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BMW und Mercedes wollen Einkaufskooperation

Bei den Verhandlungen über die Kooperation zwischen BMW und Mercedes-Benz gibt es erste Ergebnisse. Wie auto motor und sport aus Unternehmenskreisen beider Hersteller erfuhr, wollen die Unternehmen eine Einkaufskooperation eingehen, um beim Kauf von Komponenten, die nicht markendifferenzierend sind, Kosten einzusparen.

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Foto: BMW / Mercedes

Dabei handele es sich vor allem um Basisfunktionen wie Fensterheber, Zugangssysteme, Verstellmotoren, Lüftungssysteme und Sitzgestelle.

Die Kooperation soll kurz vor der Unterschriftsreife stehen. "Zu einer gemeinsamen, eigenständigen Einkaufsorganisation können wir uns allerdings nicht durchringen", heißt es aus Führungskreisen.

Als gesichert gilt zudem, dass Mercedes in Zukunft seine Zwölfzylinder-Motoren nur noch mit BMW zusammen nutzen wird. Ein potenzieller dritter Partner ist die britische Luxusmarke Aston Martin, die bereits in Gesprächen mit beiden Premiummarken steht. Auch die bereits laufende Kooperation zur Entwicklung eines Hybridantriebes wollen BMW und Mercedes vertiefen. Nach internen Plänen wird Mercedes den Nachfolger der S-Klasse, der 2012 auf den Markt kommt, ausschließlich mit Hybrid-Motoren anbieten. Bei einem weltweiten Jahresabsatz im vergangenen Jahr von 85.500 S-Klasse und zusätzlich 44.000 BMW 7ern lässt Daimler-Chef Dieter Zetsche derzeit durchrechnen, ob nicht sogar eine Eigenentwicklung und Produktion von Lithium-Ionen-Batterien ohne Hilfe von Zulieferern Sinn ergibt, wenn mit BMW kooperiert wird.

Die Gespräche zwischen Mercedes und BMW laufen nun bereits seit mehr als einem Jahr. Bereits im Dezember 2007 hatte Finanzvorstand Michael Ganal im Interview mit auto motor und sport angedeutet, dass eine Zusammenarbeit mit Mercedes auch den Motorenbereich umfassen soll. "Grundsätzlich können wir uns aufgrund der guten Erfahrungen eine projektbezogene Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen vorstellen. Dies gilt auch für Mercedes, beispielsweise im Bereich der Motorenentwicklung. In dem Fall würden wir aber darauf achten, dass die unterschiedlichen Charaktere in den Antriebsaggregaten gewahrt bleiben."
Unabhängig von der vertieften Zusammenarbeit mit Mercedes führt BMW auch die Gespräche mit dem Fiat-Konzern weiter, die in einer Kooperation zwischen Mini und Alfa Romeo münden könnte.

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Autor: Harald Hamprecht
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