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Brabus G V12 S Biturbo auf dem Autosalon Genf 2009

700 PS im G-Modell

Brabus G V12 S Biturbo Foto: Brabus 19 Bilder

Der Oberförster kann jetzt im Notfall noch schneller zu einem an Haselnussallergie leidenden Eichhörnchen eilen. Denn Brabus hat sich des Mercedes G-Modells angenommen und ihm einen 700 PS starken Biturbo-V12 verpflanzt.

19.02.2009

Als Basis für den Brabus G V12 S Biturbo dient die Mercedes G-Klasse. Der in Bottrop ansässige Hersteller verfeinert den Allradler in Handarbeit und verbaut den aus dem Mercedes S 600 bekannten V12 Biturbo-Motor unter der Motorhaube. Freilich nicht, ohne vorher auch am Triebwerk Hand anzulegen.

1.320 Newtonmeter Drehmoment

Mit Hilfe einer neuen Kurbelwelle mit längerem Hub, größerer Kolben und Zylinderbohrungen wächst der Hubraum von 5,5 auf 6,3 Liter. Zudem bearbeiten die Brabus-Mannen die Zylinderköpfe und implantieren Spezialnockenwellen. Um die Mehrleistung von 123 PS im Vergleich zum 517 PS starken Serienmotor zu realisieren, kommen zudem größere Turbolader, eine optimierte Ladeluftkühlung sowie eine Edelstahl-Auspuffanlage zum Einsatz. Zu guter Letzt wird die Motorelektronik an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst.

In Zahlen ausgedrückt schlägt sich der Eingriff am Biturbo-Herz wie folgt nieder: Bereits bei 5.100 Touren liegt die Höchstleistung von 700 PS an, das maximale Drehmoment von 1.320 Newtonmeter steht schon bei 2.100 Kurbelwellenumdrehungen zur Verfügung. Mit Rücksicht auf die dadurch stark beanspruchte Antriebseinheit wird der Drehmoment-Hammer allerdings elektronisch auf 1.100 Newtonmeter begrenzt. Das schont auch das Fünfgang-Automatikgetriebe.

Trotz seiner suboptimalen Aerodynamik soll der Brabus in 4,3 Sekunden auf maximales Landstraßentempo sprinten, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 240 km/h begrenzt. Ohne die freiwillige Selbstbeschränkung wären laut Brabus 260 km/h realisierbar. Der gestiegenen Motorleistung trägt Brabus mit einer neuen Bremsanlage Rechnung. Zum Durchschnittsverbrauch machen die Bottroper keine Angaben. Allerdings soll der Brabus G V12 S Biturbo die Euro 4-Abgasnorm erfüllen.

Optische Präsenz

Die gesteigerte Motorleistung ist dem schwarzen Ungetüm sofort anzusehen. Hierfür sorgen neben den speziellen Leichtmetallfelgen auch Kotflügelverbreiterungen sowie das Spezialfahrwerk, das den G näher an die Straße rückt.

Die Front- und Heckschürze gestaltet Brabus ebenfalls neu und spendiert seiner jüngsten Kreation LED-Tagfahrleuchten. Diese verleihen dem V12 S Biturbo jedoch eher einen etwas drolligen denn einen bösen Gesichtsausdruck. Spielerei am Rande: Die serienmäßigen Trittbretter erstrahlen beim Betätigen der Fernbedienung oder beim Öffnen der Türen in blauem LED-Licht.

Luxus im Innenraum

Wie bei allen Brabus-Modellen erfährt auch der Innenraum eine luxuriöse Aufwertung, der bis auf den persönlichen Kreditrahmen fast keine Grenzen gesetzt sind. Ein Sportlenkrad, Edelstahl-Einstiegsleisten sowie die Vollederausstattung in Mastik-Leder sind nur die Spitze des Luxus-Bergs. Auf Wunsch sorgt zudem ein Multimedia-System mit DVD-Wechsler, DVBT-TV-Tuner, Spielekonsole und acht Zoll großen LCD-Monitoren in den vorderen Kopfstützen für Heimkino-Atmosphäre.

Die Fondpassagiere dürfen Filme oder Musik über die kabellosen Infrarot-Kopfhörer genießen, während sich der Fahrer ungestört der Bändigung des PS-Monsters widmen kann. Die Preise für den Brabus G V12 S Biturbo beginnen bei 379.000 Euro.

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