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Bugatti mit neuer Superbremse

Foto: Bugatti 8 Bilder

Mit Kohlefaser-Scheiben, Keramikbelägen, Spezialkühlung und einer Luftbremse soll der über 400 km/h schnelle Bugatti Veyron auch beim Verzögern für Superlative sorgen. Die Kundschaft soll sich ab diesem Sommer von den Qualitäten der neuen Bremsanlage überzeugen können.

01.03.2005

Von den versprochenen Superlativen wie 1001 PS, 1.250 Newtonmeter und der Höchstgeschwindigkeit von über 400 km/h mochten sich die Erbauer des Bugatti Veyron nicht trennen, aber wie dieses Geschoss wieder zum Stehen bringen? Etwaige Bedenken über die Fahrsicherheit will man nun mit einer neuen Superbremse zerstreuen.

Das Herzstück der Bremsanlage sind Carbonscheiben mit 400 Millimeter Durchmesser vorn und 380 Millimeter hinten, sowie Achtkolbensättel aus Titan mit Keramikbelägen. Die Strömungskanäle der innenbelüfteten Scheiben sind wie bei einer Turbine gekrümmt. Das soll den Luftdurchsatz erhöhen.

In zehn Sekunden von Tempo 400 auf null

Ein höchstes Maß an Standfestigkeit soll ein sogenanntes "FRoST-Schwenklager" ermöglichen. Dieses "Flow Rotating System" soll mit einem schraubenfärmigen, sich verjüngenden Kanal einen hohen Staudruck erzeugen und mittels Beschleunigung der Luftmassen einen hohen Luftdurchsatz ermöglichen.

Zudem stellt sich beim Bremsen innerhalb von 0,4 Sekunden der Heckflügel in einem 70 Grad-Winkel auf. Der erhöhte Luftwiderstand verbessert die Bremsleistung und erhöht den Abtrieb der Hinterachse, was der Bremsbalance zugute kommt. Allein die Luftbremse soll eine Verzögerung von bis zu 0,6 g erzeugen. Insgesamt soll die Bremsanlage auf maximal 1,3 g kommen. Damit käme der Veyron in zehn Sekunden von 400 km/h zum Stillstand.

Auslieferung im Herbst

Laut Bugatti ist die Bremsanlage so standfest, dass in der Fahrerprobung selbst nach zwanzig Bremsversuchen von 310 auf 80 km/h in Folge kein Fading erkennbar war. Kurios: Bei einem Bremsausfall lässt sich der Veyron mit der Handbremse verzögern. Diese wirkt zwar nur auf die Hinterräder, doch ein Handbrems-ABS und das Stabilitätsprogramm ESP halten den Sportwagen auf Kurs.

Nach den erfolgreichen Versuchen ist der Produktionsanlauf für die Vorserie für Mai geplant. Im Herbst sollen die ersten Kunden ihren Veyron bekommen.

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