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Brennstoffzellen-SUV

Erste Praxistests mit VW Tiguan und Audi Q5

VW Tiguan Hymotion 9 Bilder

Ab Ende Oktober sollen sechs Brennstoffzellen-Fahrzeuge aus dem VW-Konzern ihre Alltagstauglichkeit in Berlin unter Beweis stellen, darunter zwei VW Tiguan HyMotion und zwei Audi Q5 HFC.

21.10.2009 Powered by

Volkswagen erhofft sich in dieser ersten Phase des Brennstoffzellen-Praxistests wertvolle Erkenntnisse zur Weiterentwicklung dieser Technologie.  Weitere Phasen sollen in den kommenden Jahren folgen: So sollen die Fahrzeuge bis Ende 2010 technische Updates erhalten und die Infrastruktur sowie die Erprobung der Technik unter Alltagsbedingungen vorangetrieben werden.

Brennstoffzellen-Test in drei Phasen

In der dritten Phase steht bis Ende 2016 die Marktvorbereitung der Wasserstofftechnologien für den Verkehrsbereich im Mittelpunkt. Das so genannte Clean Energy Partnership-Programm (CEP) findet im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) statt. Als Versuchsträger stehen die Brennstoffzellen-Versionen des VW Tiguan, des VW Caddy Maxi und des Audi Q5 zur Verfügung.

VW Tiguan HyMotion 

Das Forschungsfahrzeug VW Tiguan HyMotion trägt sein Brennstoffzellensystem mit einer Gesamtleistung von 80 kW im Motorraum. Hier arbeitet auch der Elektroantrieb, der eine Maximalleistung von 100 kW entwickelt und eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h erreichen soll. In rund 14 Sekunden beschleunigt der VW Tiguan HyMotion von Null auf 100 km/h. Als zusätzlicher Energiespeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie unter dem Kofferraumladeboden, die neben der Energie der Brennstoffzelle die Bremsenergierückgewinnung als Quelle nutzt. Im Bereich unterhalb der Rückbank wurde der 3,2 Kilogramm fassende Wasserstofftank integriert.

Zum Thema Brennstoffzelle

Die Elektrizität wird beim Brennstoffzellenfahrzeug an Bord erzeugt, indem in der Zelle Sauerstoff und Wasserstoff (H2) reagieren. Dabei entsteht außer Wasserdampf keinerlei Abgase. Wasserstoff wird als Kraftstoff für Fahrzeuge allerdings nur da nennenswertes Potenzial haben, wo solche Autos gesetzlich vorgeschrieben sind, H2 in entsprechenden Mengen verfügbar und eine Infrastruktur vorhanden ist.

Die Vorteile des Wasserstoffantriebs liegen im lokal emissionsfreies Fahren, dem geräuscharmen Antrieb und der großen Reichweite. Besonders in Großstädten, in denen künftig auch Fahrverbote verschärft werden, könnte sich die Brennstoffzelle zur echten Alternative entwickeln. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Noch ist die Herstellung von Wasserstoff sehr energieintensiv – zudem ist der Aufwand zur Speicherung im Fahrzeug noch zu groß. In Europa gibt es außerdem noch keine bestehende Verteilungs-Infrastruktur und die Technologie ist schlichtweg noch zu teuer. Vorreiter im Praxisbetrieb ist der Honda FCX, aber auch in der Mercedes B-Klasse wird die Brennstoffzelle intensiv erprobt. So testet auch Daimler derzeit erste Prototypen der Brennstoffzellen-B-Klasse in Hamburg und Berlin auf ihre Alltagstauglichkeit. Eine Großserienfertigung soll im Jahr 2015 beginnen.

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