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MMI - die Zukunft der Kommunikation

Foto: BMW

BMW hat am Mittwoch (17.11.) des "Man Machine Inferface“ (MMI) vorgestellt, das als Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug funktionieren soll. Die Vision der Bayern: Autos sollen in Zukunft nicht nur auf Knopfdruck und Sprache, sondern auch auf Gestik, Mimik und Stimmungen reagieren.

17.11.2004

Ziel ist die Vereinfachung Komfort- und Infotainment-Funktionen durch zusätzliche Kommunikationskanäle. Noch befinden sich diese Ansätze laut BMW jedoch im Forschungs- und Erprobungsstatus. Über erste mögliche Einsatztermine machte das Unternehmen keine Angaben.

Auto erkennt Kopfschütteln als "Nein"

Am weitesten sind die Techniker laut Projektleiter Klaus Bengler mit der Spracherkennung. Während Kommandos für Radio oder Navigationssystem bisher wie eine Fremdsprache gelernt werden mussten, "verstehen" die Prototypen bei BMW jetzt frei gesprochene Sätze. "Die Elektronik im Hintergrund filtert dabei automatisch alle Schlüsselwörter und Informationen heraus und streicht dafür Floskeln", erklärt Bengler. "Außerdem fragt das System solange nach, bis es alle nötigen Angaben für eine Aktion zusammen hat." So werde etwa aus der Anfrage "Ich brauche Informationen zum Flug nach Hamburg" ein Dialog, bei dem der Fahrer Flugnummer, Abfluggate, Zeit und Verspätung erfährt.

Um die Kommandos der Sprachsteuerung schneller erkennen zu können, will BMW auch die Gestik des Fahrers erfassen. "Wer bei einer Anfrage des Systems den Kopf schüttelt, der meint sicherlich `nein´, auch wenn die Spracherkennung ihn zum Beispiel im offenen Cabrio nicht versteht", sagt Bengler. Darüber hinaus werden in einem weiteren Projekt auch die Melodie, der Tonfall und die Geschwindigkeit der Kommandos analysiert. Daraus könnte die Elektronik künftig auf die Stimmungslage des Fahrers schließen, und zum Beispiel automatisch den Radiosender wechseln.

Doch die Forscher konzentrieren sich nicht nur auf den Kopf des Fahrers. Auch seine Gesten wollen sie in Kommandos umzusetzen. So hat BMW in einem Prototypen bereits eine Infrarotkamera am Dachhimmel montiert, mit der laut Bengler die Bewegungen der Hand auf der Mittelkonsole registriert werden: "Sobald sich der Finger dem Schalter für den CD-Player nähert, geht die Musik an. Und wenn der Fahrer mit der Hand wedelt, wechselt er automatisch zum nächsten Titel."

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