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Milliardenprojekt

Bundesregierung billigt Fehmarnbelt-Verbindung

Foto: dpa

Die Bundesregierung hat den Bau einer festen Straßen- und Zugverbindung über den Fehmarnbelt beschlossen. Zwischen der deutschen Ostsee-Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland soll entweder eine Brücke oder ein Tunnel gebaut werden.

10.12.2008

Diese Frage werde im kommenden Jahr in Dänemark entschieden, teilte die Bundesregierung am Mittwoch (10.12.) in Berlin mit. Bisher müssen Autos, Lastwagen und Züge auf Fähren den 19 Kilometer breiten Fehmarnbelt überqueren.


Das Bundeskabinett verabschiedete einen Gesetz-Entwurf, mit dem ein entsprechender Vertrag zwischen Deutschland und Dänemark umgesetzt wird. Deutschland und Dänemark erwarten von der Brücke oder dem Tunnel eine Verkürzung der Fahrzeit um eine Stunde. Beide Länder wollen den Verkehr zwischen Zentraleuropa und ganz Skandinavien erleichtern. Dänemark soll die etwa 4,8 Milliarden Euro Baukosten für das Projekt bezahlen. Deutschland übernimmt die Kosten für die Anbindung an den Bahn- und Autoverkehr in Höhe von etwas mehr als 800 Millionen Euro.

Gegner des Baus hoffen weiter, das Verkehrsprojekt noch zu verhindern. "Wir halten die feste Querung nach wie vor für eine bekloppte und ökologisch nicht zu vertretende Idee", sagte ein Vertreter des Naturschutzbundes NABU. Umweltverbände, Gewerkschaften und Vereine auf Fehmarn befürchten unter anderem Umweltschäden, einen Rückgang des Tourismus und den Verlust von Arbeitsplätzen.

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