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Neuer BMW X3 G01 (2017)

Generation 3 des Erfolgs-SUV ist leichter und sauberer

BMW X3 (2017) Mitfahrt Spartanburg Foto: F. Kirchbauer/BMW 43 Bilder

BMW legt den X3 neu auf. Die dritte Generation des SUV ist äußerlich moderat verändert, aber technisch konsequent überarbeitet.

26.06.2017 Gerd Stegmaier 21 Kommentare Powered by

Als der erste X3 im Jahr 2003 auf den Markt kam, war er auch der erste kompaktere SUV eines Premiumherstellers. Entsprechend groß war der Verkaufserfolg. Mehr als 1,5 Millionen X3 hat BMW seitdem verkauft. Bis zum Erscheinen des X1, der in seiner Klasse ebenfalls wieder erster einer Premiummarke war, war der X3 auch BMWs kleinster SUV.

Überschaubares Wachstum, keine Sprünge beim Design

BMW_X3 _M40i _xDrive _2017_NV Foto: BMW
Die Niere wurde größer, das Design hat sich insgesamt evolutionär weiterentwickelt.

Generation 3 misst 4,716 Meter, also etwa so viel wie ein Skoda Kodiaq und damit exakt 5,9 Zentimeter mehr als der Vorgänger. Aber der Radstand ist fast genauso gewachsen: um 5,4 Zentimeter auf 2,864 Meter. Das tut den Proportionen und dem Innenraumangebot gut. Die Gewichtsverteilung ist laut BMW ausgewogen – 50 Prozent lasten auf der Vorder-, 50 Prozent auf der Hinterachse.

Das Design schärfte BMW, ohne eine deutliche Abkehr vom Vorgänger zu vollziehen: Die Niere wurde größer, die neuen LED-Scheinwerfer erinnern an den neuen X1, ohne das Erbe des Vorgängers zu ignorieren, auch die LED-Rückleuchten (auf Wunsch in 3D-Optik) sind eine Mischung aus denen der aktuellen Modelle X5 und X1 sowie dem alten X3.

BMW_X3 _30d _xDrive _xLine_2017_NV
Hier fährt der neue SUV 1:05 Min.

Überraschend geht anders. Aber wie schon beim 5er ist es schwer, BMW daraus einen Strick zu drehen, denn wer ändert schon gern etwas, das blendend funktioniert, nur um des Änderns willen? Bei anderen Modellen sah BMW offenbar größeren Handlungsbedarf und hat sie rigoroser aufgehübscht (zum Beispiel BMW X1), selbst wenn es nur ein Facelift war (zum Beispiel BMW 1er).

Dafür wurde der neue X3 erheblich windschlüpfiger: Der cW-Wert sank von 0,34 auf 0,29, laut BMW ein Bestwert im Segment. Damit schafft der neue X3 20d mit 213 km/h gleich 3 km/h mehr als der alte. Außerdem will BMW das Gewicht des neuen SUV ausstattungsbereinigt je nach Modell um bis zu 55 Kilogramm reduziert haben. Das Leergewicht von neuem und altem X3 30d beispielsweise ist allerdings in beiden Fällen mit 1.820 Kilogramm angegeben, beim X3 20d steht im Datenblatt des alten Modells 1.730 Kilogramm, beim neuen 1.750. Die Mehrausstattung ist wohl recht üppig.

Sitzprobe im neuen BMW X3

BMW X3 (2017) Sitzprobe Spartanburg Foto: F. Kirchbauer/BMW
Sitzprobe im neuen BMW X3: Das Platzangebot reicht für vier mittelgroße Europäer.

Sei‘s drum – was gibt es unter der neu gestylten Hülle? Zunächst mal ein gutes Platzangebot, das im Fond vom längeren Radstand profitiert. 1,85-Meter-Personen haben finden locker eine Handbreit Abstand zwischen Knie und Lehne des Vordersitzes, selbst wenn den ein ähnlich großer Passagier auf sich eingestellt hat. Im Ausstellungsfahrzeug blieb ähnlich viel Platz zwischen Kopf des Fondpassagiers und Dachimmel, obwohl das große Panoramadach mit Sonnenblende verbaut war. Die Rückbank ist außerdem nicht zu hart und bequem. Die Innenraumbreite dürfte drei ausgewachsenen Fondpassagieren nur auf kürzeren Strecken angenehm sein. Dafür ist die Aussicht auch hinten wenig eingeschränkt, so dass auch das Raumgefühl angenehm bleibt.

Vorne wartet ein Cockpit im Stil des Hauses mit dem Fahrer zugewandter Mittelkonsole. Auf ihr thront freistehend das Touch-Display fürs Infotainmentsystem, darunter Lüftungsdüsen, Radio- und Klimaanlagenbedienung. Das wirkt in natura nicht so gedrängt wie auf Fotos. Die mit „Galvanikelementen“ (Aufpreis) bedeckten Tasten der Fensterheber, der Start/Stopp-Knopf sowie die Schalter in der Mittelkonsole sehen edel aus, erinnert an den 7er und fühlen sich so prima an wie die unterschäumten Oberflächen auf dem Instrumententräger. Am besten gefallen uns die metallsichen Dekore der M-Sport-Ausstattungslinie. Die anderen machen zwar auch einen hochwertigen Eindruck, wirken aber wenig modern. Immer schick: Der Klavierlack auf der Mittelkonsole.

Ohne Aufpreis verspricht BMW ein neues Ablagenkonzept mit „mehr und leichter zugänglichen Stauraum als je zuvor“. In die Türfächer sollen jetzt beispielsweise 1-Liter-Flaschen passen – das konnten wir leider auf die Schnelle nicht ausprobieren. Ins Handschufach pass sicher keine Flasche – es macht sich mit seinem großen Deckel viel größer, als es ist – er bedeckt allenfalls zur Hälfte das Fach, der Rest ist Rahmen.

Kofferraum wie gehabt

Gegen Aufpreis lässt sich die Lehne der serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 geteilten Rücksitzbank mehrstufig und einzeln in der Neigung verstellen. Ebenfalls nur optional: Das Ablagenpaket mit Lehnenfernentriegelung vom Gepäckraum aus und ein adaptives Befestigungssystem. Zwischen dessen Schienen warten Fächer unter dem Ladenboden, die leicht zugänglich sind, weil der Ladeboden von selbst hochgeklappt bleibt. Trotz des Größenwachstums außen ist der Kofferraum genau gleich groß geblieben: Er fasst in der Standardkonfiguration 550 Litern und lässt sich auf bis zu 1.600 Liter erweitern. Prima ist die Taste für die elektrische Betätigung der Kofferraumklappe vor den Tastern für die Fensterheber, mit der sich die Klappe auch schließen lässt – genau da würde man diese Taste suchen. Etwas knapp ist allerdings der Öffnungswinkel der Heckklape. Personen ab 1,90 Meter Körpergröße dürften sich leicht den Kopf stoßen.

Ausstattungslinien ähnlich wie beim Vorgänger

BMW_X3 _30d _xDrive _2017_NV_ausstattungslinienvergleich_xLine_luxury-line-msportpaket Foto: BMW
Neuer BMW X3: Hier sehen Sie die Unterschiede in den einzelnen Ausstattungsversionen.

Wie beim Vorgänger gibt es auch beim X3 des Modelljahrgangs 2018 wieder Ausstattungslinien, die von außen und bei der Interieurgestaltung unterscheidbar sind:

  • xLine (puristisch-elegant) mit serienmäßigen Sportsitze (Stoff/Leder-Bezug)
  • Luxury Line (edel) mit Lederpolsterung, Armaturenträger mit Sensatec bezogen, Interieurleisten in Edelholz „Dark Oak“, Akzentleiste in Perlglanz Chrom;
  • Modell M Sport mit M Sport Lederlenkrad, Sportsitzen in M-Optik, Dachhimmel in Anthrazit und neuen Interieurleisten in Aluminium Rhombicle (geriffelt).

Motorvarianten des neuen BMW X3: Diesel und M40i kommen zuerst

Zur Markteinführung des neuen BMW X3 im Herbst 2017 gibt es gleich mal das Topmodell, den M40i (ohne Vorgänger). Ein M-Performance-Modell gab es bisher im X3 nicht. Alle neuen X3 haben die 8-Gang-Wandlerautomatik. Die Daten:

BMW X3 M40i:

Hubraum: 2.998 cm3, Leistung: 265 kW/360 PS bei 5.500 – 6.500/min,
max. Drehmoment: 500 Nm bei 1.520 – 4.800/min,
Beschleunigung [0–100 km/h]: 4,8 Sekunden,
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h,
Verbrauch kombiniert: 8,4 – 8,2 l/100 km,
CO2-Emissionen kombiniert*: 193 – 188 g/km.

Der X3 M40i hat damit 54 PS bzw. 18 Prozent mehr als der bislang stärkste Benziner im BMW X3 xDrive35i. Das maximale Drehmoment von 500 Nm wächst um 100 Nm oder 25 Prozent.

Außerdem zum Marktstart zu haben: Der Vierzylinder- und der Sechszylinder-Diesel. Sie haben beide das volle Abgasreinigunsprogramm inklusive Harnstoffeinspritzung/SCR-Kat an Bord.

BMW X3 xDrive30d:

Hubraum: 2.993 cm3, Leistung: 195 kW/265 PS bei 4.000/min,
max. Drehmoment: 620 Nm bei 2.000 – 2.500/min,
Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 5,8 Sekunden,
Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h,
Verbrauch kombiniert: 6,0 – 5,7 l/100 km,
CO2-Emissionen kombiniert: 158 – 149 g/km.

BMW X3 xDrive20d:

Hubraum: 1.995 cm3, Leistung: 140 kW/190 PS bei 4.000/min,
max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.750 – 2.500/min,
Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 8,0 Sekunden,
Höchstgeschwindigkeit: 213 km/h,
Verbrauch kombiniert: 5,4 – 5,0 l/100 km,
CO2-Emissionen kombiniert: 142 – 132 g/km.

Die schwächeren Benziner kommen erst etwas später:

BMW X3 xDrive30i: (ab Dezember 2017, Vierzylinder)

Hubraum: 1.998 cm3, Leistung: 185 kW/252 PS bei 5.200/min,
max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.450 – 4.800/min,
Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 6,3 Sekunden,
Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h,
Verbrauch kombiniert: 7,4 l/100 km,
CO2-Emissionen kombiniert: 168 g/km.

BMW X3 xDrive20i: (ab Frühjahr 2018)

Vierzylinder-Ottomotor, 8-Gang Steptronic Getriebe,
Hubraum: 1.998 cm3, Leistung: 135 kW/184 PS bei 5 000/min,
max. Drehmoment: 290 Nm bei 1.350 – 4. 600/min,
Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 8,3 Sekunden,
Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h,
Verbrauch kombiniert: 7,2 l/100 km,
CO2-Emissionen kombiniert: 165 g/km.

Die Heckantriebsvariante des „kleinen“ Turbo-Benzin-Vierzylinders kommt nicht zu uns.

BMW X3 sDrive20i: (ab Frühjahr 2018, nicht in Europa)

Hubraum: 1.998 cm3, Leistung: 135 kW/184 PS bei 5.000/min,
max. Drehmoment: 290 Nm bei 1.350 – 4.600/min,
Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 8,3 Sekunden,
Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h,
Verbrauch kombiniert: 7,4 l/100 km,
CO2-Emissionen kombiniert: 169 g/km.

Noch nichts sagen wollte BMW zu einer Hybridversion, ein X3 30e à la 330e ist aber sehr wahrscheinlich und dürfte auch nicht allzu lange auf sich warten lassen. Schwieriger sind konkrete Aussagen über den für 2020 angekündigten rein elektrischen X3, der als konventionelleres Auto aus dem boomenden SUV-Segment mehr Kunden ansprechen könnte, als der exotische i3. Ein elektrischer X3 würde auf Wettbewerber wie den Jaguar i-Pace (2018) oder den Mercedes EQ und Audis etron treffen würde, die nach jetzigem Stand alle früher auf den Markt kommen.

Neue Sonderausstattungen mit Beduftung

Neue (aufpreispflichtige) Ausstattungsfeatures des X3 des Modelljahrgangs 2018 gegenüber dem Vorgänger sind die Klimaautomatik mit 3-Zonen-Regelung (links, rechts, Fond), Klimasitze aus perforiertem Leder Platz für Fahrer und Beifahrer, ein Panorama-Glasdach und die vorderen Seitenscheiben in Akustikverglasung, die auch bei hohen Geschwindigkeiten die Windgeräusche der Spiegelkappen isolieren sollen (Die Akustikverglasung der Frontscheibe ist hingegen serienmäßig). Der Innenraum des neuen X3 lässt sich gegen Aufpreis auch mit acht Düften in drei Intensitäten – tja, eben beduften. Außerdem gibt es auf Wunsch auch den aus dem BMW 7er bekannten Display Schlüssel, der beispielsweise über den Kraftstoffstand, fällige Service- und Wartungsarbeiten informiert oder darüber, ob Fenster und Schiebedach geschlossen sind. Außerdem kann er die Sonderausstattung Standheizung bedienen.

Fahrwerk nur mild überarbeitet

BMW X3 (2017) Mitfahrt Spartanburg Foto: F. Kirchbauer/BMW
BMW hat den X3 in Sachen Fahrwerk nur marginal überarbeitet. Für die neue Generation soll der SUV sportlicher ausgeprägt sein, ohne an Komfort einzubüßen.

Zugegeben: Beim Fahrwerk gab es wenig Anlass zur Veränderung. Drum bleibt es auch in der dritten Generation des X3 bei einer Doppelgelenk-Zugstrebenachse vorn und der Fünflenker-Achse hinten. Trotzdem will BMW den neuen sportlicher gemacht haben, ohne Komfort zu verlieren; dazu machten die Münchner die Schwenklager aus Alu und erleichterten die Rohrstabilisatoren. Den Allradantrieb haben sie für ein Plus an Agilität noch hecklastiger ausgelegt. Außerdem gibt es nun schon in der Basisausstattung 18-Zoll-Leichtmetallfelgen (bisher 17 Zoll), je nach Ausstattung und Motorisierung sind bis zu 21 Zoll große Räder ab Werk zu haben.

Das Standardfahrwerk kann entweder mit der elektronischer Dämpferregelung oder mit dem M-Sportfahrwerk gepimpt werden. Letzteres arbeitet ganz konventionell mit einer strafferen Feder-Dämpferabstimmung sowie härteren Stabilisatoren. Für alle Modelle lässt sich zudem die Sportbremse aus dem M Sportpaket ordern. Die blau lackierten Aluminium-Festsättel mit Vierkolben-Zangen vorn sowie üppig dimensionierte Bremsscheiben. Zu guter Letzt gibt es die variable Sportlenkung aus dem BMW X3 M40i optional auch für die übrigen Modelle.

BMW-Neuheiten1/4 aller BMW fahren ab 2025 elektrisch

Das kostet der neue BMW X3

Download Preisliste BMW X3 (PDF, 6,88 MByte) Kostenlos

Die Preise seines Erfolgs-SUV hat BMW nur moderat angehoben. Der neue BMW xDrive20i ist ab 44.000 Euro erhältlich. Das entspricht einem Aufpreis von etwa 200 Euro, bei anderen Motorvarianten sollen es nicht mehr als 400 Euro Aufschlag gegenüber dem Vorgänger sein, obwohl die Grundausstattung reichlicher geworden ist. Von der zweiten Generation des X3 (F25) verkaufte BMW etwa 950.000 Stück. Angesichts der behutsamen aber konsequent anmutenden Verbesserung des SUV zum Modellwechsel ist die Prognose einer Millionenstückzahl für die neue Generation nicht gerade gewagt.

Technische Daten
BMW X3 xDrive20dBMW X3 xDrive30d AdvantageBMW X3 xDrive20iBMW X3 xDrive30i AdvantageBMW X3 M40i xDrive
Grundpreis47.000 €55.700 €44.000 €51.900 €66.300 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4708 x 1891 x 1676 mm4708 x 1891 x 1676 mm4708 x 1891 x 1676 mm4708 x 1891 x 1676 mm4716 x 1897 x 1676 mm
KofferraumvolumenVDA550 bis 1600 l550 bis 1600 l550 bis 1600 l550 bis 1600 l550 bis 1600 l
Hubraum / Motor1995 cm³ / 4-Zylinder2993 cm³ / 6-Zylinder1998 cm³ / 4-Zylinder1998 cm³ / 4-Zylinder2998 cm³ / 6-Zylinder
Leistung140 kW / 190 PS bei 4000 U/min195 kW / 265 PS bei 4000 U/min265 kW / 360 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit213 km/h240 km/h250 km/h
Verbrauch5,0 l/100 km5,7 l/100 km7,2 l/100 km7,4 l/100 km8,2 l/100 km
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    @ingersheimer1608: volle zustimmung, zumindest für Ihr letzten beitrag.

    @Ghostrider: ich fürchte Sie übersehen oder missverstehen da was.
    das Audi design ist langweilig aus wirtschaftliche gründe, das gehört sozusagen zum konzernkonzept dazu, und das meine ich weder sarkastisch noch als kritik.
    grösse und modellenvielfalt des VW konzerns machen die modulare strategie notwendig, und gleichzeitig erst rentabel.
    um die synergien gut nutzen zu können ist selbst das design sozusagen modular, nicht nur dass sich ähnliche konzepte markneübergreifend mehr oder weniger grosse teile des aufbaus teilen, das geht viel tiefer ins detail.
    bei fast alle karosserieteile, aufbauten und details kann man bei entwicklung und produktion sehr viel sparen, wenn man diesen für mehrere produkte bindet.
    z.b., anstatt 10 verschiedene scheinwerfer vom grund auf zu entwickeln, reichen 2, die dann jeweils in 5 nur zum teil unterschiedlichen scheinwerfer fertig entwickelt und produziert werden.
    (nur so, schnell hingeschmissen, um das konzept zu erklären)
    dadurch darf eigentlich keiner der marken (und noch weniger die jeweiligen baureihen) eine wirklich prägnante, eigene designrichtung bekommen, es wäre einfach nicht wirtschaftlich tragbar.
    klar, Bentley, Lambo und Porsche bilden (großteils) ausnahmen, weil da tradition und image viel wichtiger sind, der preis weniger, ähnlich wie bei BMW und Mercedes.
    das schlimme daran, eine differenzierung erfolgt schon, aber praktisch nur durch zu viele zu oft in zu unterschiedlichen richtungen wechselnden details, was am ende (fast) alles zu konzerndesignbrei reduziert.
    wenn man von designschritte des VW konzerns reden will, würde ich eher Seat erwähnen, die scheinbar etwas länger den aktuellen, sehr gelungenen design behalten darf.
    oder die front von Passat und Arteon, mal was neues, gut gemacht.
    aber der Q-single frame? sorry, aber, was ist so revolutionäres an weiteren zwei (natürlich konzerntypischen) kanten?
    dass sich Skoda und die Qühe bald den unteren teil des grills teilen können?
    dies ist kein designschritt, und schon gar nicht in eine irgendwelche andere richtung, das ist übertriebene kosmetik, der konzernübliche hyperaktivismus in detail, es ist sogar schade dass der so imagebildenden single frame jetzt auch zu nur einer der details zwischen vielen verkommen soll, die ständig verändert werden.
    ja, die differenzierung ist an sich gut, die ausführung ist, wie zu erwarten war, völlig undifferenziert.

    im unterschied dazu, bei BMW schien in letzter zeit tatsächlich ratlosigkeit zu herrschen, bei modellpolitik und design, vielleicht aufgrund der starke personalfluktuation, keine ahnung, auf jeden fall war/ist auch hier ein gewisses detail-aktionismus zu sehen, auch hier bei konfuse eigenidentität der modellen, was viel erschreckender wirkt, da es bei BMW nicht zu den markenidealen gehört.
    jetzt sind aber doch anzeichen von eine neue, vielversprechende designsprache zu erkennen (die des 8er concepts), wenn sie auch ziemlich unauffällig in den letzten, eben konfusen design der letzten modellen eingebaut worden sind.
    das wird ein designschritt werden.

    naja... 28. Juni 2017, 20:51 Uhr
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