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BMW Zukunft

Facelifts und Neuauflagen für 2010

BMW X3 Foto: Schulte 17 Bilder

BMW startet mit Volldampf ins neue Jahr: Erst kommt der 5er, gefolgt vom Touring, dann rollt das 3er Coupé-Facelift sowie die Neuauflage des X3 an. Und Mini bekommt Nachwuchs: Erstmals gibt es ein Crossover.

07.10.2009 Birgit Priemer

Der Abstand zu Mercedes wächst: Rein räumlich betrachtet auf der IAA, weil BMW mitsamt seinen Marken Mini und Rolls-Royce ganz am anderen Ende der Messe in Halle 11 weit entfernt von der Mercedes-Festhalle logiert. Aber auch mit Blick auf die Absatzzahlen: Von Januar bis August hat die Marke im Premiumsegment 47.300 Autos mehr verkauft als Mercedes.

BMW bringt 2010 viele neue Modelle

Die Chance, den Konkurrenten auf Distanz zu halten, stehen gut, denn 2010 zündet BMW ein wahres Modellfeuerwerk. Im Januar startet der neue BMW 5er, im Frühjahr kommt das Facelift für BMW 3er Coupe und Cabrio, dann folgt der neue BMW X3, und im Herbst erscheint der BMW 5er Touring. Kaufanregungen gibt es also genug, wobei der Reiz des Neuen bei BMW gefühlvoller verpackt wird als in der Vergangenheit: Der BMW 5er verliert seinen grimmigen Blick, wirkt kunstvoller geformt und erscheint mit seiner großen Niere statusbewusster als je zuvor. "Der BMW 5er bleibt die sportliche Businesslimousine", erklärt BMW-Entwicklungschef Klaus Draeger, der hier mit dem Modellwechsel die Efficient- Dynamics-Strategie konsequent fortsetzen möchte. Bislang gab es für den BMW 5er noch keine Start-Stopp-Automatik, weil die Adaption zum Ende des Lebenszyklus zu aufwendig gewesen wäre. Doch das wird sich jetzt ändern.

Der BMW 5er hält sein Gewicht

Alle verbrauchsreduzierenden Maßnahmen fließen auch hier ein - inklusive Bremsrekuperation, optimierter Verbrennungsmotoren und intelligentem Energiemanagement. Da der BMW 5er zwar im Radstand um sechs Zentimeter wächst, in der Gesamtlänge aber nur um zwei Zentimeter auf 4,86 Meter zulegt, bleibt das Gewicht nahezu unverändert - ein weiterer wichtiger Baustein, um den Verbrauch zu senken. Im Mittel dürften es rund 15 Prozent sein, die gegenüber dem Vorgängermodell eingespart werden. Start-Stopp zieht nun auch bei den Automatikmodellen ein: Rund ein Jahr nach Verkaufsstart lässt sich sogar die neue Achtgangautomatik von ZF mit diesem System kombinieren, das automatisch dafür sorgt, dass sich die Motoren bei Ampelstopps abschalten. Zugleich kommt die neue Sechszylinder- Generation mit Direkteinspritzung und Turboaufladung zum Einsatz.

Die sechste BMW 5er-Generation wird sparsamer

Reizvollste Varianten dürften der BMW 535i mit 306 PS und bei den Dieseln der BMW 530d mit 245 PS sein. Nach unten rundet ein sparsamer BMW 520d ab Herbst 2010 das Angebot ab, der sich mit weniger als fünf Liter Diesel bewegen lassen soll. Dazu wird die Leistung des Zweiliter-Motors von 177 PS auf 163 PS reduziert, die Übersetzung verlängert und die Karosserie tiefergesetzt - Maßnahmen, mit denen eine vergleichbare Variante auf BMW 3er-Basis im nächsten Jahr anrollt und damit auf einen CO2-Ausstoß von 109 g/km pro Kilometer kommt (hier geht es zum CO2-Rechner ). Das entspricht einem Verbrauch von 4,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Feinschliff beim Fahrwerk, ein besonders sportlich abgestimmtes Hinterachsdifferenzial wie beim BMW 5er GT, Panoramaglasdach und verfeinerte Sprachsteuerung im Innenraum gehören zu den weiteren Finessen der sechsten BMW 5er-Generation.

Leichtes Make-up für den BMW 3er

Beim BMW 3er werden nächstes Jahr Coupé und Cabrio auf den neuesten Stand gebracht. Eine dezente Auffrischung mit LED-Technik-Blinkern, nach unten etwas stärker gewölbten Scheinwerfern und einer Frontschürze mit horizontal verlaufender Chromstrebe - das muss als leichtes Make-up reichen, um dem sportlichen Zweitürer wieder Frische ins Gesicht zu zaubern. Eingriffe ins Blech gibt es keine, dafür jedoch einen dezent überarbeiteten Innenraum mit griffgünstiger platzierten Fensterhebern, neuer Instrumentengrafik und einem verkleinerten Dreh-Drück-Steller.

BMW-Motoren werden abgasärmer

Die Motoren wiederum werden fit für die strengsten Abgasgesetze gemacht. Beim neuen BMW X3 geht es im Herbst 2010 hingegen ans Eingemachte. Mit dem Modellanlauf des BMW X1 in den nächsten Wochen gerät seine Position schließlich etwas ins Wanken, und so darf er um einige Zentimeter auf rund 4,60 Meter wachsen. Die Allradtechnik übernimmt er vom BMW X5, während die Plattform bereits Elemente der nächsten BMW 3er-Generation aufweist, die Ende 2011 neu auf den Markt kommt. Optisch wird der BMW X3 muskulöser, der bislang wenig ansprechende Innenraum wird komplett überarbeitet und aufgewertet. Auch hier ziehen die neuen Benzin- und Dieselmotoren des Hauses ein: Der 35i bringt es ebenfalls auf 306 PS und der 30d auf 245. Der Vierzylinder- Diesel 20d wird überarbeitet und in einer Sparversion offeriert. Ob es dem BMW X3 damit gelingt, seinen kleinen Bruder X1 auf Distanz zu halten, wird sich zeigen. Die Luft wird auf jeden Fall dünner, und zwar nach unten.

Der Mini SUV kommt 2010 auf den Markt

Im Herbst 2010 kommt schließlich noch der SUV von Mini auf den Markt - schon allein optisch mit hohem Verführungspotenzial. Auch der verspielt arrangierte Innenraum dürfte viele Fans finden. Das Auto misst in der Länge knapp 4,10 Meter, ist damit also noch einmal 35 Zentimeter kürzer als der BMW X1 und könnte sich vor allem als trendiger City-Gänger mit Offroadoptik etablieren. Der 260 Liter große Kofferraum bietet Shopping-Fans jedoch nur ein sehr begrenztes Fassungsvermögen, während eine verschiebbare Rücksitzbank immerhin für etwas Variabilität sorgt. Ein großes Faltschiebedach als Extra unterstreicht einmal mehr den Lifestyle-Charakter dieser Variante, die ideell dem Mini Moke aus den Sechzigern nahesteht.

Mini Coupé und Mini Roadster kommen 2011 und 2012

Mini wird immer größer, zumindest wenn es um den Ausbau der Familie geht: 2011/2012 folgen die Roadster und Coupé-Varianten, die in diesen Tagen auf der IAA in Frankfurt ihre Premiere feiern. Die Zeiten für die Premiumkonkurrenten werden wohl noch schwerer: Solche Varianten führt Mercedes weder bei Smart noch A-Klasse, und Audi hat hier vorläufig auch nichts zu bieten. Nicht zuletzt dieser Abstand wächst also immer mehr. 

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