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Briggs Automotive Company - BAC Mono

Rollout des britischen Extremsportlers

BAC Mono Foto: BAC 17 Bilder

Der BAC Mono könnte schon bald die Konkurrenz der Extrem-Sportwagen wie KTM X-Bow, Ariel Atom und Caterham aufmischen. Exklusive Vorstellung des 540-Kilo-Leichtgewichts mit Cosworth-Vierzylinder.

08.05.2011 Powered by

Die britische Briggs Automotive Company, kurz BAC, hat den Mono entwickelt. Sein Name ist Programm: Die 540 Kilogramm leichte, zum großen Teil aus Kohlefaser gefertigte Straßenrennmaschine ist als reiner Einsitzer konzipiert. Neben der milden Wintersonne sorgt der Ultraleichtbau-Sportler mit Straßenzulassung für erste Frühlingsgefühle auf der Rennstrecke des Ascari Race Resorts nahe der andalusischen Stadt Ronda. Ein Boxentor öffnet sich - die Mechaniker-Crew rollt den BAC Mono heraus.

Mono spurtet in 2,8 Sekunden auf 100

Angetrieben wird der BAC Mono von einem Vierzylinder-Saugmotor von Cosworth mit 2,3 Liter Hubraum und 284 PS, der auch im Caterham Superlight R500 arbeitet. Mit einem Leistungsgewicht von 1,9 kg/PS soll der BAC Mono innerhalb von 2,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen. Ende des Vortriebs? Erst bei 273 km/h. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmeter wird im BAC Mono über ein sequenzielles Sechsganggetriebe von Hewland an die Hinterachse weitergeleitet. Die Gangwahl erfolgt über Schaltwippen am Multifunktionslenkrad.
 
Rennsport-ähnlich versorgt im BAC Mono ein Display auf dem Lenkrad den Fahrer mit Informationen (Öl- und Wassertemperatur, Öldruck, Rundenzeiten, Geschwindigkeit). Außerdem gibt es eine Schaltanzeige. Das minimalistische Cockpit wurde für Fahrer mit einer Körpergröße zwischen 1,57 und 1,96 Meter ausgelegt. Dank des abnehmbaren Lenkrads soll das Einsteigen in den Einsitzer mehr oder weniger unkompliziert sein. Für eine ideale Sitzposition lassen sich im BAC Mono die Pedale ebenso wie die Lenksäule verstellen.

BAC Mono ist Minimalisitisch

Technisch gesehen ist der BAC Mono so minimalistisch wie möglich gehalten. Die aerodynamische Konstruktion soll aber einen Schritt über konzeptionell ähnliche Fahrzeuge wie den Ariel Atom oder KTM X-Bow hinausgehen. So soll die aerodynamische Balance des BAC Mono neutral sein. „Wenn ein so leichtes Auto Abtrieb hat und das Limit überschritten wurde, ist es mit der Kontrolle schlagartig vorbei“, erklärt BAC-Chef Neil Briggs.
 
Der Mono ist ein Gemeinschaftsprojekt der BAC-Ingenieure im britischen Cheshire und des Konstruktionsteams von Adaptive Space in Stuttgart. Gleichzeitig ist die Herkunft der Mono-Bauteile so paneuropäisch wie ein Airbus: AP Racing, Cosworth, Hella, Hewland, OZ Racing und Sachs. Die Radaufhängung besteht aus Doppelquerlenkern mit über Pushrods angelenkten Federbeinen. Um die Feinabstimmung im BAC Mono zu erleichtern, verfügen die Sachs-Rennsport-Dämpfer über einen breiten Zug- und Druckstufen-Einstellbereich. Außerdem kommen einstellbare Stabilisatoren an jeder Achse zum Einsatz.
 
Wegen der nahezu ausgeglichenen Gewichtsverteilung des BAC Mono haben die Ingenieure entschieden, an jedem Rad gleich große Bremsscheiben mit 295 Millimeter Durchmesser zu verwenden. Rundum kommen Vierkolben-Bremssättel zum Einsatz. An der Hinterachse verfügt die Bremsanlage über eine manuelle Feststellbremse, die eine gesetzliche Grundvoraussetzung für die Straßenzulassung in Großbritannien ist.

Rollout mit offenem Ausgang

Ob der 80.000 Euro teure BAC Mono demnächst auch für die strikten Zulassungskriterien auf dem deutschen Markt vorbereitet wird, ist noch ungewiss. Fazit des Rollouts in Ascari: Bis der BAC Mono einen Angriff auf die Konkurrenz von KTM X-Bow & Co. starten kann, wird noch ein wenig Zeit ins Land gehen.

Hier kommen Sie zum ersten Fahrbericht mit dem BAC Mono.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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