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BMW Zukunft bis 2015

Viele neue Modelle, einige neue Typen

BMW 1er Sportvan Foto: Christian Schulte 30 Bilder

BMW schließt seine Lücken im Limousinen- und Coupé-Programm. Aus dem 1er Coupé wird bald der 2er, gefolgt vom Sportvan und dem neuen Mini. Auch sonst haben die Bayern noch reichlich Neuheiten in Petto.

17.08.2013 Stefan Cerchez

Die klassische Journalistenaufgabe besteht nicht nur darin, Nachrichten und Neuheiten zu recherchieren, sondern auch zu priorisieren und für den Leser der Reihe nach zu ordnen. Aber das ist, ganz ehrlich, bei BMW im Moment ein Problem. Womit fangen wir jetzt an?

Angesichts der aktuellen Innovationsflut speziell für Menschen, die Veränderungen nicht so mögen, eine zentrale Botschaft vorweg: BMW liebt nach wie vor seinen Heckantrieb und erhält ihn für die klassischen Baureihen. Selbst im elektrisch betriebenen i3 findet sich dieses Layout wieder.

Nach dem 4er rollt Anfang nächsten Jahres mit der 2er-Baureihe sogar noch ein weiterer Vertreter dieser Gattung an. Er schert als Coupé und Cabrio aus der 1er-Familie aus und wird – länger und breiter – auch eine Preisstufe höher platziert. Was ihn so begehrenswert wie den 4er macht? Die ausdrucksstarke Designsprache: Der Kühlergrill ist größer und steht steiler im Wind, die Scheinwerfer sind eleganter geformt als beim 1er. Die veränderten Proportionen lassen ihn im Vergleich zum Vorgänger außerdem straffer und gespannter wirken.

Logischerweise soll der 2er besonders sportlich positioniert werden – wobei wir da
bei einer Innovation wären, die im Einstieg noch gefehlt hat: dem Dreizylinder-Turbo. Kraftvolles Vorankommen ist bei BMW nämlich nicht mehr automatisch mit Reihensechszylindern verbunden, es darf jetzt auch die Hälfte sein. Aus 1,5 Liter Hubraum entwickelt der Motor in unterschiedlichen Ausbaustufen zwischen 122 und 224 PS. Krönung der Baureihe ist dagegen der Reihensechszylinder 235i mit 306 PS.

BMW 2er kommt auch als M-Modell

Die Bedienung erfolgt weiter über den i-Drive, jetzt aber mit berührungssensitiver Oberfläche ausgestattet, so dass der Fahrer die Wahl zwischen Drehen und Drücken oder direktem Auftragen der Buchstaben hat. Durch die Übermittlung von Echtzeit-Verkehrsdaten für die Routenberechnung hilft das System, Staus zu umfahren, vorausgesetzt, man hat die Option Real Time Traffic Information gewählt. Wer sich noch ein weiteres Jahr gedulden kann, der bekommt dann auch die Cabrio-Variante mit Stoffdach. 2015 ist außerdem der M2 reif für ein Wettrennen gegen Audi RS3 (350 PS) und Mercedes A 45 AMG (360 PS): Beim BMW dürfte die Leistung im Vergleich zum Einser Coupé von aktuell 340 auf rund 360 PS steigen. Selbst für die schwächeren Modelle lässt sich das M-Sportpaket ordern, das eine Frontschürze mit großem Lufteinlass, Stoßfänger hinten mit Diffusoreinsatz und Schwellerverkleidung sowie Leichtmetallräder im M Design umfasst.

Ab Frühjahr 2014 stehen bereits die M-Varianten von 3er und 4er parat, die auf der Detroit Auto Show im Januar Weltpremiere feiern. Angetrieben werden die beiden Sportmodelle vom Sechszylinder mit dem Code N55, der erstmals im 5er GT zum Einsatz kam, hier allerdings zwei Lader besitzt, rund 440 PS leistet und den Code S55 trägt. Die Kraft wird
per Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Hinterachse gebracht. Um Gewicht einzusparen (beim M3 rund 80 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger), besteht jetzt auch bei der Limousine das Dach aus Carbon.

BMW Sportvan auch als Siebensitzer

Der neue Van trägt zwar auch die Zusatzbezeichnung Sport, aber mit der Sportwelt der M GmbH hat er nichts gemein. BMW hat sich hier viele clevere Details für den Innenraum einfallen lassen, um dadurch die immer größer werdende Outdoor-Gemeinde zu erreichen. So können Fahrräder an einer speziellen Halterung befestigt und dann bequem in den Innenraum geschoben werden. Nur die Sättel müssen dafür vorher abgenommen werden, können aber in einem extra konstruierten Fach untergebracht werden. Praktisch: die verschiebbare Rücksitzbank, die es Fondpassagieren erlaubt, sich mehr Beinfreiheit zu verschaffen. Wohin die Reise über Stock und Stein geht, kann mittels eines von BMW mitgelieferten Routenplaners wahlweise über das Acht-Zoll-Display im Cockpit oder das Smartphone festgelegt werden. Mit der Connected-Drive-Anbindung kann man sich auch während der Fahrt darüber informieren, wie das Wetter am Zielort ist – für Outdoor-Aktivisten ein hilfreiches Extra.

Dem Fünfsitzer folgt 2015 eine siebensitzige Variante, die dann für Kompaktvans wie Mercedes B-Klasse, VW Touran und Opel Zafira zu einem ernsthaften Konkurrenten avancieren dürfte. Die Plattform ist für Allradantrieb vorbereitet, und das neue Konzept könnte sich so zu einer Art Crossover zwischen Lifestyle-, Outdoor- und Familienwelt entwickeln.

Der Sportvan teilt die Plattform mit dem neuen Mini, der pünktlich zum 107. Geburtstag von Erfinder Sir Alec Issigonis am 18. November seine Weltpremiere feiert. Eine virtuelle Studie gibt jetzt erstmals Einblick in das neue Innenleben. Klar, die Lounge-Sitze sind reine Spielerei, aber das zentrale Display in der Mitte als Heimat für Navigation und Multimedia sowie die Rundinstrumente für Tacho und Drehzahlmesser hinterm Steuer kommen der Serie ziemlich nahe. Erstmals wird es den Mini mit Head-up-Display geben, und auch hier zieht der neue Dreizylinder als Volumenmotor ein. Die Ära des Clubman mit seinem in der Produktion aufwendigen und wenig praktischen Türkonzept geht dagegen dem Ende entgegen. Er wird durch einen Viertürer mit konventionell angeschlagenen Portalen ersetzt.

In der Studie findet sich übrigens ein so genannter Mini Disco-Floor wieder: Im Fußraum sorgt ein heftiges Wechselspiel von Farben, Licht und Formen für Stimmung wie auf der Tanzfläche eines Szene-Clubs. Das liest sich zunächst einmal nett – und macht dem Journalisten an dieser Stelle das Leben endlich leichter: Priorität hat dieses Thema erst einmal nicht.

Weitere BMW-Neuheiten haben wir in unserer Fotoshow zusammengestellt.

Zehn Fragen an Mini:

Wird es einen Viertürer geben?

Die gewachsene Länge und der vergrößerte Radstand erlauben erstmals auch eine viertürige Variante des Mini. Was zeichnet das stilistische Konzept des neuen Mini aus?
Der neue Mini setzt die Tradition des erfolgreichsten Premium-Kleinwagens konsequent fort. Das Konzept hält perfekt die Balance zwischen Tradition und Zukunftsorientierung. Dabei steht der neue Hatch im Mittelpunkt der Modellfamilie. Er ist auf den ersten Blick als Mini erkennbar, die moderne Interpretation des Mini-Designs gibt ihm ein frisches und unverwechselbares Aussehen.

Wie viel Veränderung durfte sein?

Ein Mini muss auf Anhieb als Mini erkennbar sein. Die charakteristischen Proportionen und klassischen Ikonen des Mini-Designs wurden evolutionär weiterentwickelt.

Typische Designmerkmale?

Kompaktes Äußeres, knackige Proportionen, kurze Überhänge und der Eindruck einer sich kraftvoll auf die Räder abstützenden Karosserie ("Stance on the wheels") verleihen ihm seinen agilen Charakter und schon im Stand eine Mini-typische Dynamik. Scheinwerfer und Heckleuchten reichen in die Seitenflächen hinein. Die gewachsene Länge und der vergrößerte Radstand werden durch die horizontale Dreiteilung der Elemente Dach, Greenhouse und Karosseriekörper optisch unterstrichen.

Wie sieht das Cockpit aus?

Alle fahrrelevanten Displays sind im Blickfeld des Fahrers positioniert. Hinter dem Lenkrad sind mehrere Rundinstrumente mit analogen Anzeigen gruppiert. Optional wird erstmals auch ein Head-up-Display zur Verfügung stehen.

Setzen Sie stark auf Multimedia?

Das tun wir mit Mini Connected bereits jetzt. Und wir werden dieses Angebot noch ausweiten.

Gibt es neue Assistenzsysteme?

Wir haben bereits eine breite Palette an Assistenzsystemen. Diese wird ausgeweitet, zum Beispiel durch ein Easy & Safe Parking System, eine Rückfahrkamera und weitere nützliche Systeme.

Gibt es alternative Antriebe?

Wir werden eine komplett neue Motorenfamilie vorstellen, die in puncto Verbrauch und Emissionen neue Maß-stäbe in dieser Klasse setzen wird.

BMW setzt stark auf Leichtbau. Ist das auch bei Mini ein Thema?

Leichtbau ist für jeden Hersteller ein wichtiges Thema. Wir werden durch
einen vermehrten Einsatz von Aluminium weiter an Gewicht sparen und damit die Fahrzeuge noch effizienter machen.

Welche Rolle spielt Aerodynamik?

Die Aerodynamik bei Mini wird weiter optimiert, das können wir verraten.

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