Bosch: Neue Korea-Zentrale

Update ++ Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch baut seine Aktivitäten in Asien aus. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eröffnete Bosch am Freitag (19.10.) seinen neuen Hauptsitz für das wirtschaftsstarke Land.

"Das neue Gebäude ist ein Symbol für die erfolgreiche Entwicklung von Bosch in Korea", sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach bei der Einweihungszeremonie. Gleichzeitig präsentierte er die neue Asien-Strategie.

Bis 2015 soll sich der Umsatz von derzeit 7,5 Milliarden auf 22 Milliarden Euro verdreifachen. Zwischen 2008 und 2010 plant Bosch ein Investitionsvolumen in diesem Wirtschaftsraum von 1,4 Milliarden Euro. Neben den klassischen Gebieten wie der Einspritz- und Sicherheits-Technologie will der weltgrößte Zulieferer vor allem im Bereich der Low Price Vehicles deutlich zulegen.

Bosch prognostiziert für 2015 einen 15 prozentigen Anteil dieser Autos am Weltmarkt. Für die Billig-Autos werden Komponenten mit einfacherer Technik (Low Value Motronic) und deutlich niedriger Lebensdauer verwendet. Beim indischen Tata-Fahrzeug soll zum Beispiel ein Einspritzsystem mit 20 Jahre alter Technologie zum Einsatz kommen.

Korea ist wichtiger Wachstumsmarkt

Für Bosch ist Korea vor allem wegen seiner starken Automobilindustrie wichtig. Mit der neuen zehnstöckigen Zentrale (Kosten: 18 Mio Euro) kann der Automobilzulieferer seine Kapazitäten verdoppeln. "Wir können Kundenprojekte jetzt noch besser vor Ort betreuen", sagte Fehrenbach. Die koreanische Automobilindustrie hat im vergangenen Jahr im Land 3,8 Millionen Fahrzeuge produziert. Künftig sollen die Produktionskapazitäten im Ausland, vor allem in China, stark erweitert werden. Bosch wolle seinen koreanischen Kunden helfen, ihre exzellente Wettbewerbsposition auf den Weltmärkten zu verteidigen oder auszubauen, sagte der Bosch-Chef.

Bosch ist seit fast 90 Jahren mit seinen Produkten im koreanischen Markt und beschäftigt im Lande rund 3.000 Mitarbeiter. An fünf Fertigungsstandorten produziert der Stuttgarter Konzern für die Autoindustrie unter anderem Komponenten für Dieselmotoren und Systeme wie ABS und ESP. Weltweit erwartet die Bosch-Gruppe in diesem Jahr einen Umsatz von über 46 Milliarden Euro (plus fünf Prozent).

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Alexander Bloch / dpa

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