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BMW

"Project i" entwickelt neues Fahrzeugkonzept für Mega-Cities

Foto: Beate Jeske

BWM will Anfang kommender Dekade erste Ergebnisse für ein Fahrzeug in Ballungsräumen präsentieren. Eine Entscheidung zum Thema Elektroantrieb soll sogar noch dieses Jahr fallen, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer am Dienstag (18.3.) auf der Bilanzpressekonferenz.

18.03.2008 Harald Hamprecht

BMW hat die Organisationseinheit namens "Project i" gegründet, um für die Ballungsräume weltweit neue Fahrzeugkonzepte zu entwickeln. "Dieses Projekt hat alle Freiheiten, auch außerhalb der BMW-Strukturen zu agieren. Der Auftrag lautet: Bereits in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehnts konkrete Lösungen zu präsentieren", so der BMW-Chef. Ob dies unter einer vierten Marke oder unter dem Dach von BMW oder Mini geschehen werde, lies Reithofer offen.

"Wir wollen einen Höchstwert beim Automobilabsatz aller drei Marken erreichen"

Wie der Antrieb der Zukunft aussehen werde, wollte Reithofer ebenfalls nicht präzisieren: "Noch ist nicht erkennbar, welche alternative Antriebsart auf Basis welcher Technologie sich künftig am Markt durchsetzt. Deshalb stellen wir uns technologisch breit auf. Auch der Elektromotor ist grundsätzlich eine Option für uns. Mittlerweise erlaubt es die Technik, einen Elektroantrieb mit Freude am Fahren zu verbinden. Auch vor diesem Hintergrund prüfen wir Batterie-betriebene Fahrzeuge. In diesem Jahr werden wir eine Entscheidung treffen."

Auch die Bilanz der Bayern soll sich dieses Jahr weiter positiv entwickeln. Reithofer: "Wir streben im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern an, das über dem Niveau des Vorjahres liegt. Wir wollen einen Höchstwert beim Automobilabsatz aller drei Marken erreichen. Wir bleiben weiterhin die Nummer Eins als weltweit führender Anbieter von Premiumautomobilen. Wir streben im Geschäftsjahr 2008 eine Verbesserung der Ergebnisqualität an. Diese wird sich auch in den relevanten Kennzahlen wie Umsatzrendite und Kapitalrendite niederschlagen."

2007 erzielte BMW einen Profit vor Steuern von 3,87 Milliarden Euro (2006: rund 4,12 Milliarden Euro). Das EBIT stieg von 4,05 auf 4,21 Milliarden Euro, der Umsatz von 48,99 auf 56,02 Milliarden Euro. Ihren Absatz konnte die Gruppe um 9,2 Prozent auf 1,5 Millionen Fahrzeuge steigern, davon entfallen 1,28 Millionen auf die Kernmarke BMW, 223.000 auf Mini und 1.010 auf Rolls-Royce. Damit hat die BMW Group von 2000 bis 2007 ihr Absatzvolumen fast verdoppelt. "Trotz steigender externer Belastungen haben wir stets ein gleich bleibendes Ergebnisniveau erzielt", betonte Reithofer.

Zudem bestätigte Reithofer die Langfristziele des Konzerns: "Im Jahr 2012 wollen wir eine Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent auf Basis des EBIT im Segment Automobile erreichen. Und wir liegen voll auf Kurs, unser strategisches Absatzziel von 1,8 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2012 zu erreichen."

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