile Nebendarsteller voller Narben: ein BMW 640d Cabrio und ein BMW X3. Beide waren Teil einer offensichtlich recht unsanften Verfolgungsjagd durch einen Wüstensturm in Dubai, der 6er ist rechts stark onduliert und gehört eigentlich auf die Richtbank. Doch das Gewerbe ist hart, Filmautos werden nicht poliert: Klarlack auf den Wüstenstaub, saugen ist auch nicht nötig: Auf den Rücksitzen rieselt Sand zwischen die Nähte der dunkelbraunen Ledersitze. Karl Lagerfeld mit seiner Kleenex-Box in der Türablage würde das sicher missbilligen.

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