Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

BMW X Sport

Bayern-Kurier

Foto: BMW 6 Bilder

Mit einem auffälligen Allradcoupé besetzt BMW ab 2008 eine neue Nische. Der 4,80 Meter lange Viertürer soll der erste Sportwagen mit hoher Sitzposition sein.

31.01.2006 Birgit Priemer

Schon in zwei Jahren beginnt im US-Werk Spartanburg der Bau des BMW-X Sport - eine Neuentwicklung mit kurzem Namen, aber langem Erklärungsbedarf. Schließlich finden sich im Erbgut des Crossover die Gene vieler verschiedener Fahrzeug-Gattungen. Coupé, Offroader, Sportwagen - mindestens drei Konzepte auf einen Streich werden hier vereint, was Unentschlossenen die Qual der Wahl angesichts immer weiter ausufernder Modellprogramme vielleicht sogar etwas erleichtern könnte.

Die Suche nach der Konkurrenz

Es ist nicht einfach, einen adäquaten Konkurrenten zu finden: Die Mercedes R-Klasse als Raumkonzept gleicht dem BMW genausowenig wie der neue Audi Q7, der zwar auch coupéhaft wirkt, aber mit über fünf Meter Außenlänge eine ganze Nummer größer ausfällt. Mit gut 4,80 Meter liegt der neue BMW hingegen in seinen Abmessungen auf dem Niveau des 6er-Coupés und der nächsten X5-Generation, die Anfang 2007 neu auf den Markt kommt. Optischer Pate ist dagegen das 3er Coupé (neu ab Sommer dieses Jahres).
Beide zeigen als Teil der neuen BMW-Formensprache eine stärkere Integration von Kühlergrill und Lufteinlässen. Dieser Eindruck entsteht durch eine Sicke, die sich von der A-Säule diagonal über die gesamte Motorhaube bis in die Schürze zieht. Die Rückansicht prägen eine flach stehende Heckscheibe sowie ein stark gewölbtes Dach, um den coupéartigen Charakter dieses ungewöhnlichen Fahrzeugkonzeptes zu unterstreichen.

Vierradantrieb ist Pflicht, denn BMW zielt mit diesem Modell ganz besonders auf die USA: "Der Marktanteil ist dort riesengroß. Wenn ein Kunde keinen Allradantrieb bekommt, kauft er das Auto nicht. Da diskutiert er überhaupt nicht mehr“, sagt Entwicklungschef Göschel. Deshalb plant BMW, seinen vollelektronischen Allradantrieb X-Drive sukzessive auf alle wesentlichen Baureihen bis zum Siebener auszubauen.
Beim X Sport geht es aber vor allem darum, trotz hoher Sitzposition sportliche Fahreigenschaften zu garantieren. Und deshalb wird das BMW-4x4-System verfeinert und um eine Regelung der Kräfte zwischen den Rädern einer Achse in Querrichtung ergänzt. Dabei bekommt das kurvenäußere Hinterrad zur Erhöhung der Agilität mehr Antriebskraft zugeteilt als das innere.

X-Sport: Ab 2008 mit 3,0-Liter-Reihensechszylinder

Zum sportlichen Anspruch des neuen Modells mit einer Bodenfreiheit von mehr als 200 Millimeter passt auch der Einsatz eines neuen Direktschaltgetriebes. Ab Ende 2007 wird es zunächst das ungeliebte SMG-Getriebe im neuen M3 ablösen, 2008 ist es dann reif für den X Sport, wobei es sich um die erste Großserien-Adaption eines Doppelkupplungs-Getriebes an längs eingebaute Motoren handelt. Geschaltet - ob per Hand oder mit Automatik - wird bei BMW künftig wieder grundsätzlich vom Mitteltunnel aus.

Da es keine mechanische Verbindung mehr zwischen Schalthebel und Getriebe gibt, ist man bei der Anordnung des Bedienhebels mittlerweile völlig frei. Einen Wählhebel am Lenkrad, an den sich die Kunden des Siebener nie richtig gewöhnt haben, soll es künftig nicht mehr geben. Das Motorenprogramm wird auf den Einsatz in den verschiedenen Märkten abgestimmt. Die variable Ventilsteuerung Valvetronic ist in Europa ein Auslaufmodell. BMW wird sich zugunsten einer Verbrauchsreduzierung auf Benzindirekteinspritzer konzentrieren, die sich anders als die Valvetronic-Triebwerke auch gut aufladen lassen. In den USA ist der Einsatz dieser Technik wegen des schwefelhaltigen Kraftstoffs noch nicht möglich.

Der Verkauf des X Sport startet im Frühjahr 2008 mit einem 265 PS starken Dreiliter- Reihensechszylinder und einem Dreiliter-Diesel (286 PS). Es folgt etwas später ein 4,4-Liter-Achtzylinder mit rund 400 PS und - noch einige Monate danach - ein Dreiliter-Basisdiesel mit 231 PS. Die Selbstzünder werden bis dahin auf die neue SCR-Technik zur Reduzierung von Stickoxiden umgestellt, und auch der Einsatz eines Hybridantriebs ist mit Blick auf den US-Markt nicht ausgeschlossen.

BMW entwickelt die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor zusammen mit GM und Daimler-Chrysler. Knapp unter 50 000 Euro dürfte der Einstieg in die schöne neue X-Welt kosten - die im Innenraum mit einem äußerst luxuriösen Ambiente aufwartet. Hochwertige Materialien und aufwendige Technik mit Nachtsichtgerät, Spurhaltewarner und Nahbereichsradar sollen den Passagieren das Leben an Bord so sicher und angenehm wie möglich machen. Und auch der Platz soll nicht ganz so knapp ausfallen, wie es das eng geschnittene Karosseriekleid auf den ersten Blick vermittelt. Vier Personen reisen komfortabel, wobei ein Stahlfederfahrwerk mit Aktivlenkung nicht nur für hohe Agilität, sondern auch für geschmeidiges Gleiten sorgen soll - ein X also, mit dem BMW niemandem ein U vormachen möchte.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige