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Bonhams Banbury Run in Oxford

Vom Scheunenfund bis Blaublüter

1934 Austin Seven Special Foto: Bonhams Auctions 77 Bilder

Bei der diesjährigen Bonhams Banbury Run Auktion in Oxford, England, wurden für Fahrzeuge zwischen Traktor und Rolls Royce, Baujahr 1899 und 2008, die Brieftaschen geöffnet. Manchmal weniger weit als man erwartet hätte.

21.06.2013 Franziska Mohr Powered by

Am 15. Juni 2013 fand erneut die Bonhams Banbury Run Auktion in Oxford, England, statt. Hier wurden Fahrzeuge zwischen Traktor und Rolls Royce, Baujahr 1899 und 2008, versteigert. Trotz höherem Gesamtumsatz als im Vorjahr überraschten manche Schnäppchen: EinenRolls-Royce für umgerechnet nur rund 7.400 Euro, oder einen blaublütigen Jaguar für 16.000 Euro findet man nicht so schnell.

Verkaufsquote von 80 %

Mit 109 Lots, von denen mehr als 80 % verkauft wurden, setzte Bonhams 1,5 Millionen Britische Pfund, oder umgerechnet 1.752.250 Euro um. Trotz weniger Lots erzielte das Auktionshaus Bonhams mit ihrem diesjährigen Banbury Run einen Umsatz von umgerechnet rund 525.700 Euro mehr als im Vorjahr.

Mit einem Alter von 114 Jahren war der Columbia Motor Buggy von 1899 das älteste Fahrzeug der Bonhams-Auktion. Die Ähnlichkeit dieses Gefährts mit einer traditionellen Pferdekutsche ist nicht zu verleugnen, doch der Amerikanische "Buggy" wird von einem Zweitakt-Zweizylindermotor angetrieben. Es wird vermutet, dass das Auktionsstück der einzige seiner Art im Vereinten Königreich ist, klar ist allerdings, dass er seit dem London-Brighton Run in 1986 nicht mehr selbst gefahren ist. Danach war er als Ausstellungsstück in einem Englischen Vergnügungspark zu sehen, dessen Betreiber ihn schließlich in Oxford für umgerechnet rund 13.430 Euro verkauften.

Eine weitere Rarität, die über den Auktionstisch ging, ist ein 1981er Talbot Sunbeam-Lotus Rally Car. Dieser brachte ebenfalls 13.430 Euro. Der Wagen mit 63.000 Meilen auf der Uhr ist fahrtüchtig und einsatzbereit, wurde 2004 originalgetreu restauriert, kommt mit Handbuch und spezieller Sicherheitsausstattung (unter anderem Sechspunkt-Überrollkäfig, hydraulische Handbremse und verstärkte Hinterachse) und straßenzugelassenen Reifen.

London-Bus für 22.900 Euro, günstigstes Auto für 469 Euro

Ein anderer Blickfang war der AEC Routemaster RML Doubledecker Bus von 1966. Diese Touristenattraktion kennt jeder, auch wer noch nicht in London war. Knallrot, 9 Meter lang, und bis September 2004 noch offiziell als Linienbus in Einsatz, ist diese Ikone mit gültiger Zulassung ein must-have für alle Anglophilen und London-Fans. Verkauft wurde er für umgerechnet rund 22.900 Euro.

Wer viel Zeit und Spaß am Basteln mitbringt, wurde auch nicht enttäuscht. Drei Fahrzeuge gab es für unter 1.000 Euro, die allerdings großen Restaurationsbedarf vorweisen: ein 1936er Morris Eight Project, welcher vom verstorbenen Vorbesitzer hauptsächlich zum Transport von Yachtteilen im lokalen Hafen verwendet wurde, stand mehrere Jahre in dessen Scheune, bevor er schließlich entdeckt und jetzt für £805 (940 Euro) verkauft wurde. Ein 1959er Morris Minor 1000 Saloon mit roten Ledersitzen, der 2001 zum letzen Mal fuhr, erzielte 672 Euro. Den kleinsten Umsatz für ein komplett erhaltenes Auto verbuchte ein 1973 er MG Midget Mk IV Roadster. Dieses Restaurationsgroßprojekt wurde gekauft wie gesehen für £402 (469 Euro).

Aston Martin DB6 ist Topseller der Bonhams-Auktion

Das andere Extrem gab es allerdings auch: Lot 125. Ein Aston Martin DB6 Sports Saloon, Baujahr 1966 ließ die Kasse klingel: Verkauft wurde er für 156.138 Euro. Erst 1990 wurden Motor und Getriebe generalüberholt und das Chassis restauriert. Der Auktionskatalog wies allerdings darauf hin, dass noch weitere Feinarbeit an Lack und Interieur nötig sei.

Natürlich dürfen bei einer Auktion in der renommierten Universitätsstadt Oxford auch weitere edle Gefährte nicht fehlen. Vier Rolls Royce wurden dieses Jahr beim Banbury Run versteigert: Ein 1952er Silver Wraith "Teviot" Touring (Verkaufspreis umgerechnet 47.020 Euro), für knapp 65.000 Euro gab es einen 1962er Rolls-Royce Phantom V im typischen Harrods Green. Die Limousine ist ausgestattet mit Fernseher, Videoplayer, analogem Fax, mehreren Telefonen, Weinkühler und Cocktailschrank. Für 25.525 Euro wurde ein Silver Cloud III Saloon von 1965 in nicht fahrbereitem Zustand verkauft. Das Edelschnäppchen der Auktion war ein 1980er Silver Shadow II Saloon, der ebenfalls etwas Arbeit benötigt, aber dafür mit passendem Werkzeug verkauft wurde. Den Zuschlag gab es für 7.390 Euro.

Jaguar XJ-S von Herzogin von York

Blaublütig wurde es später dann auch noch: Ein 1988er Jaguar XJ-S V12 Cabriolet wurde versteigert. Erstbesitzer war niemand anderes als Sarah Ferguson, Herzogin von York und Ex-Frau von Prinz Andrew. Erst 2007 komplett restauriert mit noch gültiger Zulassung war dieser VIP nicht zu verachten.  Er erreichte mit 16.000 Euro trotz seiner blaublütigen Vergangenheit sein Estimate von 18.000 bis 23.000 Euro nicht.

16.000 Euro für eine NSU von 1907

Auch Zweiräder wurden von Bonhams in Oxford versteigert. Das Höchstgebot hier belief sich auf mehr als 16.000 Euro für eine 1907er NSU 460cc, das vom Transport Museum in Dover, Südengland, zur Auktion gebracht wurde. Es trägt noch immer das Originalkennzeichen der Erstanmeldung und wurde mehrmals in Rennen erfolgreich gefahren.

Beliebt bei der Bonhams Banbury Run Auktion sind Trial Bikes. Auch dieses Mal wurden drei von ihnen weit über dem geschätzten Wert verkauft: Eine Ex-Brian Povey James 199cc Commando von 1959, eine 1961 gebaute Francis-Barnett 249cc Modell 85 und eine Triumph 199cc Tiger Cub aus den frühen 60ern (verkauft für 3.700 Euro, 2.150 Euro und 3.220 Euro).

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