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BMW will Anteil der Leiharbeit senken

Verhandlungen stehen vor Abschluss

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Der Autobauer BMW will den Anteil der Leiharbeit in seinen deutschen Werken nach massiver Kritik der IG Metall deutlich senken.

01.07.2012 dpa

Tausende Leiharbeiter in den deutschen BMW-Werken können mit einer Festanstellung bei dem Autobauer rechnen. Nach massiver Kritik der IG Metall will BMW den Anteil der Leiharbeiter an der Belegschaft deutlich herunterfahren. Nach Informationen der Wirtschaftswoche soll die Zahl von derzeit 12.000 auf 6.000 halbiert werden.

Derzeit verhandelt BMW noch mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat über das neue Konzept. "Wir rechnen mit einer Einigung in den kommenden Wochen", sagte ein BMW-Sprecher am Samstag (30.6.). Der Konzern werde sich erst nach dem Abschluss der Gespräche zu den Einzelheiten äußern.

Gemeinsamer Warnstreik von Leiharbeitern und Stammbelegschaft

Durch die Pläne würde der Anteil der Leiharbeiter an der Belegschaft dem Bericht zufolge von 17 auf acht bis zehn Prozent sinken. Tausende sollen fest angestellt werden, berichtete das Magazin unter Berufung auf das neue Personalkonzept. Der BMW-Sprecher bestätigte diese Zahlen nicht.

Die IG Metall hatte den hohen Anteil der Leiharbeiter in den deutschen BMW-Werken München, Regensburg, Dingolfing, Leipzig, Berlin und anderen Standorten seit Jahren scharf kritisiert. Auch bei den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie war die Einschränkung der Leiharbeit eine zentrale Forderung. Anfang Mai zogen Leiharbeiter und Stammbelegschaft gemeinsam zu einem Warnstreik vor die Konzernzentrale in München.

Eine geringere Zahl der Leiharbeiter geht nach Einschätzung des Betriebsrates bei BMW nicht auf Kosten der Flexibilität. Erstmals sei ein Personalkonzept auf Basis von Szenarien erstellt worden, die bis ins Jahr 2018 reichen, sagte Manfred Schoch, BMW-Gesamtbetriebsratsvorsitzender, der Wirtschaftswoche. Durch flexible Arbeitszeitmodelle und Zeitkonten könne BMW sich der Auftragslage anpassen. "Wir können fast die gesamten möglichen Schwankungen bis 2018 abdecken."

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