Bugatti 16 C Galibier mit Hybrid-Antrieb und 1.000 PS

Die stärkste Limo der Welt stellt sich vor

Bugatti Galibier

Der Bugatti 16C Galibier, der seit 2009 nur in erlauchten Kreisen vorgestellt wurde, wird gebaut. Das bestätigte Bugatti-Boss Wolfgang Dürheimer bereits vor einigen Monaten. "Doch noch fehlt uns die Freigabe des Konzernvorstands", so der Bugatti-Boss unlängst. Deshalb sei frühestens in drei bis vier Jahren mit dem Verkaufsstart des Viersitzers zu rechnen. Nun schürt ein neues Teaser-Video die Begehrlichkeiten an der neuen Bugatti-Limousine.

Wie die spektakuläre Studie Bugatti 16C Galibier wird auch das Serienmodell vom bärenstarken W-16-Zylinder mit acht Litern Hubraum aus dem Veyron befeuert. Nach Angaben von Dürheimer soll das in der Studie verbaute rund 1.000 PS starke Aggregat optional mit einem Elektromotor gekoppelt werden, um die soziale Akzeptanz zu gewährleisten.

Hybridantrieb für den Bugatti 16 C Galibier nur als Option

Dürheimer begründet die Hybrid-Politik mit der Tatsache, dass in großen Städten immer häufiger Fahrzeuge mit hohem CO2-Ausstoß ausgesperrt werden. "Ich kann mir keinen Bugatti Galibier-Besitzer vorstellen, der seinen Auto an einem Park-and-Ride-Parkplatz abstellt, um mit dem Bus (in die Stadt, die Red.) zu fahren. Daher brauchen wir das Hybridangebot, damit der Besitzer im leisen Elektromodus zum Hotel fahren kann." Aber nicht jeder Galibier brauche einen Hybrid-Antrieb. In Dubai zum Beispiel sei die Nachfrage nicht vorhanden.

Auflage von 3.000 Exemplaren - Preis: 1,1 Millionen Euro

Doch bevor der Bugatti 16 C Galibier 2015 für rund 1,1 Millionen Euro plus Steuern auf den Markt kommt, wird an der 5,36 Meter langen Studie noch weiterentwickelt. Das Design der Heckpartie sei verändert worden, die hinteren Türen böten jetzt einen bequemeren Zustieg und die Rückbank mehr Platz, so Dürheimer. Als Messlatte für die Motorisierung gilt der 16-Zylinder mit acht Litern Hubraum und 1.001 PS des Veyron. Dürheimer sagte, ein neuer Bugatti dürfe nicht schwächer sein als sein Vorgänger. Ein Wert steht außerdem  jetzt schon fest. Vom Bugatti Galibier 16 C sollen 3.000 Exemplare aufgelegt werden. Wie auto motor und sport jetzt erfahren hat, wird das Modell auch in der Serienversion den Namen Galibier behalten.

Rückblick: Den Anfang der Präsentationsrunde machte der Bugatti 16 C Galibier 2009, als er einem exklusiven Kreis von Kunden in Los Angeles vorgestellt wurde. Seitdem veröffentlichte Bugatti häppchenweise neues Material zu der 1.000-PS-Limousine. Unter seiner langgestreckten Motorhaube, die auf beiden Seiten nach oben aufklappbar ist, arbeitet ein 16-Zylinder mit zweistufiger Kompressoraufladung, der aus acht Liter Hubraum zwischen 800 und 1.000 PS schöpft.

Bugatti 16 C Galibier: Keramik-Bremse und Karbon-Teile

Wahlweise erlaubt das mächtige Aggregat des Bugatti 16 C Galibier den Ethanol-Betrieb. Die unbändige Kraft des 16-Zylinders wird permanent auf alle vier Räder übertragen - für die negative Beschleunigung sorgt eine eigens entwickelte Keramikbremsanlage.

Kotflügel und Seitentüren bestehen aus poliertem Aluminium, der Rest aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK), überzogen mit einem blauen Klarsichtlack. Vier Auspuffendrohre rechts und links schließen das knackige Heck des Bugatti 16C Galibier mit der tiefgezogenen Heckscheibe und der integrierten, senkrecht stehenden dritten Bremsleuchte ab. Dieses Element zieht sich auch über das schwungvolle Dach, die Windschutzscheibe bis hin zur Motorhaube über die gesamte Karosserie und mündet in dem bekannten Bugatti-Kühler, der von großen LED-Scheinwerfern flankiert wird. Diese geben der Studie einen modernen, fast aggressiven Touch, unterstrichen von großen Lufteinlässen im unteren Bereich der Schürze.

Bugatti 16 C Galibier: Legendärer Name vom Type 57

Im Innenraum schlägt der handgefertigte Bugatti 16C Galibier, dessen Name sich an dem legendären Bugatti Typ 57 anlehnt, die Brücke zwischen luxuriösem Ambiente und vornehmer Zurückhaltung. Ein für ein Auto dieses Ausmaßes relativ kleines Cockpit prangt hinter dem schon vom Veyron bekannten Lenkrad. Zwei große Rundinstrumente in der Mitte des Armaturenträgers geben Aufschluss über Drehzahl und Tempo, wobei der Tacho bei 420 km/h endet.

Außerdem informiert ein Leistungsmesser den Fahrer des Bugatti 16C Galibier über die jeweils abgerufene Power. Die mächtige Mittelkonsole aus edlem Holz und Leder beginnt mit einem großen LCD-Bildschirm und den Steuerelementen der Klimaanlage. Im weiteren Verlauf nach hinten sind die Schalter für die Automatik-Fahrstufen sowie ein Multimediacontroller plan eingelassen.

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Autoren: Bernd Ostmann, Holger Wittich

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