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Bulli-Treffen

Schon mehr als 3.500 Busse angemeldet

Foto: VW 141 Bilder

Für das Bulli-Treffen am 5. bis 7. Oktober in Hannover haben sich bereits mehr als 3.500 Bulli-Fans mit ihren Fahrzeugen angemeldet. Das übertrifft die ohnehin schon hohen Erwartungen und lässt auf ein Spektakel der ganz besonderen Art hoffen.

28.09.2007 Powered by

Der Bulli – das Kultmobil der Hippies, der Lastesel der Handwerker, das ideale Auto für die Freizeit-Gesellschaft. Jetzt feiert er 60. Geburtstag – und Scharen werden nach Hannover auf das Messegelände kommen, um ihm ihre Ehre zu erweisen.

Hoch lebe die andere automobile Lebensart

Mittlerweile in der fünften Baureihe ist der VW-Bus eine vorbildliche Erfolgsgeschichte. Alles fängt mit dem T1 im Jahr 1950 an. Der Wirtschaftsaufschwung erfordert neue logistische Optimierungen. Und da will VW mit dabei sein. Auf Basis des Käfer entwickelt man in Wolfsburg den T1 oder auch Typ 2 (nach dem Typ 1, dem Käfer). Größter Unterschied ist die selbsttragende Karosserie des Busses.

Der Bus hat schnell Erfolg – er ist billig, zuverlässig und bietet viel Platz. Charakteristisch für den T1 ist die geteilte Windschutzscheibe und die kleinen Heckleuchten. Zunächst gibt es den Bulli nur in grau und blau zu kaufen und er besitzt keine Heckstoßstange. Ab 1960 gibt es statt Winkern richtige Blinker. Besonders interessant auf dem heutigen Gebrauchtmarkt ist der Samba, der Fensterbus.

Nur etwas moderner: Der T2
1967 löst der T2 den ersten Bulli ab. Die neue Schräglenker-Hinterachse gibt es einen deutlichen Schub in Sachen Sicherheit, größere Fensterflächen und eine durchgehende Frontscheibe sind die äußeren Unterscheidungsmerkmale. Die Modellvielfalt hält nun Kastenwagen, Kombi, Doppelkabine, Pritsche, Kleinbus und einen im Radstand verlängerten Kleinbus bereit. Der T2 läuft bis 1979 vom Band, es gibt den T2a, T2b, T2c (nur in Brasilien) und das sogenannte Zwittermodell, das nur von 1971 bis 1972 gebaut wird.

T3 – Der Kasten-Bulli
Der T3 erobert die Herzen ab 1979, allerdings immer noch als Typ2, da der Name "T3" ein von der Deutschen Post geschützte Marke ist.

Der T3 ist der erste Bulli, der nicht in unmittelbarer Weise vom Käfer abstammt, obwohl auch er dem veralteten Heckmotor-Prinzip verbunden bleibt – übrigens der letzte Volkswagen mit hinten eingebautem Aggregat. Vorne gibt es dagegen eine modernere Aufhängung an Dreiecksquerlenkern und Schraubenfedern. Die Motorenpalette wird stark nach oben ausgeweitet – Topmodell ist ein Wasserboxer (WBX) mit 112 PS.

Gerade der T3 erfüllt alle Bedürfnisse der aufkommenden Spaß- und Freizeitgesellschaft: Platz für Familie und Freizeitgeräte, gute Übersicht und Modellvielfalt bis hin zu Wohnmobilen ab Werk und luxuriös ausgestatteten Versionen wie Carat, Atlantic, California, Magnum, Bluestar und Whitestar oder Multivan.

T4 - Der Zeitenwandel
1989 erscheint der T4 mit Frontmotor. Jetzt gibt es einen ebenen Ladeboden, deutlich mehr Innen- und Laderaum sowie Einzelradaufhängung rundum. Eine Edelversion mit VR6-Motor und 204 PS sorgte für sportliche Fahrleistungen.

Der aktuelle Bulli-Ur-Urenkel

Seit 2003 gibt es den T5. Seine Karosserie ist deutlich nach aerodynamischen Aspekten designt und er hat relativ wenig mit dem Urkonzept des Bulli zu tun. Diese Anforderungen erfüllen nun eher Mercedes Sprinter, VW Crafter und Co. Die Bestimmung der meisten T5 ist der Einsatz als Familienmobil. Die Innenausstattung muss sich vor der aktueller Mittelklasse-Limousinen kaum verstecken, alle Annehmlichkeiten sind auch für ihn zu bekommen. Das Topmodell, der Multivan Business hat sich so auch weit von den Preisen des T1 entfernt – an 120.000 Euro steht er in den Listen. Das Topmodell des T1, der Samba kostete 6.995 Mark. Die Einstiegspreise für den T5 beginnen ab 30.000 Euro, mehr als zwölfmal so viel wie 1950.

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