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BMW-Zukunft

Das sind die Pläne des bayrischen Autobauers

BMW Sechser Foto: Christian Schulte 25 Bilder

Der Vorgänger des BMW 5er  verkörperte den Stil der Greta Garbo: unnahbarer Blick, kühle Ausstrahlung. Das soll sich mit der Neuauflage ab Anfang 2010 ändern. Mit Z2 Roadster und der IAA Studie M1 Vision kommt dagegen Schwung ins Sportwagengeschäft.

18.11.2009 Birgit Priemer

Licht und Schatten lagen beim BMW 5er noch nie so eng beieinander wie jetzt. Das gibt sogar BMW Group-Designchef Adrian van Hooydonk offen zu - und sieht darin überhaupt keinen Nachteil: "Wir haben speziell mit diesen beiden Elementen gearbeitet, um das Auto im Vergleich zum Vorgänger gestreckter und leichter wirken zu lassen."

Der Ruf des BMW 5er soll verstärkt werden

Operation geglückt, kann man da nach der ersten Begegnung nur sagen, denn dank der geschickten Biegetechnik wirkt das Blech so skulptural geformt wie noch nie. Eine kräftige Sicke auf Höhe der Türgriffe verschafft dem Auto von der Seite viel Spannung, und markante Ausformungen auf der Motorhaube, die in der Mitte rund um das Firmenlogo zusammenlaufen, sorgen für ein ausgeprägtes Lichtspiel im vorderen Teil der Karosserie. Klar, der Blick wirkt immer noch ein bisschen streng: "Wir haben die Leuchten etwas stärker angeschnitten, um den Effekt eines konzentrierten Blicks zu erzielen. Die Augenbraue im oberen Bereich des Scheinwerfers wird nachts sogar beleuchtet, damit ein hoher Wiedererkennungswert vorhanden ist", so van Hooydonk. Die Strategie ist klar: Der BMW 5er soll seinen Ruf als Vielfahrerauto, mit dem man auf der Autobahn schnell unterwegs sein kann, verstärken. Dabei liegt die Betonung vor allem auf der Dynamik.

Die Mittelkonsole des BMW 5er ist stark Richtung Lenkrad gewölbt

Mit dem Modellwechsel haben sich die Proportionen überraschend deutlich verschoben. Zehn Millimeter flacher und im Radstand um gewaltige acht Zentimeter gestreckt, setzt die Oberklasse-Limousine ihre Hecktriebler-Gene mit langer Motorhaube und einem weit nach hinten versetzten Dach viel deutlicher in Szene als bislang. Ein Auto also, das ganz nach dem Geschmack begeisterter Piloten geformt sein soll - das zeigt sich auch im Innenraum. Die Designer haben den Stil früherer BMW-Cockpits mit deutlicher Fahrerorientierung noch stärker wiederbelebt als beim BMW 7er und die Mittelkonsole ein ganzes Stück Richtung Lenkrad gewölbt. Der Gangwählhebel sitzt auf der Konsole, davor befindet sich ein riesiges Fach für zwei Cupholder und einen Zwölf-Volt-Stromanschluß.

Der Aschenbecher mit Zigarettenanzünder wurde verkleinert und ein Stückchen weiter nach hinten versetzt. Direkt vor den Augen des Fahrers finden sich vier große, leicht ablesbare Rundinstrumente, links vom Lenkrad verstecken sich die Bedienelemente für die Assistenzsysteme. Mit Hilfe dieser Knöpfe kann der BMW 5er-Pilot Tot-Winkel-Warner, Abstandsregeltempomat, Spurhalte-Assistent, Head-up-Display und Nachtsichtgerät bedienen - eine große Kamera im linken Teil der BMW-Niere sendet die entsprechenden Informationen.

Loungiger Wohnraumcharakter im BMW 5er

Passend zum hohen Preisniveau der Oberklasse-Limousine lässt es sich an Bord des Autos luxuriös leben. Die neuen Sitze, konstruktiv auf denen des BMW 7er basierend, sind üppig dimensioniert und mit hochwertig abgestepptem Leder (Extra) bezogen, edle Holzeinlagen oder lackierte Leisten im Bereich des Cockpits und der Türen vermitteln loungigen Wohnraumcharakter. Platz gibt es genug, und die weit aufschwingenden Fondtüren machen den Einstieg auch in Reihe zwei leicht, wo sich die Füße problemlos unter den Vordersitzen verstauen lassen. Nur das Handschuhfach ist eindeutig zu klein, "aber das liegt daran, dass wir für die umfangreiche Technik im Cockpit immer mehr Platz benötigen", erklärt van Hooydonk. Ob der Fahrer das Aluminium-Fahrwerk lieber sportlich oder komfortabel abgestimmt haben möchte, kann er per Knopfdruck selbst entscheiden.

Der CO2-Ausstoß des BMW 5er wurde verringert

Für zügiges Vorankommen sorgen die neuen Sechszylinder-Benziner mit Direkteinspritzung und Turboaufladung, die es im BMW 535i (306 PS) und BMW 540i (326 PS) gibt. Auf der Dieselseite soll vor allem Sparen Spaß machen, und so kommt der BMW 520d in der 163-PS-Version mit verlängerter Übersetzung und tiefer gesetzter Karosserie auf einen ECE-Verbrauch von nicht viel mehr als vier Liter pro 100 Kilometer. Konsequente Reduzierung des CO2-Ausstoßes - dieses Ziel will BMW-Chef Norbert Reithofer auch mit der nächsten BMW 5er-Generation vorantreiben.

Der BMW Z2 soll mit dem VW Roadster konkurrieren

Es folgt die neue Achtgang-Automatik von ZF, von der sich Reithofer in puncto Verbrauchsreduzierung viel erhofft. Die Start-Stopp-Automatik gibt es dann auch für die Sechszylinder und in Kombination mit Automatik. Um den Flottenverbrauch generell zu reduzieren, will Reithofer das Modellprogramm nach unten ausbauen und neue BMW 1er-Varianten anbieten. Davon profitieren sogar spaßhungrige Sonnenanbeter, denn künftig wird es auf Basis des BMW 1er einen offenen Zweisitzer als BMW Z2 geben. Knapp 4,40 Meter lang, soll diese Version mit leichtem Stoffverdeck auch gegen den neuen VW-Mittelmotor-Roadster und seine Ableger bei Porsche und Audi konkurrieren. Der Luft-und-Laune-BMW wird zunächst mit den bekannten Vierzylinder-Motoren angeboten. Wer aber mehr Wert auf Fahren als Sparen legt, kann ihn auch als BMW 135i (306 PS) bekommen. Gut möglich, dass BMW neben dem BMW 1er Coupé später dieses Modell sogar in einer M-Variante anbieten wird.

Die Studie Vision Efficient Dynamics könnte gebaut werden

Das Konzept eines ökologisch orientierten Sportwagens dürfte auch in der BMW 5er-Familie Einzug halten: Die IAA-Konzept-Studie Vision Efficient Dynamics mit einem Hybridantrieb, bei dem zwei E-Motoren mit einem Dreizylinder-Diesel kombiniert werden, "reizt uns alle", so BMW-Chef Reithofer. In den nächsten Monaten soll darüber entschieden werden, wie das Modell in Serie umgesetzt werden könnte: optisch mit Anleihen am BMW M1 aus den siebziger Jahren, technisch in einer Mischbauweise aus Aluminium und hochfesten Stählen, dabei basierend auf dem Baukasten von BMW 5er und BMW 6er .

Auch die BMW X-Baureihe wird modernisiert

Damit Reithofer sein Ziel erreicht, im Jahr 2012 etwa 1,6 Millionen Autos zu verkaufen, müssen allerdings auch die X-Modelle weiter vorangetrieben werden: Dem BMW X1 folgt 2010 die Neuauflage des BMW X3 mit der Allradtechnik des BMW X5, hochwertigerem Innenraum und deutlich verlängerter Karosserie zugunsten eines besseren Platzangebotes. Daneben gibt es moderne Motoren wie den Sechszylinder-Diesel im 30d (235 PS) und den Benziner 35i (306 PS). Alt aussehen dürfte also in den nächsten Jahren weder BMW noch seine Fahrer.

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