BMW Project i - Elektroauto von BMW

"Project i" - Fahrzeugkonzept für Mega-Cities

BMW Megacity Vehicle, Project i

Das BMW Project i nimmt Fahrt auf. Bereits 2013 will BMW mit dem Megacity Vehicle ein Elektroauto für Ballungsräumen präsentieren. Jetzt gewährte BMW erste Einblicke in das Project i und Ausblicke auf den Elektrokleinwagen von morgen.

Das Project i hat alle Freiheiten, auch außerhalb der BMW-Strukturen zu agieren, gab BMW-Chef Norbert Reithofer der Arbeitsgruppe 2008 mit auf den Weg. Mittlerweile ist klar, dass die Modelle, die aus dem Project i entstehen nicht unter dem Label BMW oder dem Label Mini angeboten werden.


Elektroarchitektur im Sandwichboden

Das Project i - unterdessen wurde bekannt, dass die Submarke "BMW i" heißen wird - sieht gegenwärtig einen Kleinwagen vor, der sich größenmäßig zwischen einem VW Golf und einem VW Polo einsortiert. Die Grundstruktur der Project i-Modelle greift auf eine Aluminium-Sandwichboden (Drive-Modul) zurück, der die komplette Elektroarchitektur und die Crashelemente aufnimmt. Der Elektromotor, der wie das Getriebe von BMW selbst gefertigt werden wird, wird an der Hinterachse angeordnet. Hinterradantrieb ist damit selbstverständlich. Um die BMW-typische Fahrdynamik zu erzielen, wird auch das Project i-Modell auf eine Mehrlenkerhinterachse zurückgreifen.

Extrem leichte und steife Kohlefaserkarosseriestruktur

Der eigentliche Karosserieaufbau (Live-Modul) wird dann aus Kohlefaserlaminatstrukturen gefertigt. Das sorgt für eine extreme Festigkeit bei geringem Gewicht. Durch die konsequente Trennung von Chassis und Aufbau hält sich BMW die Option offen für weitere Project i-Modelle neue Konfigurationen umzusetzen. Basismodell wird zunächst ein kompakter Viersitzer. Von BMW gezeigte Crashstrukturen deuten dabei auf einen Viertürer mit gegenläufig öffnenden Türen hin.

Gefertigt werden die Kohlefasern für die Kunststoffteile des neuen BMW Megacity Vehicle in den USA. Hierzu wird BMW zusammen mit dem Wiesbadener Kohlefaserspezialist SGL ein Werk in Moses Lake im Bundesstaat Washington bauen. Die Endmontage der Project i-Modelle soll dann im BMW-Werk in Leipzig erfolgen.

Project i mit bis zu 160 Kilometer Reichweite

Angetrieben werden die Megacity Vehicles aus dem Project i durch Elektromotoren mit einer Leistung von über 100 kW, bereits projektiert ist aber auch der Einsatz von 30 bis 40 PS starken Verbrennungsmotoren als Range Extender. Im reinen E-Betrieb sollen die Autos eine Reichweite von rund 160 Kilometern erreichen können. Beim Bremsen wird Energie per Rekuperation zurückgewonnen. Über die Kapazität der rund 250 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batterien, die aus der Bosch-Samsung-Kooperation SB LiMotive stammen, schweigt sich BMW allerdings aus. Versprochen wird aber ein Spurtvermögen von unter zehn Sekunden bis zum Erreichen der 100 km/h-Marke. Zudem hält BMW eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h als völlig ausreichend.

Nachhaltigkeit höchstes Gebot

Doch Project i geht über das reine Elektroauto hinaus. Unter der Prämisse ein möglichst hohes Niveau an Nachhaltigkeit im kompletten Mobilitätskonzept abzubilden, verhandelt BMW mit verschiedenen Energieanbietern über eine entsprechende Ladeinfrastruktur, die Nutzung von "grünem" Strom, denkt über intelligentes und fernbedienbares Laden nach und macht sich auch über das Recycling der Project i-Modelle Gedanken.

Kommentare
Bild vergrößern
uba

Autor:

Elektro-Infrastruktur Wie sollen Elektrofahrzeuge von BMW künftig aussehen?
Anzeige
Thema
Alternative Antriebe: Weitere Artikel zu diesem Thema
Aktuelle Trends bei Gasautos: Erdgas lohnt sich

Erdgas ist preiswerter und umweltfreundlicher als ein Otto- oder Dieselantrieb. Doch das Tankstellennetz ist löcherig.

Gasantrieb, Tankstelle
Irmscher 7 Selectra und Tesla: Elektrosportwagen im Selbstversuch

Faszinieren Elektro-Sportwagen genauso wie konventionelle? Der Fahrbericht mit dem Irmscher 7 Selectra wird es zeigen.

Irmscher 7 Selectra, Tesla Roadster Sport
Top Artikel
BMW Megacity Vehicle: BMW-Elektroauto aus Karbon startet 2013

BMW wird ab 2013 ein Elektroauto auf den Markt bringen wird. Das Megacity Vehicle soll zu großen Teilen aus Karbonfaser verstärktem Material (CFK) bestehen.

BMW Megacity
BMW Minis ab 2014: Die BMW-Konkurrenz für A-Klasse und Audi A1

Auf dem Genfer Autosalon feiert der Audi A1 seine Premiere, ab 2013 wird Mercedes mit der neuen rund vier Meter langen Mercedes A-Klasse kontern, 2014 wird dann BMW nachdrängen.

BMW Megacity
Newsletter
Kfz-Versicherungsvergleich

Bis zu 500 EUR sparen!

Über 180 Tarife anonym vergleichen und auf Wunsch sofort online abschließen

Ihr Ortskennzeichen:
WGV Beitragsrechner Kfz-Versicherung
ANZEIGE

Überzeugend gut, gnadenlos günstig!

Jetzt Auto bei der wgv versichern und mehrere hundert Euro im Jahr sparen!

Bild des Tages
Aktuelle Ausgabe
auto motor und sport - Heft 5/2012
Ab jetzt im Handel auto motor und sport - Heft 05/2012
Sportauto
Tuner 0-300-0 km/h 2011: Tuning-Elite beim High-Speed-Test

Acht getunte Sportmodelle mit 5.481 PS nahmen beim Beschleunigungs- und Bremsentest 0-300-0 km/h teil.

Tuning-Elite beim High-Speed-Test
Motor Klassik
Opel Diplomat B V8: Groß-Projekt - Aufbau statt Schrottplatz

Ein schleudernder Mercedes verwandelt Steffen Exners Opel Diplomat in einen Totalschaden. Doch Exner baut ihn wieder auf.

Groß-Projekt - Aufbau statt Schrottplatz
4WheelFun
Kälte-Chaos für Dieselfahrer: Was tun, wenn der Diesel streikt?

Eiseskälte in Deutschland, und immer mehr Diesel-Fahrzeuge bleiben liegen. Woher kommt das und was lässt sich dagegen tun?

Was tun, wenn der Diesel streikt?
Alle Autos von A-Z
  • Loading...
  • Loading...