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Bosch Hockenheim Historic

Formel-1-Erfolg im Rosberg-Auto

Foto: Arturo Rivas 16 Bilder

Traditionell eröffnet das Bosch Hockenheim Historic die historische Motorsportsaison. Spannende Rennen begeisterten die 20.000 Zuschauer im badischen Motodrom.

16.04.2012 Dirk Johae Powered by

Im FIA-Championat für historische Formel-1-Wagen sorgte beim Saisonauftakt, der beim Bosch Hockenheim Historic ausgetragen wurde, ein ehemaliges Auto von Keke Rosberg für Furore - am gleichen Wochenende, an dem Rosbergs Sohn Nico in China seinen ersten Formel-1-Erfolg feierte.

Mit dem Ex-Rosberg-Williams aus der Saison 1982 gewann der Engländer Richard Eyre das Sonntagsrennen der FIA Historic Formula One. Bei einsetzendem Regen zirkelte er den 30 Jahre alten Monoposto auf Trockenreifen am geschicktesten über den badischen Formel-1-Kurs und gewann souverän vor dem Samstag-Sieger Joaquin Folch im Brabham BT49C-Ford aus der Saison 1981.

Duell der Weltmeisterautos in Hockenheim

Das Auto, mit dem Folch beim Bosch Hockenheim Historic gewann, wird von Fredy Kumschick betreut und gehört zur Rennwagensammlung von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Es ist das Schwesterauto des Brabhams, mit dem Nelson Piquet 1981 auf dem Hockenheimring den Großen Preis von Deutschland gewann. Der Brasilianer wurde im gleichen Weltmeister. Keke Rosberg folgte ihm in der Saison darauf. Der Finne sammelte auch in dem Chassis wertvolle Punkte, mit dem Richard Eyre im Motodrom triumphierte.

Die Show des Jan Lammers bei Bosch Hockenheim Historic

Die Zuschauer, die bis zum letzten Rennen im Motodrom ausharrten, bekamen Motorsport vom Feinsten geboten. Dafür sorgte der holländische Ex-Formel-1-Pilot und Le-Mans-Sieger Jan Lammers, der für die erkrankte Karen Campagne das Steuer eines Ford Mustang (1965) übernahm. Dadurch musste der heute 55-Jährige aus der letzten Reihe starten: Nach seiner furiosen Aufholjagd kreuzte er als Dritter die Ziellinie.

SuperSports-Finale in Hockenheim

Viel Dramatik bot der letzte offizielle Auftritt des SuperSports Cups mit den bis zu 880 PS starken CanAm-Boliden und den pfeilschnellen Zweiliter-Sportprototypen. Im ersten Rennen auf trockener Strecke sorgte Timo Scheibner in seinem Lola T222-Chevrolet (1971) mit echter Hockenheim-Historie für den Erfolg. Der Frankfurter bezwang Silvio Kalb, der mit seinem March 76S-BMW (1976) den CanAm-Serienkoordinator Peter Schleifer im mächtigen Lola T310-Chevrolet (1972) in Schach halten konnte. Den lang angekündigten Regen am Sonntag nutzte der Schotte John O’Connell: Er meisterte die rutschige Strecke in einem Chevron B19-Ford (1971) am besten und gewann vor dem langen Schweden Kent Abrahamsson in einem weiteren Chevron.

Erinnerungen an Stefan Bellof

An die glorreiche Vergangenheit des Hockenheimrings erinnerte ein schwarzer Formel-2-Monoposto aus dem Jahr 1982 des heute fast vergessenen deutschen Rennstall von Willy Maurer. Mit einem solchen Auto gewann Stefan Bellof vor 30 Jahren das Jim-Clark-Gedächtnisrennen, der zweite Lauf zur Formel-2-Europameisterschaft. Mit dem von einem 300 PS starken BMW-Formel-2-Motor befeuerten Einsitzer erinnerte der Stefan-Bellof-Fanclub an den großen Tag des äußerst talentierten und mutigen Ausnahmefahrers aus Gießen, der es bis in die Formel 1 schaffte. Bellof starb 1985 bei einem Sportwagen-Weltmeisterschaftlauf in Spa (B).

Weltrekordversuch mißglückt

Die Zuschauer der Bosch Hockenheim Historic erlebten viele spannende Rennen mit historisch wertvollen Rennwagen. Allerdings ging der Plan der Organisatoren, einen neuen Weltrekord für das größte rollende Automobilmuseum wieder nicht in Erfüllung. Statt der erforderlichen 949 Klassiker (Alter: mindestens 30 Jahre) rollten nur 815 Autos über die 4,574 Kilometer lange Grand-Prix-Strecke, angeführt von drei historischen Bosch-Transportern. Damit bleibt der vor zehn Jahren in Zandvoort aufgestellte Guinness-Weltrekord zwar bestehen: Aber auch über 800 Autos auf der Strecke sind eine stolze Zahl.

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