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BMW Z4

Letzter Härtetest im Winter

Erlkönig BMW Z4 Foto: press-inform 18 Bilder

Während der eine BMW Z4 seinen Einstand auf der Detroit Motor Show feiern darf, müssen sich einige seiner Roadster-Kollegen ein paar tausend Kilometer weiter nordöstlich deutlich unangenehmeren Aufgaben stellen: Letzte Abstimmungsfahrten am Polarkreis.

11.01.2009

Hier herrscht ein rauhes Klima. Doch eigentlich sollte es kälter sein. Tagsüber sinkt das Thermometer derzeit kaum unter minus fünf Grad Celsius. Zumindest nachts und in den frühen Morgenstunden ist es ein paar Grad kühler. Fahrwerk, Motoren, Getriebe und Innenraum des BMW Z4 sind längst gefixt.

Neuer BMW Z4 mit faltbarem Hardtop 7:42 Min.

BMW nimmt Heizung, Regelsysteme und das Dach unter die Lupe

Schließlich ist es der dritte Winter für den neuen bayrischen Zweisitzer. Nochmals nehmen die Entwickler die Regelsysteme, die Heizung und das neue Dach unter die Lupe. Anders als bei den Vorgängern ist der neue Roadster erstmals mit einem Klappdach aus Aluminium ausgestattet. "So lange als möglich hatten wir Prototypen mit beiden Dachversionen in der Erprobung", so BMW-Entwickler Heinz Krusche, "doch irgendwann ist die Entscheidung für das Klappdach gefallen."

Es darf nichts klappern

Wenn der neue BMW Z4 im Mai ab 35.900 Euro bei den Händlern steht, darf dann nichts mehr klappern. Die letzten Abnahmefahrten sind daher besonders wichtig. Denn die Bürde für den neuen BMW Z4 wiegt schwer. Hatte der erste BMW-Roadster der Neuzeit, der 1995 vorgestellte Z3, den Charme des Neuen und eine cineastische Starthilfe von James Bond alias Pierce Brosnan, so muss der neue Z4 von alleine sehen, wie er Kunden um sich schart.

Roadster mit Stoffdach: BMW flunkert
 
Insbesondere vom Klappdach versprechen sich Ingenieure und Marketingleute gleichermaßen einen Schub. "BMW hat sich beim neuen Z4 bewusst für ein Dach aus Alu-Schalenbauweise entschieden, weil ein leichtes Dach - im Gegensatz zu einem schwereren Blechdach - deutliche Vorteile hinsichtlich einer günstigeren Schwerpunktslage bringt", erklärt Z4-Sprecher Friedbert Holz. Wie sich die Zeiten ändern können. Hatten die BMW-Oberen vor Jahren noch vollmundig getönt, dass mit Blick auf den Hauptkonkurrenten Mercedes SLK ein echter Roadster unbedingt ein Stoffdach benötige, so überführen sie sich beim im kommenden Frühjahr auf den Markt kommenden Z4 der zweiten Generation selbst der Flunkerei. Genau wie beim SLK hat nun auch der Zweisitzer ein Alu-Dach, das sich vollelektrisch in 20 Sekunden öffnet. Dass das nicht wirklich schnell ist, zeigt sich bei den Tests im eiskalten Rovaniemi unweit des Polarkreises. Beim ersten Versuch passiert gar nichts. Der BMW piept lautstark - weil wir Tempo 20 fahren. Bitterkalt und unzeitgemäß zugleich: das neu entwickelte Klappdach des Z4 öffnet und schließt nur im Stand. Das ist Technik von gestern.

Mehr Fahrdynamik, mehr Handlichkeit

Die Abstimmungsfahrten auf Schnee und Eis zeigen, dass der Z4 in Sachen Fahrdynamik und Handlichkeit nochmals deutlich zulegen konnte. "Wir haben die Kritik am Vorgänger aufgenommen und dem Wagen mehr Komfort, mehr Lenkpräzision, kurzum mehr Ruhe mit auf den Weg gegeben", erläutert Heinz Krusche, "und trotzdem bleibt der Z4 ein echter Sportwagen. Ziel waren ein Höchstmaß an Alltagstauglichkeit und eine möglichst weite Bandbreite."
 
Das Haifischgesicht mit spitz nach oben zulaufenden Scheinwerfern im 3er-Design und eine Heckansicht, die an den großen 6er erinnert sind beim Prototypen noch mit Spezialfolie getarnt. Es ist jedoch schnell zu erkennen, dass sich das Spiel aus konvexen und konkaven Flächen deutlich stärker zurückhält als bisher. Das Klappdach ist die neue Visitenkarte und die zeigt auf den Straßen am Polarkreis Licht und Schatten. Angenehm schnell heizt sich der schneidige, aber eng geschnittene Innenraum auf. Projektleiter Werner Kleeberger: "Das Raumklima bleibt stabil. Bei einem Stoffdach hingegen kann im Winter manchmal der Eindruck von Feuchtigkeit eintreten."

Im Innenraum dröhnt es

Zudem verweist der BMW-Mann auf eine deutlich bessere Aerodynamik und, "dass das Raumgefühl dank schlanker C-Säule und großer Scheiben sehr angenehm ist". Nicht zu vergessen, den unbestrittenen Aspekt der subjektiven Sicherheit, den scheinbar viele Kunden bei einem festen Klappdach zu schätzen wissen. Vom viel beschworenen Geräuschvorteil ist zumindest bei dem mit Aufklebern verunstalteten Prototypen nicht viel zu spüren. Denn die rumpeligen Eispisten verursachen ein Dröhnen, das sich über Heckablage und Heckscheibe tief in den Gehörgang der Insassen bohrt.
 
Und auch der Motor-Sound verursacht traurige Gesichter. Nicht, dass der Erprobungsträger, der mit dem 306 PS starken Turbo-Sechszylinder ausgestattet ist, ein lahmer oder gar leiser Krieger wäre. Im Gegenteil: Doch der im hohen Drehzahlbereich bissig grollende Vorgänger klang einfach engagierter - ja gefährlicher. Bis im Jahre 2010 eine M-Version folgt, wird der Z4 sDrive 35i mit diesem Motor das Top-Modell sein. Er ist optional mit einer Siebengang-Sport-Automatik mit Doppelkupplung (DKG) ausgestattet und ermöglich Schalten ohne Zugkraftunterbrechung.

Doppelkupplung exzellent abgestimmt

Von den sportlichen Fahrleistungen des sDrive 35i kann man sich auf Eis und Schnee nur in Ansätzen überzeugen. Exzellent abgestimmt erscheint hingegen die aus dem M3 entliehene Doppelkupplung, die BMW Sport-Automatik nennt.
 
Applaus bekommt ebenfalls das neue Cockpit. War dies bisher weder hochwertig noch ein kreativer Volltreffer, so ist die Neuentwicklung ein großer Wurf. Vorbei ist es mit dem wenig überzeugenden Navigationssystem und billigen Gummischaltern. Zwar klappt auch das neue System seinen nun 8,8 Zoll großen Bildschirm wenig innovativ aus dem oberen Teil des Armaturenbrettes aus, doch ist die Bedienung nun standesgemäß an das iDrive-System der neuesten Generation gekoppelt.

BMW Z4 ohne Airscarf und Zusatzlüfter

 
Wer mit Gepäck unterwegs ist, dem bietet der Z4 zwischen 180 und 310 Liter Ladevolumen. Für ein Ski- und Rodelwochenende in Lappland oder den Schweizer Alpen empfiehl sich jedoch die optionale Skidurchlade. Und sollte man auf dem Weg in den Urlaub vom rechten Weg abkommen bietet das Sicherheitspaket des neuen BMW Z4 umfasst neben der steifen Karosseriestruktur Front- und seitliche Head-Thorax-Airbags, Automatikgurte mit neuer Gurtstrammer-Technik sowie eine verstärkte A-Säule und Überrollschutzbügel hinter den Kopfstützen. Zudem gibt es serienmäßig Runflat-Bereifung, Reifen-Pannen-Anzeige und Bi-Xenon-Licht.
 
In der nordfinnischen Kälte und bei geöffnetem Dach vermisst man schnell den warmen Airscarf oder eine Kopfraumheizung, wie ihn Mercedes oder Audi anbieten. BMW-Sprecher Friedbert Holz verweist auf die günstigen Strömungsverhältnisse im Innenraum und dass man "den puristischen Roadster-Charakter nicht durch einen Zusatzlüfter verwässern wollte." Das dürfte mancher Kunde in der kalten Jahreszeit anders sehen - nicht nur, wenn er in Lappland mit offenem Dach unterwegs ist.

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