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Bosch setzt auf Diesel-Boom in Asien

Bosch Firmenlogo Foto: Bosch

Der Autozulieferer Bosch will in den nächsten drei Jahren sein Geschäft mit Dieseleinspritzpumpen in Asien deutlich ausbauen. Auch in den USA erwarte Bosch eine stärkere Nachfrage, sagte der Chef des Bereichs Dieselsysteme, Ulrich Dohle, am Donnerstag (7.8.) in Homburg (Saar).

07.08.2008

"In Deutschland und Europa gibt es zwar kein Ende des Diesel-Booms. Es wird aber keine beliebigen Höhenflüge mehr geben." Das Stuttgarter Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 8,9 Milliarden Euro im Geschäftsbereich Dieselsysteme. Die Zahl der Beschäftigten lag bei 58.000.

Nachfrage-Delle in Deutschland

"Momentan haben unsere Kunden in Deutschland mit einer Nachfrage-Delle zu kämpfen", erklärte Dohle. Durch den Trend zu mehr kleineren Fahrzeugen nehme derzeit auch die Diesel-Nachfrage bei Pkw ab. "Das sollte sich aber kurz- und mittelfristig wieder ändern." Nach seinen Angaben liegt der Diesel-Anteil bei kleineren Autos in Deutschland bei etwa einem Drittel, bei Premium-Fahrzeugen dagegen bei 70 Prozent.

Bosch hatte wegen der derzeit sinkenden Nachfrage bei Dieselaggregaten an mehreren Standorten jüngst Schichten gestrichen und dabei von einer Vorsichtsmaßnahme gesprochen. "Im September fahren alle Autohersteller wieder ihre Produktion hoch, überprüfen aber ihre Ziele. Wir wollen vermeiden, dass wir Bestände aufbauen, die hinterher hohe Lagerkosten verursachen könnten", hatte ein Unternehmenssprecher die Maßnahmen im Juli erklärt.

Steigerung in Asien

Derzeit werden im Geschäftsbereich Dieselsysteme 68 Prozent des Umsatzes in Europa gemacht, teilte Dohle mit. Knapp ein Viertel der Erlöse komme aus Asien und acht Prozent aus den USA. "In China und Indien findet wegen der neuen Emissionsgesetzgebung ein Umdenken statt", sagte Dohle. Daher plane Bosch in den nächsten drei Jahren, den Umsatzanteil mit Dieselsystemen in Asien auf rund 35 Prozent zu steigern. In den USA sollen die Erlöse von acht auf zwölf Prozent zulegen. Der Anteil in Europa soll auf rund 50 Prozent zurückgehen.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge Ende September in Hannover werden nach Angaben des Bosch-Managers zwei Themen vorherrschen und den roten Faden für die Messe liefern: Die CO2-Debatte und der Kraftstoffverbrauch. Es gehe um die Entwicklung von technischen Lösungen wie das Downsizing, bei dem mit kleineren Motoren eine höhere Leistung erzielt wird.

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