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BMW-Prototypen: Z3 V12, 7er V16 Goldfish, X5 V12 LM

Geheime Umbauten: Blick in die Heiligen Hallen

BMW 7er E32 V16 Goldfish Foto: Uwe Fischer/BMW 37 Bilder

Ein V12 in einem Z3? Klingt nach engine swap und ist auch einer, hat aber mit Tuning nichts zu tun. Denn es sind Werksumbauten. Geheime Werksumbauten, die heute in einem unscheinbaren Lager stehen. Wir waren drin und haben die spektakulären Versuchsträger von BMW fotografiert – darunter den 7er V16 Goldfish.

29.12.2016 Andreas Of 5 Kommentare Powered by

Ein V8 in einem BMW 3er? Ein V12 in einem Z3? Klingt nach engine swap und ist auch einer, hat aber mit Tuning nichts zu tun. Denn es handelt sich um Werksumbauten. Geheime Werksumbauten, um genau zu sein, die heute in einem unscheinbaren Lager stehen. Wir waren drin und haben die spektakulären Versuchsträger von BMW fotografiert – darunter der 7er V16 mit dem Codenamen Goldfish.

Dicker V16 im 7er mit schmaler Niere

Der Eingang: unspektakulär. Die Adresse: streng geheim. Der Inhalt: super spannend. Im Depot von BMW lagern Hunderte Autos und Motorräder aus der Firmengeschichte. Von fast allem, was BMW jemals gebaut hat, steht hier mindestens ein Exemplar. Manche Autos, die hier stehen, gibt es ohnehin nur ein Mal. Wie zum Beispiel den 7er E32 von 1987 mit den Kiemen an der Seite. Hinter der schmalen Niere eines 735 iL steckt ein V16. Der passt nur deshalb gerade eben so in den Motorraum, weil die Kühler im Kofferraum untergebracht wurden. Darum die Kiemen: Die leiten Frischluft zu den Kühlern. Zwischen den Rückleuchten: ein schwarz lackiertes Kühlergitter. Die Kühlflüssigkeit schwappt in ihrem Behälter rechts an der Seitenwand. Anlassen dürfen wir den 6,7-Liter-Motor nicht, fahren schon gar nicht, der Goldfish bräuchte nach der langen Standzeit erst mal eine große Inspektion.

Mit dem V16 wollte BMW den Mercedes-V12 kontern. Mercedes wiederum konterte mit dem V12, der 1991 im 600 SE kam, den des 750i. Der V16 des Projekts „Goldfisch“ kommt nach BMW-Angaben auf 408 PS – exakt die Leistung des M120 von Konkurrent Mercedes. Warum der V16 nicht kam? Heute sagt BMW, man habe ein Wettrüsten vermeiden wollen.

Außerdem hatte der Zwölfzylinder Potential, das fast an die Leistung des V16 heranreichte: Im 850 CSi erreichte er mit höherer Verdichtung und mehr Hubraum 380 PS und 550 Nm. Spätere Ausbaustufen, wie etwa im McLaren F1 schafften sogar 600 bis 700 PS.

Weißbier-Idee: V12 im X5

Eine 700 PS starke Variante des LMR-V12 verpflanzte die Motorsport GmbH im Jahr 2000 sogar in einen X5. Auch dieser Prototyp steht im Lager von BMW Classic. Der X5 Le Mans fällt mit seinen mehrteiligen Felgen, den modifizierten Schürzen und der ausgebeulten Haube sofort auf. Entstanden ist er, weil Paul Rosche und seiner Truppe beim Weißbier die Idee kam, dass doch auch ein V12 in den X5 passen müsse. Der Legende nach lief dazu eine Wette und Rosche nahm anschließend mit dem Zollstock Maß, ob es denn passen könnte. Es passte, und wie: In 7:49,92 umrundete Hans-Joachim Stuck im X5 Le Mans die Nordschleife. Drei Sekunden schneller als ein M3 CSL.

BMW Z3 V12 PrototypFoto: Uwe Fischer/BMW
Ungewöhnlich: BMW Z3 mit V12 in apricot.

Schnell weiter, denn die BMW-Ingenieure sind für noch mehr Überraschungen gut. So pferchten sie den V12 in einen pfirsichfarbenen Z3 Roadster. Wer die Haube öffnet, bekommt ernste Zweifel, ob sie je wieder zugeht.

Zweifel, ob die Haube zugeht

Sie geht zu. Doch Aufkleber, die vor heißen Steuergeräten warnen, geben ein Hinweis auf die Problematik eines Fünfliter-V12 in einem Roadster, der kaum mehr als vier Meter lang ist. Außerdem sei das Auto schon etwas frontlastig gewesen, erzählt Stefan Behr von BMW Classic. Man habe in erster Linie sehen wollen, ob der Roadster die Leistung verträgt. Verträgt er, wie später der M Roadster mit Sechszylinder und bis zu 325 PS bewies. Stärker war auch der V12-Umbau nicht.

BMW X5 Le MansFoto: Uwe Fischer/BMW
Deftig: BMW X5 mit gut 700 PS aus einem LMR-V12.

7er mit M5-Technik für den Motorenpapst

Den umgekehrten Weg ging einige Jahre vorher übrigens die M GmbH: Dem Dienstwagen von Paul Rosche, einem diamantschwarzen 7er der Baureihe E32 verpassten die Techniker den Antriebsstrang eines M5 E34. Der Vierventil-Sechszylinder sieht prachtvoll aus unter der nach vorn öffnenden Haube, die M5-Räder geben einen Hinweis auf das Einzelstück für den Motorenpapst.

Neuester Kommentar

nicht nur das Sie so viel "keine ahnung" zeigen, das es kaum mit den besitz, oder das fahren eines (oder mehrere) Lotus vereinbar ist.
...es sei denn es ist eine von Matchbox.
auch Ihr sozialverhalten passt viel eher zu einen 12jährigen Matchbox-spieler, als zu einen Lotusfahrer (es sei denn in einen MadMax film).
von finanzielle möglichkeiten war nirgends die rede, komisch das Sie das ansprechen, anstatt auf der rest zu antworten.
haben Sie sonst nichts vorzuweisen?
je mehr geld Sie haben/verdienen, desto besser eignen Sie sich als beispiel, das man für kein geld der welt hirn, manieren, verstand kaufen kann.
und das geld auch kein wissen ersetzen kann.

naja... 31. Dezember 2016, 17:49 Uhr
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