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BMW-Neuheiten für 2011

Neu kommen 1er, 3er und eine Portion M

BMW 5er Kaufberatung, BMW M5 Foto: Christian Schulte 30 Bilder

2011 erneuert BMW den 1er und gibt einen Ausblick auf den 3er. Die bedeutenden Premieren garnieren die Münchner mit einem adretten Rahmenprogramm, das von der M GmbH und von Mini geprägt wird.

15.12.2010 Jens Dralle

Audi erzählt immer wieder gern die Geschichte von der nassen Wiese und dem Allradantrieb, wenn es darum geht, den Vorsprung durch Technik zu manifestieren. Mercedes betont dagegen regelmäßig, dass die Wiege des Automobils unter einem guten Stern stand. Und BMW? Na klar, die Bayern erfanden einst die Freude am Fahren und feiern daher selbst nur halbwegs runde Geburtstage ihrer Baureihen euphorisch, um darauf aufmerksam zu machen. 

Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer bemüht derzeit die so genannte Neue Klasse aus dem Jahr 1961 als historischen Anker: "Der Erfolg des BMW 700 verhinderte die Übernahme durch Daimler-Benz, und der BMW 1500 steht symbolisch für den Aufschwung nach der damaligen Krise." Die jüngste Wirtschaftskrise blieb auch in München nicht ohne Folgen, aber jetzt kann es wieder aufwärtsgehen, findet Reithofer. Mit 128.000 verkauften Fahrzeugen gelingt dem Unternehmen der erfolgreichste Oktober-Monat seit Gründung. Das Ziel, 2010 mehr als 1,2 Millionen Autos absetzen zu können, gilt damit als gesichert.

Erfolgsmodelle 1er und 3er bekommen Nachfolger

Tragende Säulen des Erfolgs: die kleinen Baureihen 1er und 3er, die beide bald einen Nachfolger bekommen. Die sechste Dreier-Generation wird Ende 2011 vorgestellt und rollt im März 2012 zu den Händlern, wie gewohnt zunächst als Limousine. Auf das übliche Größenwachstum möchte BMW ebenfalls nicht verzichten, weshalb der Viertürer in der Länge um rund fünf, beim Radstand um vier Zentimeter zulegt.

Auf die Limousine folgen weitere Derivate, die ein Plus an Variabilität versprechen. Da wäre zum einen der klassische Touring, auf den allein in Deutschland 49 Prozent aller Verkäufe entfallen. Als mögliche Alternative entsteht eine Variante, die die Idee des 5er GT aufgreift. Da dessen Nachfrage die Erwartungen des Konzerns erfüllt, soll das Konzept auf die kleineren Baureihen übertragen werden – mit einer Einschränkung: Das Fließheck lässt sich beim 3er nicht in dieser Ausprägung realisieren, da es die Kopffreiheit im Fond zu sehr beschneiden würde. Bis dieses Modell 2013 debütiert, wird der im dritten Quartal 2012 startende Touring fest im Straßenbild etabliert sein.

3er Cabrio wieder mit Stoffdach

Ebenfalls für 2013 geplant: die Präsentation von Coupé und Cabrio, das voraussichtlich wieder vom faltbaren Hardtop abrückt und ein Stoffdach bekommt. Bei den Motoren arbeiten die Ingenieure weiter an der Zusammenfassung von Otto- und Dieselmotoren in einem gemeinsamen Baukasten von Drei- und Vierzylinder-Triebwerken.

Bis zu deren Serienreife vergehen jedoch noch rund vier Jahre, weshalb der 3er mit bekannten Benzinern startet, die auf Turboaufladung umgestellt werden. So leisten die N20-Aggregate mit Benzin-Direkteinspritzung bis zu 245 PS und entwickeln ein maximales Drehmoment von rund 350 Newtonmetern – was zugleich das Ende des Sechszylinder-Saugmotors bedeutet. Der 335i bleibt allerdings erhalten. Am unteren Ende der Leistungsskala kommt der aus dem Mini bekannte und in Großbritannien gefertigte 1,6-Liter-Turbomotor zum Einsatz, der es im 316i voraussichtlich auf 136 PS bringt.

BMW 1er wird größer

Diesen Vierzylinder nutzt zugleich die Basisversion des im September debütierenden 1er. Bereits für den 116i findet sich in der Sonderausstattungsliste ein Automatikgetriebe von ZF mit acht Stufen, dessen Effizienz und Schaltgeschwindigkeit auf dem Niveau von Doppelkupplungsgetrieben liegt – zu nicht unerheblich niedrigeren Kosten. Wer auf minimalen Verbrauch Wert legt, muss auf den 116d warten. Mit Hilfe des jüngst im Mini präsentierten 1,6-Liter-Dieselmotors sowie der bekannten Efficient Dynamics-Maßnahmen – erweitert um einen virtuellen Spritspar-Assistenten – soll er beim CO2-Ausstoß die Marke von 100 Gramm pro Kilometer knacken.

Dabei legt auch BMWs Kompakter in den Dimensionen zu, streckt sich um 58 Millimeter in der Länge und 38 Millimeter im Radstand. Damit schafft er Platz für das Kompaktmodell mit Frontantrieb, sozusagen eine neue Neue Klasse. Um beim 1er künftig einen geschickteren Spagat zwischen Fahrdynamik und Komfort vollführen zu können, bekommt er gegen Aufpreis adaptive Dämpfer, wie sie heute etwa im neuen 6er zu finden sind. Dort kann die Technologie um eine Wankstabilisierung und Allradlenkung erweitert werden.

6er wieder mit M-Version

Während das 4,89 Meter lange Cabrio des 2+2-Sitzers ab März ausgeliefert wird, folgt das Coupé rund ein halbes Jahr später. Beide Varianten nehmen ein wesentliches Element aller künftigen BMW-Cockpits vorweg: den nunmehr freistehenden Bordmonitor, dessen Durchmesser bis zu 10,2 Zoll beträgt. Mit dem 6er Coupé folgt auf den 640i mit Reihensechszylinder-Turbo sowie den von einem V8-Benziner angetriebenen 650i der populäre Diesel als 640d mit 300 PS. Eine M-Version befindet sich ebenfalls in Planung, da die M GmbH wieder eine steigende Nachfrage nach leistungsstarken Modellen verzeichnet. Bereits jeder zehnte Neuwagen wird zudem mit einem Sportpaket ausgeliefert.

Doch auch ohne M müssen BMW-Käufer nicht auf großvolumige Motoren verzichten. "In einigen Teilen der Welt setzt sich der Trend zu kleineren Motoren fort, das gilt auch für die Luxusklasse. Dennoch wird es selbst in fünf Jahren noch genügend Kunden geben, die auf ein Achtzylinder-Aggregat Wert legen", sagt Reithofer – wenn nicht wieder irgendeine Krise dazwischenfunkt.

In den Startlöchern: 1er M Coupé und M5

Im vergangenen Juli passierte nach 20.548 gebauten Exemplaren der letzte M5 mit V10-Motor die Endkontrolle. Damit kam der M GmbH allerdings auch eine tragende Säule des Produktportfolios abhanden, der Nachfolger wird erst Ende 2011 ausgeliefert – ausschließlich als Limousine, der Touring entfällt aufgrund der mangelnden Akzeptanz im Hauptabsatzmarkt USA.
Dass sich Kay Segler, Chef der Sport-Dependance, dennoch nicht leise in den Schlaf weint, liegt am X6 M: "Das Auto übertrifft unsere Erwartungen deutlich, was dazu führte, dass wir in den ersten zehn Monaten des Jahres über 14.100 M-Fahrzeuge ausliefern konnten." Der aufgeladene V8-Motor des Über-Gelände-Coupés treibt künftig den M5 an, leistet dort 550 PS. Die Kraftübertragung übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe statt eines Wandlerautomaten wie im SUV. Mit gut 200 PS weniger muss das 1er M Coupé auskommen, das zusammen mit den überarbeiteten Coupé- und Cabrio-Modellen des Einstiegs-BMW im Sommer auf den Markt kommt. Um einerseits einen möglichst günstigen Einstiegspreis von 50. 500 Euro und andererseits die M-typische Fahrdynamik realisieren zu können, mussten sich die Ingenieure im Konzern-Baukasten bedienen.

So stammt beispielsweise die Hinterachse aus dem M3, was beeindruckend dicke Karosserie-Backen zur Folge hat. Der doppelt aufgeladene Reihen-Sechszylinder arbeitet schon im Z4 s-Drive 35is, dort ausschließlich mit DKG, während das Coupé vorerst nur mit einem manuellen Sechsganggetriebe angeboten wird. Beide Neuheiten sollen helfen, die Nachfrage nach M-Modellen mittelfristig auf das Rekord-Niveau von 2002 zu hieven. Damals fanden 26.776 Exemplare einen solventen Käufer.

Mini schiebt Coupés nach

Manchen kann man es offenbar nicht recht machen. So scheint vielen Mini-Kunden selbst der 210 PS starke John Cooper Works zu wenig kompromisslos, weshalb sie eindringlich um eine Serienfertigung der auf der IAA 2009 gezeigten Coupé-Studie baten. "Der Erfolg unserer Modellpalette ermöglicht es uns, diesem Wunsch nachzukommen", sagt Mini-Chef Wolfgang Armbrecht. Im Oktober steht der Zweitürer als Cooper (120 PS) und Cooper S (184 PS) bei den Händlern. Einziger Unterschied zum Showcar: ein ausfahrbarer Heckspoiler. Um die Idee weiter auszureizen, testet die BMW-Tochter auf der Detroit Auto Show mit einem ähnlich geschnittenen Countryman-Derivat die Akzeptanz des Publikums. Doch bevor dieses Modell in Serie geht, folgt zunächst 2012 der Roadster. Und der offene Beachcomber sei ebenfalls nicht in Vergessenheit geraten, verrät Armbrecht.

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