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Buschtaxi-Treffen 2008

Großes Pow Wow im Schlamm

Buschtaxi-Treffen 2008 17 Bilder

Zum Familientreffen 2008 der Buschtaxler kamen 550 Fahrzeuge und 1500 Fans japanischer Geländewagen in Hessen zusammen. Während sich einige mutige Offroader unter ihnen ins glitschige Fahrgelände wagten, parkten die meisten ihren Landcruiser, Hilux, 4Runner, Megacruiser oder FJ Cruiser dann doch gleich auf der großen Wiese nebenan.

30.11.2008 Powered by

Der erste Schnee des Winters 2008/2009 ist bereits in ganz Deutschland gefallen und Offroad-Fans freuen sich auf die weiße Herausforderung im Gelände. Glatt und glitschig war es auch schon vor einigen Wochen, als sich die Buschtaxi-Gemeinde im September zum jährlichen Treffen aufmachte. Das durchnässte Fahrgelände erforderte volle Aufmerksamkeit. Der Regen hatte den Boden zu Schmierseife gemacht – gezielte Fahrmanöver waren schlicht ausgeschlossen. „Na, mal schau’n“, grinste „Loafi“ aus dem Fenster seines umgebauten Hilux. Dann trat er aufs Gas. Der aufgemotzte Lux röhrte und raste durch den Parcours auf eine Steigung zu. „Loafi“ war nicht der Erste, der den Hügel an diesem Tag im Drift nahm. Die Reifen seines Hilux hatten längst einen dicken Schlammgürtel – aber kein Grund, das Fahrgelände zu verlassen.

Ja, es regnete. Ziemlich stark sogar. Doch keiner wollte sich hier übers Wetter beklagen, denn bei einem Familientreffen steht die Freude übers Wiedersehen im Vordergrund – alles andere ist Nebensache. 550 Fahrzeuge und etwa 1500 Besucher waren im hessischen Buseck-Beuern zusammengekommen. Für die Fans japanischer Geländewagen ist das Buschtaxi-Treffen ein entspannter Kurzurlaub, den sie jedes Jahr fest in ihren Kalender eintragen.

Aus ganz Europa reisten sie an. „Zum ersten Mal haben wir auch viele französische Gäste“, freute sich Alexander Wohlfarth, Organisator des Buschtaxi-Treffens. Unter ihnen Marc Mellet. Der Franzose ist ein außergewöhnlicher Land Cruiser-Fan, schließlich hat er mit seinem Toyota eine abenteuerliche Tour von Paris bis zur russischen Halbinsel Kamtschatka unternommen. Dafür war er mehr als 18 Monate und 50.000 Kilometer unterwegs.

Überall auf dem Buschtaxi-Gelände fanden sich immer wieder kleine Gruppen unter Vordächern und Tarps zusammen, um sich über frühere Tour-Erlebnisse auszutauschen und kommende Ausflüge zu planen. Noch mehr „Reisefutter“ gab’s im großen Versammlungssaal: Filme und Vorträge über Kasachstan, Island und Ägypten. Als besonders unterhaltsam erwies sich der Bericht über eine geradezu surreale Tour dreier Studenten, die sich mit zwei Lada Niva auf den Weg von Ulm in den Kongo gemacht hatten.

Zwischen den Workshops zu „Solaranlagen auf dem Toyo“ und „Wartung der Einspritzanlage“ war ausreichend Zeit, um über die Händlermeile zu schlendern und technische Fragen zu klären, denn dort traf man auf kompaktes Land Cruiser-Wissen. Einer der Szene-Spezialisten ist der Tuner Patrick Nestle, der gleich zwei von ihm umgebaute, beeindruckende Fahrzeuge aus dem Schwarzwald mit nach Hessen gebracht hatte: einen ziemlich „bösen“ J12 und einen Hilux mit Permanent-Allrad.

„Loafi“ hatte seinen Hilux „Mr. Hyde“ nach dem schlammigen Ausflug ins Gelände auch auf der Wiese geparkt. Er klopfte sich den Matsch von den Stiefeln und lief dann zum Catering-Bereich. Dort stand wie jedes Jahr Thomas mit seinem Gaskocher und der großen Pfanne – bereit, jedem hungrigen Buschtaxler eine große Portion Rührei auf den Teller zu wuchten. „Loafi“ gesellte sich mit seiner Ration zu den anderen aus der Lux-Bande. Wenn es nach ihm ginge, könnte jeder Tag so beginnen.

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