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BMW-Zukunft

Kleine Vans von BMW und Mini ab 2014

Mini City Foto: Christian Schulte 29 Bilder

Die Marke BMW bekennt sich zukünftig auch zum Kompaktvan, die damit eine Lücke im Modellprogramm schließt. Dieses Feld soll künftig nicht mehr der Konkurrenz überlassen werden. Ab 2014 rollen die ersten kleinen Vans an.


24.02.2011 Birgit Priemer

Wenn auto motor und sport die Ergebnisse der Leserwahl "Die besten Autos" vor mehr als 400 Gästen präsentiert, geht es nicht gerade ruhig zu im Saal. Ganz still wird es allerdings, wenn die neuesten Trends vorgestellt werden, die aus der gleichen Umfrage hervorgehen: "Von welcher Marke können Sie sich am ehesten einen sportlichen Van vorstellen?", wollte die Redaktion wissen und beeindruckte mit dem Ergebnis vor allem BMW-Chef Norbert Reithofer: Die Mehrheit votiert mit 40 Prozent für VW, aber ganz dicht dahinter folgt bereits der bayerische Premiumhersteller mit 39 Prozent – noch vor Audi (37 Prozent) und Mercedes (28 Prozent). 

Vans mit Vorderradantrieb und quer eingebauten Frontmotoren

Dabei führt die Marke einen sportlichen Van gar nicht im Programm: Ein BMW 5er GT erfüllt diese Rolle genausowenig wie ein X6, zumal dieser wie X1, X3 und X5 zu den Vertretern der Sport Utility Vehicles gehört. Viel Platz für neue Modelle also, und der soll mit zwei Raumkonzepten gefüllt werden: Vans entstehen 2014 auf Basis des übernächsten BMW 1er und des Mini-Nachfolgers (Modellwechsel 2013).

Dafür ist zunächst ein technischer Paradigmenwechsel notwendig. Während der aktuelle BMW 1er auch nach dem Modellwechsel im Herbst über Heckantrieb und Längsmotoren verfügt, erfolgt bei dessen Nachfolger die Kraftübertragung auf die Vorderräder, die Motoren sind platzsparend quer eingebaut. Dadurch entsteht auf einer Länge von 4,20 Metern mehr Platz im Interieur, der clever genutzt werden soll. 70 Prozent der auto motor und sport-Leser halten bei einem Van nämlich ein flexibles Innenraumkonzept für besonders wichtig, und so wird der 1er Van eine Sitzkonfiguration bieten, die sich mannigfaltig variieren lässt.

Weg frei also für viel Gepäck und trendige Sportgeräte. Mit der erhöhten Sitzposition folgt BMW im Van den Wünschen von 51 Prozent der Befragten und orientiert sich gleichzeitig daran, dass Vans nicht nur für Familien, sondern auch für Menschen mit aktivem Lebensstil interessant sind (46 Prozent) – Ski- und Radfahrer können sich freuen.

Motoren werden kleiner

Die Umfrage zeigt aber auch, dass in Zukunft manches eine Nummer kleiner ausfallen darf – etwa die Motoren: Die Dreizylinder sind bis dahin fertig entwickelt und übernehmen die Rolle der kleinen Vierzylinder mit bis zu 184 PS, wie sie derzeit im Mini zum Einsatz kommen. Darüber rangiert der neue, aufgeladene Zweiliter-Vierzylinder, der jetzt im BMW X1 28i eingeführt wird und über 245 PS verfügt.

Apropos Mini: Er wird mit dem Modellwechsel im Jahr 2013 der erste Vertreter der neuen Plattformstrategie sein und mit einer nie dagewesenen Zahl von Varianten zu einer echten Großfamilie heranwachsen. Auf dem Genfer Autosalon gibt es bereits im März einen ersten Ausblick mit der Studie Mini Rocketman. Nur 3,33 Meter lang, soll der Kleinwagen maximal vier Personen Platz bieten, wobei er im Prinzip als 3+1-Sitzer ausgelegt ist. Hinter dem Beifahrer befindet sich ein vollwertiger Platz. Wenn der Pilot allerdings seinen Sitz weit zurückfährt, wird es dahinter eng. Da fühlt sich dann nur noch ein Kind wohl.

Während sich beim allradgetriebenen Mini Countryman in puncto Länge, Türen und Motoren alles um die Zahl vier dreht, steht hier die Kennziffer drei im Mittelpunkt: rund drei Meter lang, drei vollwertige Sitze, Dreizylinder-Diesel, Verbrauchswerte um drei Liter und passend für drei Welten (Sport, Stadt, Überland). Damit will BMW-Entwicklungschef Klaus Draeger zeigen, dass BMW einen echten Smart-Konkurrenten in der Hinterhand hat.

Mini-Van auf 1er-Plattform

Der künftige Van-Ableger von Mini basiert auf der gleichen Plattform wie der 1er. Im Design sind zwei Entwürfe entstanden, und wer eine Ahnung haben möchte, wie die Modelle anmuten, sollte einen Blick auf die Studie Kia KV7 aus der Hand von Ex-VW-Designer Peter Schreyer werfen. Die hat im Januar bereits auf der Detroit Auto Show für Furore gesorgt: "Der ähnelt stark unserem Entwurf", tuschelten die Mini-Designer hinter vorgehaltener Hand.

Dabei waren es nicht die Flügeltüren des Kia, die Assoziationen weckten, sondern vor allem die Form der Motorhaube, die selbstbewusst hervorragt und nichts mehr mit den flach abfallenden Schnauzen der vergangenen Jahre zu tun hat – endlich werden Vans nach vorne wieder übersichtlicher. Von diesem Segment ist auch das BMW-Elektroauto i3 (ab 2013) nicht weit entfernt, das in seiner Silhouette an eine Mercedes B-Klasse erinnert.

Da hier aber die Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff gefertigt wird, um das hohe Gewicht der Batterie zu kompensieren, dürfte es nicht so viele Varianten geben. Fest steht mittlerweile, dass der Viersitzer das BMW-Markenemblem und die klassische Frontniere tragen wird und unter der Submarke BMW i angeboten werden soll.

Modelle mit Sonderstatus wird es noch weitere im BMW-Programm geben, etwa das viertürige Coupé auf 6er-Basis und das M6 Cabrio. Beide kommen 2012 auf den Markt und werden dann das sportliche Segment beflügeln. Für Modelle diesen Schlages zeigt die auto motor und sport-Trendkurve auch wieder nach oben – aber sie versprechen längst nicht so steile Zuwachsraten wie die Kompaktvans.

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