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BMW Z4 GT3 Kundensport-Rennwagen im VLN-Einsatz

Schubert Motorsport macht den BMW flott

VLN 2.Lauf Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 10-04-2010 Foto: SB-Medien 38 Bilder

Das Team von Torsten Schubert hat in der Langstreckenmeisterschaft 2010 eine ganz besondere Mission: Der BMW-Kundensportrennwagen Z4 GT3 soll am Nürburgring das Laufen lernen. Die Fortschritte bei den ersten beiden VLN-Läufen sind vielversprechend.

17.04.2010 Powered by

Schubert Motorsport ist eine Macht am Nürburgring: In den letzten Jahren war das Team des BMW-Händlers Torsten Schubert die Speerspitze von BMW im Kampf um gute Platzierungen im Gesamtklassement der Langstreckenmeisterschaft. Mit dem neuen, von BMW Motorsport entwickelten Kundensportrennwagen Z4 GT3 verfügt das Schubert Motorsport-Team in dieser Saison über eine vielversprechende Ausgangsbasis für weitere gute Resultate. Zwar ist Schubert nicht mehr die alleinige VLN-Speerspitze von BMW, denn das bayerische Schnitzer-Team setzt zwei BMW M3 GT aus der American Le Mans Serie ein, um sich auf den Start beim 24h-Rennen einzustimmen. Doch im Gegenzug ist Schubert Motorsport für die Weiterentwicklung des erst wenige Monate alten BMW Z4 verantwortlich.

VLN-Ergebnis 2. Lauf am Nürburgring 2010: Seriensieger, Schnellster und Zukunftsrenner 4:51 Min.

Die Truppe um Teamchef Torsten Schubert hat bereits vorzügliche Arbeit geleistet, wie ein Blick in die Resultatslisten aus den ersten beiden Rennen zur Langstreckenmeisterschaft belegt: Dort konnte das Schubert-Team den von den Profipiloten Claudia Hürtgen, Stian Sorlie, Jörg Müller, Dirk Müller und Richard Göransson pilotierten Z4 GT3 zwei Mal in den Top-Ten platzieren: Beim ersten Lauf schaffte die Schubert-Truppe Platz neun, beim zweiten Rennen sogar Platz sechs. Die schnellste Rennrunde konnte dabei um fünf Sekunden gesteigert werden. Noch augenfälliger wurde die Speed-Optimierung beim Zeittraining zum zweiten VLN-Rennen: Dort schaffte Richard Göransson eine außergewöhnlich gute Rundenzeit von 8.23 Minuten, allerdings begünstigt durch eine sehr freie Runde mit wenig Verkehr.

BMW Z4 Renncoupé mit Vier-Liter-V8-Motor

Trotzdem: Die Formkurve des Z4 zeigt beständig nach oben, wie die Schubert-Ingenieure Stefan Wendl und Bernd Kretzer bestätigen: "Wir haben bisher insgesamt 6.000 Testkilometer absolviert und stehen damit natürlich noch am Beginn der Entwicklung", so Wendl. Die Entwicklungsarbeit begann mit ersten Testfahrten im Februar. "Dort haben wir natürlich erst mal Kilometer abgespult, um die Standfestigkeit zu überprüfen", so Kretzer. Nach 6.000 Kilometern fällt das Fazit in diesem Punkt absolut positiv aus: "Die mechanische Zuverlässigkeit ist wirklich sehr gut", so Kretzer. Größere Probleme tauchten bisher nicht auf. Nur ein Ventilschaden am Vier-Liter-V8-Motor galt es zu beklagen, doch der Grund war schnell in einer fehlerhaften Motor-Software gefunden.

Peu à peu tastete sich das Team aus Magdeburg ans Limit. Während das erste VLN-Rennen noch dazu diente, das Basis-Setup des GT3-Rennwagens den sehr speziellen Gegebenheiten auf der Nordschleife anzupassen, so wurde beim zweiten Lauf schon kräftiger an der Performance-Schraube gedreht: Beim Freitagstest wurde ein neues Differenzialpaket mit reduzierter Sperrwirkung ausprobiert, dass im Zusammenspiel mit veränderten Kinematikeinstellungen an der Hinterachse die Rundenzeiten um über eine Sekunde verbesserte - wohl gemerkt auf der relativ kurzen GP-Strecke des Nürburgrings!

Der von BMW zum Z4-Test abkommandierte Werkspilot Dirk Müller war voll des Lobes: "Ich bin das Auto am Nürburgring zum allerersten Mal gefahren und muss sagen: Ich bin positiv überrascht. Das Handling konnten wir am Freitag weiter verbessern, das Abtriebsniveau ist gut und auch die mechanische Zuverlässigkeit erstaunlich."

Das BMW M3-Triebwerk ist zu schwach für die Spitze

Beim zweiten Rennen verhinderte starker Pickup und ein später diagnostizierter schleichender Plattfuss im ersten Stint von Stian Sorlie eine bessere Platzierung, denn der Norweger musste bereits nach nur vier absolvierten Runden zum ersten Boxenstopp abbiegen. Das Resümee des Teams war trotzdem positiv: "Wir sind mit dem neuen Z4 bereits zwei Sekunden pro Runde schneller als mit dem ausgetesteten Vorgänger", so Bernd Kretzer. "Vor allem auf dem Fahrwerkssektor haben wir uns dank der Entwicklungsarbeit unseres Stoßdämpfer-Partners Öhlins stark verbessert", lobte Stefan Wendl.

Das einzige Manko des Z4 ist vielleicht noch die Motorleistung: Das M3-Triebwerk verfügt im Vergleich zu den meisten GT3-Klassenkonkurrenten mit vier Litern über einen relativ kleinen Hubraum. Natürlich wird der Hubraumnachteil von den Regelhütern kompensiert, doch die offiziell 480 PS reichen noch nicht, um ganz vorne mitzugeigen. Dennoch glauben viele im Fahrerlager der Langstreckenmeisterschaft, dass der BMW Z4 spätestens ab Mitte der Saison zu den Podestkandidaten zählt. Andere glauben sogar, dass der Z4 bereits beim 24h-Rennen für eine positive Überraschung gut sein könnte.

Der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring startet am 24. April 2010. Der 52. ADAC ACAS H&R-Cup beschließt als letzer Lauf vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring das erste Saisondrittel der einzigartigen Nordschleifen-Rennserie.

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