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BMW und die Absatzkrise

Kurzarbeit in Dingolfing und Regensburg verlängert

Foto: dpa 75 Bilder

Der Autobauer BMW will die Kurzarbeit in seinen Werken in Dingolfing und Regensburg wegen der andauernden Absatzkrise bis Mai verlängern. Ein BMW-Sprecher bestätigte am Dienstagabend (17.3.) entsprechende Berichte des Bayerischen Fernsehens und der "Mittelbayerischen Zeitung".

17.03.2009

Details will der Konzern aber erst an diesem Mittwoch bei seiner Bilanz-Pressekonferenz in München bekanntgeben. BMW leidet unter der schwachen Nachfrage in der Automobilindustrie. Im Januar und Februar war der weltweite Absatz des weiß-blauen Autobauers jeweils um fast ein Viertel eingebrochen.

23.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

Anfang März hatte BMW-Chef Norbert Reithofer deshalb auf dem Genfer Autosalon bereits erklärt, dass mit den Betriebsräten Gespräche über eine Verlängerung der Kurzarbeit geführt werden. Seit Februar sind an den beiden BMW-Standorten in Dingolfing und Regensburg zusammen rund 23.000 von 28.500 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Eine Sprecherin des Regensburger BMW -Werkes bestätigte Angaben der "Mittelbayerischen Zeitung", wonach die Produktion an dem Standort von 11. bis 18. April ruhen soll. Darüber hinaus gebe es noch keine Planungen, sagte die Sprecherin. Zudem sei die Auslagerung eines Verpackungszentrums im oberpfälzischen Wackersdorf vorläufig vom Tisch. Ursprünglich hätte das Zentrum 2010 an einen externen Dienstleister gehen sollen, davon wären rund 400 Beschäftigte betroffen gewesen.

Die Finanz- und Absatzkrise hat BMW im vergangenen Jahr die Bilanz kräftig verhagelt. Unter dem Strich blieb nur noch ein Gewinn von 330 Millionen Euro, nach 3,13 Milliarden Euro im Vorjahr, wie der Konzern bereits vor einigen Tagen bekanntgegeben hatte. Der Umsatz ging um fünf Prozent auf knapp 53,2 Milliarden Euro zurück. Vor allem Sonderbelastungen drückten auf das Ergebnis. So kosteten allein die Risikovorsorge für die Restwerte bei den Gebrauchten und Kreditausfälle BMW knapp zwei Milliarden Euro. Hinzu kamen Aufwendungen von rund 450 Millionen Euro für den Abbau einiger tausend Arbeitsplätze.

Einen Ausblick auf das laufende Jahr hatte BMW zunächst nicht geben. Er dürfte bei der Bilanz-Pressekonferenz am Mittwoch im Mittelpunkt des Interesses stehen. Reithofer hatte in Genf offengelassen, ob BMW in diesem Jahr schwarze Zahlen schreibt.

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