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Bonhams Versteigerung - Silverstone Classic

Auktion mit Formel 1-Rekordauto

Triumph 2.5PI Competition Saloon Foto: Bonhams 31 Bilder

Rennwagen-Versteigerung: Das Auktionshaus Bonhams verkauft am 24. Juli 2010 in seiner Silverstone Classic Auktion 31 sportliche Fahrzeuge, darunter ein Rekord-Formel 1-Auto und einen Formel Ford-Flitzer, mehrere Replica und Re-Creations.

24.07.2010

Bei der Silverstone Classic Auktion im britischen Silverstone, Northhamptonshire kommen insgesamt 113 Automobilia und 31 Fahrzeuge unter den Hammer. Das Auktionshaus Bonhams stellte eine Reihe an sportlichen Fahrzeugen zusammen.

Rennwagen mit Bonneville-Ehren

Gleich der erste Rennwagen, der am bei der Silverstone Auktion am 24. Juli ab 17:00 Uhr versteigert wird, ist ein Rekordauto. Der Formel 1-Bolide Honda RA06 stellte im Juli 2006 mit 397,36 km/h einen Geschwindigkeitsrekord auf dem bekannten Bonneville Salzsee in Utah/USA auf. Alan van der Merwe erreichte am 17. Juli 2006 mit 220,571 Meilen pro Stunde (354,97 km/h) auf. Nach einem Getriebeschaden startete er am 20. Juli nochmals und erreichte 246,908 Meilen pro Stunde - den heute noch gültigen Rekord. Zudem hält van der Merwe mit dem Honda RA06 auch noch den Rekord für die schnellsten Fliegenden Kilometer (397,36 km/h).

Seit dem Rekordversuch wurde der Formel 1-Wagen nicht mehr gefahren, in den Reifen soll noch Salz aus Bonneville stecken. Der angesetzte Preis liegt bei niedrigen 10.000 bis 20.000 Pfund (11.917 bis 23.834 Euro). Ein Grund dafür ist, dass der RA06 nicht fährt. Der Antrieb muss noch instand gesetzt werden.

Die teuersten Lots: Vorkriegs-Bentley und Aston Martin DBR2

Zwei Fahrzeuge im Auktionskatalog sollen die 100.000 Pfund-Marke durchbrechen - beide sind sogenannte Re-Creation-Modelle. Das bedeutet, sie sind auf der Basis eines zeitgenössischen Fahrzeugs neu aufgebaut worden. Was in weiten Kreisen der Oldtimer-Szene verpönt ist, gefällt vor allem denjenigen, die sich nicht jahrelang auf die Suche nach ihrem Traumklassiker machen und dafür horrende Summen ausgeben müssten.

Wie bei dem Bentley Speed Six Tourer, der im Original bis über 750.000 Euro kosten würde. Bonhams bietet in seiner Auktion eine Re-Creation (Lot 121) an und erwartet ein Höchstgebot bis zu 120.000 Pfund (143.000 Euro). Hier diente ein 1935er Rolls-Royce 20/25hp Fixedhead-Coupé als Basis. 1990 wurde dieser beim britischen Re-Creation-Spezialist Petersen Engeneering zu einem Open Tourer umgebaut. Das Fahrzeug wurde bereits bei der Via Flaminia (2007 und 2008) und dem Grand Prix de Tours in Frankreich (2009) eingesetzt.

Bis zu 110.000 Pfund (131.090 Euro) soll der Aston Martin DBR2 Re-Creation bei der Silverstone Auktion erzielen, der sich einen der schönsten und seltensten Sportwagen zum Vorbild nahm. Der originale DBR2 war die stärker motorisierte Version des DBR1, von dem nur zwei Exemplare entstanden. Der Nachbau wurde mit einem Aston Martin DB4-Sechszylinder, DB4 GT-Getriebe und einer Edelstahlauspuffanlage ausgerüstet.

Auf den Spuren von Ayrton Senna, Damon Hill und Michael Schuhmacher

Fahrfertig und bereit für seinen Renneinsatz ist der 1984er Van Diemen RF84 Formel Ford 1600 Monoposto. 5.000 bis 10.000 Pfund (5.958 bis 11.917 Euro) setzt das Auktionshaus Bonhams für den kleinen Flitzer an. Und wer den rund 500 Kilogramm leichten Rennwagen ersteigert, kann Rennsportgeschichte schnuppern. In der Formel Ford starteten einst Ayrton Senna, Damon Hill, David Coulthard, Eddie Irvine, Mark Webber, Juan Pablo Montoya, Alan McNish, Mika Salo, Mika Hakkinen, Alex Wurz, Kimi Raikonen und Michael Schumacher ihre erfolgreichen Karrieren.

Nachmacher - Replica von Abarth 850 TSC und Austin-Healey Sebring Sprite

Wer weniger Wert auf Originalität als vielmehr das auffällige Äußere legt, sollte sich bei der Auktion die Fahrzeuge mit Losnummer 131 und 136 ansehen. Ersteres ist eine Replica des Austin-Healey Sprite "Sebring" von 1960, die aufwändig aufgebaut wurde. Der 1,3-Liter-Motor leistet dank umfangreicher Eingriffe (polierte Kurbelwelle, Titankipphebeln, schärfere Nockenwelle, polierte Ansaugkanäle, Doppelvergaser) 136 PS. Die Leistung wird über ein Ford-Fünfganggetriebe an die Hinterachse weitergeleitet. Der Aufwand, um diese Replica aufzubauen soll mit 20.000 bis 25.000 Pfund (23.834 bis 29.793 Euro) belohnt werden.
 
Noch auffälliger dürfte die 1963er Fiat Abarth 850 TC-Replica sein (Lot 136), die bei der Silverstone Auktion 14.000 bis 18.000 Pfund (16.684 bis 21.451 Euro) bringen soll. Ganz in weiß kommt der kleine Abarth daher, trägt den charakteristischen riesigen Kühler vor sich wie einen Bauchladen und stellt die  Motorhaube auf, um dem Vierzylinder im Heck genügend Kühlluft zukommen zu lassen. Basis für die Replica war ein Fiat 600D, statt den serienmäßigen 23 PS sollen nun 76 PS die kleine Knutschkugel nach vorne katapultieren.

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