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BMW X3

Kaufberatung

Foto: Reinhard Schmid 21 Bilder

Nach wie vor ist der BMW X3 eine große Nummer im Kompakt-SUV-Segment. Die umfangreiche Motorenpalette bietet für jeden Fahrer-Typ den passenden Antrieb - auto motor und sport sagt, welcher das ist.

10.11.2008 Hermann-Josef Stappen

Obwohl der BMW X3 bereits seit 2003 auf dem Markt ist, hält er sich beständig mit an der Spitze im Segment der kompakten SUV. Das ist um so beachtlicher, da der X3 als so genanntes Premium-Modell nach der jüngsten Preiserhöhung nicht unter 35.300 Euro zu haben ist (x-Drive 20i). Nur der deutlich billigere VW Tiguan ist zwischenzeitlich in der Käufergunst mit Riesenschritten am BMW vorbeigezogen. Der VW bietet jedoch keine so breit gefächerte Motorenpalette wie der von Magna in Graz mitentwickelte und gefertigte X3. Sechs Aggregate decken ein Leistungsspektrum zwischen 150 und 286 PS ab.

Mit dem Mercedes GLK bekommt der BMW X3 einen starken Konkurrenten aus dem Premium-Segment. Im Test die Vierzylinder-Diesel.

Antrieb

Drei davon sind Diesel, drei Benziner. Und nur die jeweils zwei Liter großen Einstiegstriebwerke müssen mit vier Zylindern auskommen, während die übrigen mit 2,5 und drei Liter Hubraum zur Gattung der Reihensechszylinder gehören, für die BMW so berühmt ist. Das mit über 70 Prozent beliebteste Modell ist der x-Drive 20d ab 38.300 Euro. Der hieß bis September noch 2.0d, doch ab sofort verwenden alle X-Modelle die neuen, mit dem X6 eingeführten Typen-Bezeichnungen. Vor gut einem Jahr debütierte dieses stark modifizierte Vollaluminium-Triebwerk mit zwei vibrationshemmenden Ausgleichswellen und 177 statt früher 150 PS.

Getriebe

Wie alle X3-Motoren mit Ausnahme des stärksten Diesels verfügt es serienmäßig über ein Sechsgang-Schaltgetriebe, kann jedoch - anders als sein Vorgänger - gegen einen Aufpreis von 2.160 Euro auch mit einer Sechsstufenautomatik geliefert werden. Seither überlässt mehr als die Hälfte aller Käufer des X3 20d der Elektronik das Schalten - eine ungewöhnlich hohe Quote für eine Vierzylinder-Einstiegsmotorisierung. Zu Recht, denn auch im Testwagen harmonierte der kultivierte, durchzugsstarke Common-Rail-Selbstzünder prächtig mit dem Getriebe, sein leichtes Turboloch wird vom Wandler gut kaschiert. Andererseits hängt der Vierventiler gut am Gas, und die Schaltvorgänge erfolgen zwar nicht immer hundertprozentig ruckfrei, aber stets zum richtigen Zeitpunkt. Im Gegensatz zum Zweiliter-Benziner kommt nie das Gefühl auf, untermotorisiert zu sein. Denn der x-Drive 20i wirkt trotz hohem Aufwand mit Bi-Vanos, Valvetronic und Schaltsaugrohr besonders oben raus ziemlich schwach auf der Brust. Auch bei den gemessenen Fahrleistungen hat der Benziner das Nachsehen. Einziger Vorteil ist neben dem geringeren Preis die etwas höhere Laufkultur.

Diesel mit Vorteilen

Schaut man sich jedoch die Unterhaltskosten an, wird klar, dass man mit dem Diesel auf lange Sicht auch wirtschaftlich besser fährt. Interessant ist zudem, dass die Fahrleistungen des x-Drive 20d mit Automatikgetriebe nur unwesentlich unter denen des handgeschalteten x-Drive 25i mit 218 PS liegen - und das bei deutlich geringerem Verbrauch. Wer also nicht unbedingt Wert auf den seidigen Motorlauf des 2,5-Liter-Sechszylinders legt, fährt sogar bei gehobenen Leistungsansprüchen mit dem Zweiliter-Diesel besser. Wer noch mehr Leistung will, muss zu einem der Dreiliter-Aggregate greifen. Der Benziner gehört genau wie das 2,5-Liter-Triebwerk zur im Herbst 2006 eingeführten Motorengeneration mit einem leichten Magnesium-Aluminium-Verbundkurbelgehäuse. Obwohl die Motoren im Kompakt-SUV - anders als in den BMW-Limousinen - noch ohne Benzin-Direkteinspritzung auskommen müssen, mobilisieren sie die identische Leistung. Doch die 272 PS des X3 30i reichen nicht, um sich signifikant vom nur 218 PS starken Diesel-Typ 30d abzusetzen. Hinzu kommt, dass dieser in der Anschaffung nur 500 Euro teurer ist. Wie bei den Vierzylindern müssen sich die Kunden also zwischen seidiger Laufkultur und turbinenartiger Drehfreude auf der einen, bärigem Durchzug und niedrigem Verbrauch auf der anderen Seite entscheiden - und greifen dann meist zum Diesel. Eine gute Wahl, zumal die Einbußen in Sachen Laufkultur und Drehfreude beim Vollaluminium-Motor des x-Drive 30d verschmerzbar sind.

Topversion: X3 35d

Höchste Ansprüche bei Dynamik und Antriebskomfort befriedigt hingegen die X3-Topversion 35d. Dank Stufenaufladung leistet der Dreiliter-Diesel hier 286 PS und ermöglicht damit souveräne Fahrleistungen. Häufiges Ausnutzen der Kraftreserven kann allerdings dazu führen, dass der tatsächliche Verbrauch viel stärker nach oben vom EU-Normverbrauch abweicht als bei seinem einfach aufgeladenen Bruder. Dafür läuft der stärkste Sechszylinder noch etwas kultivierter, und auch die Automatik scheint mit diesem Triebwerk besser zu harmonieren.

Ausstattung

Auch wenn BMW bei der Motorisierung des X3 nicht zu knapp einschenkt - bei der Serienausstattung ist man eher knauserig. Immerhin sind manuelle Klimaanlage, Zentralverriegelung, Aluräder, elektrische Fensterheber und Radio mit CD-Spieler sowie der Allradantrieb grundsätzlich an Bord - was man in dieser Preisklasse auch erwarten darf. Vieles aber, was das Autofahrer-Leben noch leichter und schöner macht, muss extra bestellt und bezahlt werden. Dazu bedient man sich entweder aus der umfangreichen Optionsliste oder greift zu einer der beiden gehobenen Ausstattungslinien - bei BMW Editionen genannt. Je nach Modell und motorenabhängigen Zugaben werden als Aufpreis für die luxuriöse Edition Exclusive zwischen 3.050 und 4.350 Euro fällig. Wichtigste Bestandteile sind neben diversen kosmetischen Details Ledersitze, spezielle 18-Zoll-Aluräder, Bixenon-Licht, Regensensor und Metallic- Lack. Der gehört wie das Lederlenkrad auch zur Edition Lifestyle (950 bis 1.400 Euro), die außerdem 17-Zoll- Aluräder in sportlichem V-Speichen- Design und Stoff-Leder-Sitze bietet.

Comfort Paket Plus

Ein Tipp: Viele sinnvolle Extras sind im "Comfort Paket Plus" zusammengefasst, das sowohl für die Basis-Version als auch für die beiden Editionen erhältlich ist. Darin enthalten sind unter anderem Klimaautomatik, Einparkhilfe, Multifunktions-Lederlenkrad, ein höherwertiges Soundsystem und Servotronic. Für 1.950 bis 3.260 Euro bietet das Paket Preisvorteile von bis zu 1.140 Euro bei den Vierzylinder-Modellen. Interessenten der X3-Varianten 25i, 30i und 30d müssen beim Kauf Folgendes beachten, wenn sie später das Potenzial der Sechszylinder voll auskosten wollen. Serienmäßig rollen diese Modelle nämlich nur auf Reifen der Geschwindigkeits-Kategorie H, die lediglich bis 210 km/h zugelassen sind. Deshalb ist die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf dieses Tempo begrenzt. Nur wer in einem Paket oder als Einzelextra ausdrücklich V-Reifen (bis 240 km/h) bestellt, bekommt seinen X3 ohne elektronische Zügel ausgeliefert. Je nach Motor und Getriebe sind die Modelle dann bis zu 233 km/h (30i mit Schaltgetriebe) schnell. Ein späteres Umprogrammieren der Elektronik - etwa bei einem nachträglichen Wechsel auf V-Reifen - ist laut BMW in der Werkstatt zwar möglich, aber kostenpflichtig.

Sportfahrwerk

Auf das Sportfahrwerk sollte man hingegen besser verzichten. Denn bereits die Serienabstimmung lässt bezüglich Agilität und Handling in Verbindung mit der überragenden Traktion des elektronisch gesteuerten Allradantriebs keine Wünsche offen und bewegt sich in Sachen Federung ohnehin schon auf der straffen Seite. Empfehlenswert sind jedoch die Sportsitze, die sehr guten Seitenhalt bieten und trotzdem auf langen Strecken nicht unbequem werden. Wer es etwas weicher mag, dem sei zu den üppigen Komfortsitzen geraten, bei denen sich die Neigung der Rückenlehnen im Schulterbereich separat einstellen lässt. Doch schon mit den Seriensitzen lässt es sich gut leben.

Ablagenpaket

Wer den mit 480 bis 1.560 Litern ordentlich dimensionierten Gepäckraum öfter nutzen will, sollte zum Ablagenpaket greifen. Das bietet neben diversen Netzen im Innenraum nämlich auch einen Wendeboden mit schmutzabweisender Unterseite sowie ein Schienensystem mit vier verschieb- und arretierbaren Verzurr-Ösen. Grundsätzlich an Bord ist hingegen die praktische Kassette mit ausziehbarem Abdeckrollo und stabilem Trenn-Netz. Trotzdem bleiben allein in der der normalen Optionsliste noch genug Posten zur individuellen Verfeinerung übrig. Damit steigt zwar nicht unbedingt das Klettertalent des X3, aber der Endpreis in ganz neue Höhen.

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