Brabus EV 12 auf dem Autosalon Genf 2010

Im Brabus EV 12 diskreter auf Tempo 370

Mit dem Brabus EV12 "One of Ten" zeigte Brabus auf der IAA eine limitierte Sonderserie der superschnellen Limousine. Zum Autosalon Genf folgt nun eine optisch dezentere Version des EV12, die aber nicht weniger stark daher kommt.

Das Herzstück des Brabus EV12, der auf dem Autosalon in Genf Weltpremiere feiert, ist nach wie vor der auf 6,3 Liter aufgebohrte Biturbo-V12, der dem Mercedes S600 entliehen wurde.
Drehmoment und Vmax werden begrenzt Neben dem erweiterten Hubraum sorgen bearbeitete Zylinderköpfe, Sportnockenwellen, ein neuer Ansaugbereich, ein neuer Abgastrakt, wassergekühlte Ladeluftkühler und spezielle Abgasturbolader zusammen mit einer neu abgestimmten Motorsoftware für 800 PS und 1.420 Nm. Weil aber selbst die verstärkte Fünfgang-Automatik damit überlastet wäre, wird das maximale Drehmoment im Fahrzeug auf 1.100 Nm begrenzt. Damit diese dann auch ihren Weg auf den Asphalt finden, kommt an der Hinterachse ein Sperrdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung zum Einsatz. Je nach Achsübersetzung erreicht der Brabus EV12 eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 370 km/h. Mit Rücksicht auf die Reifen wird aber auch hier abgeregelt - bei 350 km/h ist im Straßenbetrieb Schluss. Der Spurtlust darf der Brabus EV12 ungehemmt fröhnen: 100 km/h sind aus dem Stand nach 3,7 Sekunden erreicht. Die 200 km/h-Marke fällt nach 9,9 Sekunden und nach 23,9 Sekunden sind bereits 300 km/h erreicht. Breitbaukit aus Kohlefaser Um auch die Fahrstabilität bei hohen Tempi zu gewährleisten, hat Brabus für die Mercedes E-Klasse ein Aerodynamikpaket aus Kohlefaserlaminat entwickelt. Kotflügelverbreiterungen vorn und hinten lassen den EV12 um 36 Millimeter in die Breite gehen. Eine neue Frontschürze schaufelt mehr Kühlluft in den Motorraum und zu dem Bremsen, die durch Kiemen hinter den Vorderrädern wieder entweichen kann. Seitenschwellerleisten sorgen für eine Beruhigung des Luftstroms an den Flanken. Die Heckschürz mit integriertem Diffusor versucht Gleiches am Heck. Ein dezenter Spoiler auf dem Kofferraumdeckel müht sich um zusätzlichen Abtrieb, während im Untergeschoss der V12 seine Lebenslust aus den vier Endrohren der Sportabgasanlage brüllt. Abgerundet wird der EV12-Umbau durch 9,5x19 Zoll große Leichtmetallräder mit Reifen der Dimension 265/35 vorn und 285/30 auf der Hinterachse. Die großen Felgen schaffen aber auch Raum für eine Hochleistungsbremsanlage mit 380er Scheiben und Zwölfkolben-Sätteln vorn sowie 360er Scheiben und Sechskolben-Sätteln hinten. Den Innenraum des EV12 wertet Brabus wie gewohnt mit einem Mix aus Leder, Alcantara und Kohlefaser auf. Auf Wunsch werden auch umfangreiche Multimediainstallationen getätigt, denn wer will bei 370 km/h immer nur aus dem Fenster schauen.
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Uli Baumann

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