Bosch: 1 Milliarde Euro Umsatz im Low-Price-Segment

Bosch will auch bei der Belieferung von Herstellern von Ultra-Low-Price-Fahrzeugen wie Tata in Indien gute Renditen erwirtschaften und rechnet schon binnen drei Jahren damit, den Umsatz im Low-Price-Segement auf über eine Milliarde Euro zu steigern.

"Das Low-Price-Vehicle-Segment selbst wird - vor allem in Asien und den Schwellenländern - stärker wachsen als jedes andere Segment, inklusive des Premiummarktes. Weltweit gesehen will Bosch im Low-Price-Segment bis 2010 rund eine Milliarde Euro Umsatz einfahren", sagte Bosch-Indien-Chef Albert Hieronimus auto motor und sport. Dabei wird etwa der indische Hersteller Tata, den Bosch unter anderem mit Einspritzsystemen, Autoelektronik und Bremsen beliefert, ein Wachstumstreiber sein. "Wir werden von 2005 bis 2010 insgesamt 500 Millionen Euro in Indien investieren. Unser Umsatz wird kommendes Jahr um mindestens 20 Prozent wachsen. Im Jahr 2007 werden wir bereits ein Plus in gleicher Größe auf rund 815 Millionen Euro verbuchen können. Inklusive interner Umsätze erreichen wir sogar bereits rund eine Milliarde Euro." Dabei geht Bosch davon aus, auch bei Geschäften im Low-Price-Segment die üblichen Renditen erzielen zu können.

"Wir sprechen hier grundsätzlich über kein Low-Margin-, sondern über ein Low-Cost-Fahrzeug. Wir streben hier eine ähnliche Ziel-Marge wie bei westeuropäischen Volumenmodellen an. Diese liegen zwar nicht immer im zweistelligen Prozentbereich. Aber wir werden Geld damit verdienen, vor allem dank großer Stückzahlen", so Hieronimus. Nach Einschätzung von Bosch werden Fahrzeuge mit einem Nettopreis unter 7.000 Euro im Jahr 2010 rund 13 Prozent des globalen Automarkts ausmachen - das entspricht rund zehn Millionen Fahrzeugen. Das erwartete Segment-Wachstum ist mit fünf Prozent pro Jahr mehr als doppelt so groß wie im übrigen Markt.

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