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BMW-Pläne bis 2008

Aus Spaß wird Ernst

Foto: Schulte-Nextline 2 Bilder

In den kommenden drei Jahren bringt BMW eine Palette neuer Modelle: Coupés, Cabrios, Kombis, Sportwagen und Geländewagen, die alle dem Firmenmotto "Freude am Fahren" verpflichtet sind - darunter ein neuer X5 sowie zusätzliche 1er-, 3er- und 5er-Varianten.

04.11.2005

Die wichtigste Modell-Erneuerung der nahen Zukunft ist die Ablösung des X5 - die zweite Generation soll größer, stärker, agiler werden und natürlich auch mit besseren Fahrleistungen aufwarten. Die Neuauflage des erfolgreichen Straßen-Geländewagens startet Ende 2006 zuerst in den USA, wo der X5 auch weiterhin produziert wird, und rollt Anfang 2007 nach Europa.

Um rund zehn Zentimeter legt der bislang 4,67 Meter lange Viertürer zu und nähert sich damit dem Maß der neuen Mercedes M-Klasse (4,78 Meter). Der X5 wächst vor allem im Bereich des hinteren Überhangs und schafft so Raum für ein deutlich vergrößertes Gepäckabteil und - gegen Aufpreis - eine dritte, im Wagenboden versenkbare Sitzreihe. Sieben Personen finden dann Platz, obwohl es sich ganz hinten wohl nur Kinder bequem machen können.

Der Allradantrieb wird verfeinert. X-Drive darf sein elektronisches Netz künftig noch enger spannen, wenn an den einzelnen Rädern Schlupf auftritt, um ganz variabel innerhalb von Millisekunden in Längsrichtung für die optimale Kraftverteilung zwischen den Achsen zu sorgen. Der Kraftfluss kann auf dem Bildschirm im Cockpit verfolgt werden - gesteuert durch i-Drive.

Die bei vielen Geländewagen lästigen Aufbaubewegungen sollen im X5 mittels Wankausgleich unterbunden werden, was der Fahrdynamik ebenso dienen dürfte wie die optional erhältliche Aktivlenkung. Headup-Display, Nachtsichtgerät und ein Nahbereichsradar mit erweiterten Distronicfunktionen zählen zu den weiteren Posten auf der Aufpreisliste.

X5-Topversion ohne V12, aber mit V8-Turbo

Für Dampf unter der Haube sorgen zunächst die bekannten Sechs- und Achtzylinder als Benziner und Diesel, es folgt der Dreiliter-Twin-Turbo im Selbstzünder-Programm. Krönung der Schöpfung ist nicht, wie bislang vermutet, der starke Zwölfzylinder aus dem 7er, weil die Adaption an den Allradantrieb zu aufwendig wäre. Die Spitze stellt vielmehr ein turbogeladener Achtzylinder dar, der es auf über 400 PS bringen soll. Und aus der Koalition mit GM und Daimler-Chrysler wird später noch ein Vollhybride hervorgehen.

Um beim Diesel den hohen Stickoxidgehalt aus dem Abgas zu vertreiben, arbeitet BMW außerdem genauso intensiv wie Mercedes an der neuen Harnstofftechnik, kurz SCR genannt, die aber frühestens 2008 serienreif sein dürfte.

So lange müssen Z4-Fans auf die erste Frischzellenkur für ihren Roadster nicht mehr warten. Schon im Frühjahr nächsten Jahres zeigt sich der Zweisitzer mit modifizierter Frontpartie inklusive neuen Nebelscheinwerfern und speziellen Reflektoren. Optische Kunstgriffe verhelfen dem Heck zu einem gefälligeren Aussehen, die neu gestalteten Rückleuchten weisen nun spezielle Lichtleiter auf.

Wichtiger ist, was unter dem Blech passiert: Der neue Z4 Roadster 3.0 si bringt es auf 265 PS und 315 Newtonmeter ab 2.500/min, der 2.5-Liter-Sechszylinder in zwei Leistungsstufen auf 177 und 218 PS. Einstiegsvariante ist der Zweiliter-Vierzylinder 2.0i mit 150 PS. Alle Varianten werden serienmäßig mit einem Sechsgangschalt-Getriebe kombiniert, die Sechszylinder auf Wunsch auch mit einer neuen Sport-Automatik, die über Schaltpaddeln am Lenkrad verfügt. Für noch mehr Aufsehen dürfte die zeitgleich debütierende M-Version sorgen, die mit mächtigen Lufteinlässen und tief angeordneten Nieren direkt über der Straße schnüffelt und sich von hinten durch vier markante Endrohre sowie einen horizontal angeordneten Diffusor in Szene setzt.

Unter der Motorhaube schlummert ein Reihen-Sechszylinder mit 3,2 Liter Hubraum, 343 PS sowie einem Drehmoment von 365 Nm bei 4.900/min. Das reicht für eine Beschleunigung von Null auf 100 km/h in fünf Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h, bevor die Elektronik dem Treiben ein Ende setzt. Bald jedoch will die M GmbH gegen Aufpreis und die Absolvierung eines BMW-Fahrertrainings die elektronischen Fesseln sprengen und je nach Modell Höchstgeschwindigkeiten bis 300 km/h zulassen.

Während der normale Z4 über eine elektromechanische Servolenkung verfügt, bringt die M-Version eine hydraulische Anlage mit. Eine spezielle Hochleistungsbremse sowie ein Sperrdifferenzial zählen zu den weiteren Besonderheiten der sportlichsten Roadster-Version.

Im Sommer 2006 bekommt der Z4 dann eins aufs Dach - in Form des auf der IAA als Studie gezeigten Coupés, das nicht nur gegen den Mercedes SLK positioniert wird, sondern vor allem auch gegen den neuen Porsche Cayman. Hier kommt deshalb das leistungsstarke Hochdrehzahlkonzept der alten Sechszylinder-M-Version zum Tragen. Daneben gibt es die Dreiliter- und 2,5-Liter-Sechszylinder.

Dem bekannten M6 Coupé folgt im Sommer 2006 das M6 Cabrio. Der klassische offene 3er mit Stoffmütze ist allerdings tot. Doch dafür gibt es ab Frühjahr 2007 ein Blechdach-Cabrio mit mehreren Segmenten - eine Konstruktion von Zulieferer Edscha, die es erleichtert, den Aufbau platzsparend im Kofferraum zu verstauen. Den Verkauf dieser neuen Baureihe startet BMW übrigens mit den ersten Sechszylinder-Benzindirekteinspritzern des Hauses.

3er nicht nur als Coupé-Cabrio, sondern auch als reines Coupé

Vom konventionellen 3er Coupé rückt BMW trotzdem nicht ab. Warum? Weil der sportlich gesinnte Coupé-Fahrer viel Wert auf hohe Verwindungssteifigkeit und ein optimales Leistungsgewicht legt. Das bekommt er ab Sommer 2007 auch im klassischen M3, dann mit Achtzylindermotor und etwas mehr als 400 PS. Die Leichtbauvariante CSL gilt als ebenso beschlossen wie das M3 Cabrio mit etwas komfortablerer Fahrwerksabstimmung (2008), M3 Limousine und Touring werden noch kalkuliert.

Damit ist das letzte Kapitel der BMW-Neuheitenstory noch längst nicht erzählt. Dem viertürigen 1er folgt Ende 2006 der Zweitürer, ein Jahr später debütiert das Cabrio mit klassischem Stoffverdeck.

Dann wird es auch Zeit für das raumfunktionale Konzept: ein innen höchst variabler Van mit Allradantrieb als Konkurrent gegen die Mercedes R-Klasse. Im Jahr darauf folgt mit dem X6 ein knapp geschnittenes Sport Utility Vehicle im Coupé-Look.

Nicht zu vergessen: der Start des neuen Mini im Winter 2006 sowie die Kombiversion Traveller, die allerdings nicht vor 2008 zu erwarten ist - jenem Jahr, in dem auch der neue Supersportler Z8 mit Alu-Spaceframe und einem nochmals leistungsgesteigerten Zehnzylinder aus dem M6 vom Stapel gelassen wird.

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