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BMW Vision Efficient Dynamics

Hybrid-Sportler von BMW auf der IAA

BMW Vision EfficientDynamics Foto: SB-Medien 73 Bilder

Auch wenn die Zukunft in Richtung Hybridantrieb tendiert, heißt das noch lange nicht, dass es dabei nicht auch sportlich zugehen kann. BMW zeigt auf der IAA die Studie BMW Vision Efficent Dynamics mit Hybridantrieb, die über einen Turbodiesel und zwei E-Motoren verfügt.

30.08.2009 Uli Baumann Powered by

Fahrdynamisch sollte sie sein, wie ein typisches Auto aus der M-Abteilung, dennoch sparsam wie ein Kleinwagen. Herausgekommen ist die Studie BMW Vision Efficent Dynamics, die auf der IAA in Frankfurt Weltpremiere feiern wird.

BMW Vision Efficient Dynamics 8:25 Min.

Zwei E-Motoren und ein Diesel treiben die IAA-Studie Vision Efficent Dynamics an

Der ultraflache 2+2-Sitzer mit seinen nach oben öffnenden Flügeltüren erinnert dabei formal an die Villa d'Este-Studie BMW M1 Hommage, nur kommt die neue Studie deutlich kleiner daher. So misst der BMW Vision Efficent Dynamics 4,60 Meter in der Länge, 1,90 Meter in der Breite und ist nur 1,24 Meter hoch.

Das wahre Highlight des IAA-Debütanten findet sich aber unter der schönen Schale. Den Antriebsstrang des BMW Vision Efficent Dynamics bilden zwei E-Motoren und ein kleiner Turbodiesel. Dieser verfügt über einen Hubraum von 1,5 Liter, der sich auf drei Zylinder verteilt. Direkt vor der Hinterachse platziert, sorgen Common-Rail-Einspritzung und ein Turbolader mit variabler Geometrie für einen Output des Selbstzünders von 163 PS und 290 Nm. Seine Kraft darf der Dreizylinder über ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen auf die Hinterachse übertragen. Ergänzt wird der Diesel durch zwei E-Motoren - einen an jeder Achse.

Die Gesamtleistung der IAA-Studie liegt bei 356 PS und 800 Nm

Der hintere E-Motor wurde zwischen dem Diesel und dem DKG platziert. Er leistet bis zu 38 kW und steuert ein Drehmoment von 290 Nm bei, das den Diesel beim Beschleunigen unterstützt. Im Schubbetrieb arbeitet der E-Motor als Generator. Der zweite E-Motor agiert an der Vorderachse. Dieser leistet im Dauerbetrieb 60 kW und 220 Nm, kurzzeitig sind gar bis zu 104 kW abrufbar. Auch dieser unterstützt den Verbrenner beim Beschleunigen oder arbeitet als Stromlieferant im Schubbetrieb.

Die Gesamtsystemleistung der IAA-Studie gibt BMW mit 356 PS und 800 Nm an. Genug, um der Studie eine Spurtzeit von 4,8 Sekunden von Null auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h zuzusprechen. Zudem realisiert das Antriebskonzept einen variablen Allradantrieb.

Der BMW Vision Efficent Dynamics braucht nur 3,76 Liter

Gespeist wird der Diesel aus einem 25 Liter-Tank im hinteren Mitteltunnel. Die E-Motoren saugen oder beschicken eine aus 98 Zellen bestehende Lithium-Polymer-Batterie mit einer Gesamtspeicherkapazität von 10,8 kWh und einer Nennspannung von 364 Volt. Alternativ kann der Energiespeicher auch an jeder konventionellen Steckdose nachgeladen werden. Zudem wird beim Bremsen Energie zurückgewonnen und auch ein thermoelektrischer Generator entzieht der Abgasanlage Energie.

Eine komplette Ladung der 85 Kilogramm schweren Batterie soll im rein elektrischen Betrieb für eine Reichweite von 50 Kilometern reichen. Der CO2 -Ausstoß soll hier – unter Berücksichtigung der Stromerzeugung – bei 50 g/km liegen. Für den Gesamtantrieb gibt BMW einen CO2-Ausstoß von 99 g/km und einen Durchschnittsverbrauch von 3,76 Liter auf 100 Kilometer an. Die Gesamtreichweite soll bei rund 700 Kilometern liegen.

Leichtbau und aktive Karosserieelemente im BMW Vision Efficent Dynamics

Neben der fortschrittlichen Antriebstechnik soll der BMW Vision Efficent Dynamics auch mit anderen Highlights glänzen. So sollen große Polycarbonateinsatze in den Türen des 2+2-Sitzers Licht in den Innenraum lassen. Diese können sich jedoch je nach Lichteinfall automatisch verdunkeln. Konsequenter Leichtbau soll das Gewicht auf 1.395 Kilogramm drücken und Aerodynamik-Know How aus der Formel 1 sowie aktive Karosserieelemente den Luftwiderstandsbeiwert auf cW 0,22 absenken.

21 Zoll große Leichtlaufreifen der Dimension 195/55 sichern den Straßenkontakt, ein durch Umlegen der Rücksitze erweiterbarer 150 Liter-Kofferraum und eine Zuladung von 445 Kilogramm die Alltagstauglichkeit. Auch die Innenraumgestaltung soll die Leichtbau-Technik der Studie transparent machen.

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