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Cabrio-Verdecke

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Cabrio-Verdecke, Mini, Verdeck öffnen Foto: Hans-Dieter Seufert 11 Bilder

Mangelnde Pflege lässt ein Cabrio-Verdeck vorzeitig verschleißen. Mit ein paar Maßnahmen kann man das vermeiden. Wir verraten Ihnen, welche das sind. Und für den Fall, dass sich der Austausch der Stoffmütze nicht verhindern lässt, zeigen wir, wie man bei der Wahl der Werkstatt viel Geld sparen kann.

16.06.2014 Henning Busse

Petrus muss ein Herz für Cabriofahrer haben. Denn das Wetter der letzten Wochen bot sich schon an vielen Tagen für das Offenfahren an. Einen besseren Start in die Open-Air-Saison kann sich ein Frischluft-Fan nicht vorstellen. Damit er auch lange an seinem Hobby Freude hat, sollte er sich um sein Cabrio oder seinen Roadster kümmern. Vor allem bei Modellen mit Softtop ist das wichtig, hier rächt sich mangelnde Pflege beim Stoffverdeck schon nach kurzer Zeit.

Denn Witterungseinflüsse wie Regen, Sonne, Staub und Frost setzen dem Dach zu und lassen es schneller altern – der Stoff bleicht aus, bekommt Risse, Löcher oder starke Knickfalten und sieht bei schlechter Pflege schnell wie ein Jackett aus der Altkleidersammlung aus. Mit den wenigen Euro teuren Reparatursets aus dem Handel, mit denen ein Flicken aufgeklebt wird, lässt sich da auch nicht mehr viel ausrichten. Wurde die Pflege komplett vernachlässigt, ist ein Verdeckaustausch fällig – was teuer werden kann, wie ein paar Beispiele belegen: Beim Mazda MX-5 verlangen die Vertragshändler für ein neues Cabriodach etwa 1.800 Euro, beim Porsche Boxster sind rund 2.500 und bei einem Opel Astra G Cabrio sogar um die 4.800 Euro zu berappen. Obendrein schlagen noch die Kosten für die Montage zu Buche, die bis zu 650 Euro ausmachen können.

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Service Cabrio-Verdecke
auto motor und sport 11/2014
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Sattler oft günstiger

Angesichts solch stolzer Preise sind Alternativen gefragt. Es lohnt sich, ein Angebot von einem auf Cabriodächer spezialisierten Fachbetrieb einzuholen. Denn Autosattler rufen Preise für eine Stoffbedeckung auf, die im besten Fall nur ein Drittel von dem ausmachen, was eine Markenwerkstatt verlangt. Dabei ist das Sattler- Dach nicht schlechter als die Herstellerware – im Gegenteil: Oft entspricht es der Qualität des Originalprodukts oder ist sogar besser. Auch die Passform können viele Betriebe gewährleisten, da sie die Verdecke mit einer CNC-Maschine millimetergenau zuschneiden.

Und noch etwas spricht für die Sattler: Anders als die Vertragswerkstätten bieten sie den Kunden verschiedene Optionen. Gerade preissensible Fahrzeugbesitzer, denen Ware in Originalqualität zu teuer ist, können oftmals auch andere Bezüge wählen. Günstig wird es für den Kunden, wenn er beim Sattler zum Kunststoffverdeck greift. Hierbei handelt es sich nicht um ein Hardtop, sondern um einen Bezug, der in der Regel aus Vinyl besteht. Nachteile dieses Materials: Es ist nicht so hochwertig, und nach spätestens sechs bis acht Jahren hat es die Verschleißgrenze erreicht.
Eine bessere Wahl sind die Stoffdächer. Hier ist gerade das Verdeckmaterial Sonnenland zu empfehlen. Es lässt sich besser knicken und bildet daher nicht so schnell Risse – laut Fachleuten die beste Qualität am Markt. Auch Hersteller wie BMW, Mercedes oder Porsche verarbeiten diese Stoffe bei ihren Cabrios und Roadstern.

Cabrio-Verdeck pflegen erhöht die Lebensdauer

Wer diesen Bezug beim Sattler auswählt, muss zwar tiefer in die Tasche greifen, aber die Investition macht sich gegenüber dem Originalprodukt immer noch bezahlt. Beim Mazda MX-5 zum Beispiel kann der Kunde auf diese Weise rund 800 Euro sparen. Und noch etwas: Sonnenland-Verdecke halten zwischen zehn und 15 Jahren.

Aber nur, wenn Autofahrer sie schonend behandeln. So sollten nasse Verdecke nicht geöffnet werden oder zu lange im Staukasten bleiben. Dort entsteht sonst ein feuchtes Mikroklima, das besonders Schimmelpilze behaglich finden, die prompt den Stoff besiedeln. Das sorgt nicht nur für hässliche Flecken, sondern auch für feine Beschädigungen an den Knickstellen des Verdecks. Dieses wird brüchig und undicht.

Handwäsche bringt Vorteile

Was Cabriodächer überhaupt nicht mögen, sind Waschstraßen (siehe Kasten unten links). Auch wenn heutige Bezüge recht strapazierfähig sind, auf lange Sicht leidet der Stoff darunter. Wer nicht auf die Waschstraße verzichten will, der sollte nur Anlagen mit sogenannten Textilbürsten aufsuchen, die womöglich noch ein spezielles Cabrio-Programm bieten. Das bringt zwar nicht viel bei starker Verschmutzung, schont aber das Verdeck.

Noch ein Punkt ist in diesem Zusammenhang wichtig: Die Stoffmützen mögen keine Heißwachse, da diese die feinen Poren des Gewebes verstopfen und dadurch nach längerer Zeit ein Weißschleier entsteht, der sich nicht mehr entfernen lässt.

Am besten setzen Cabriobesitzer auf die Handwäsche. Erlaubt sind lediglich weiche Bürsten, sanfte Reiniger (zum Beispiel Wollwaschmittel) und Wasser, das aber nicht aus dem Hochdruckreiniger kommen darf. Denn dieses Gerät ist Gift für die Verdecke, da es die Imprägnierung auflöst und das weiche Material schädigt.

Wer sein Cabrio liebt, nimmt sich Zeit und wäscht von Hand. Das dauert zwar länger. Doch am Ende zahlt sich der Mehraufwand aus: Das Faltdach hält länger, was unterm Strich das Portemonnaie des Cabriofahrers schont.

Pflegetipps: So lebt das Cabrio-Verdeck länger

Um Scheuerstellen und Stockflecken zu vermeiden, darf das Verdeck nie im feuchten oder stark verschmutzten Zustand zusammengefaltet werden – das ist wohl der wichtigste Pflegetipp. Doch es gibt noch eine Menge weiterer; wer sie beherzigt, hat lange Freude am Verdeck. So ist eine regelmäßige Sichtkontrolle sinnvoll: Aggressive Verunreinigungen wie Vogelkot, Baumharze oder Insektenreste hinterlassen schnell ihre Spuren. Mit einem feuchten Schwamm kann man den Schmutz rasch entfernen.

Scharfe Reinigungsmittel sind übrigens beim Cabriodach zu vermeiden, weil sie den Stoff angreifen. Häufig reicht es bereits, wenn das Verdeck mit einer weichen Bürste trocken abgerieben wird. Falls das nichts bringt, kommt klares Wasser zum Einsatz – bei hartnäckiger Verschmutzung können auch spezielle Verdeckreiniger verwendet werden, die es ab rund acht Euro gibt. Hochdruckreiniger oder auch Waschstraßen sollten tabu sein, weil sie dem Faltdach schaden.

Nach der Reinigung ist eine Verdeck-Imprägnierung sinnvoll. Diese weist Wasser und Schmutz ab. Außerdem frischen die speziellen Mittel (ab zehn Euro) die Farben auf. In diesem Zusammenhang sollte man sich die Heckscheibe genau anschauen. Besonders jene aus Kunststoff präsentieren sich mit zunehmendem Alter vergilbt und verkratzt. Dafür vorgesehene Polituren (um die zehn Euro) können wieder für den richtigen Durchblick sorgen.

Zu guter Letzt verdienen die Gummidichtungen ein wenig Aufmerksamkeit. Um sie geschmeidig zu halten, verwendet man Pflegemittel auf Silikonbasis. Einen prüfenden Blick verdient auch das Gestänge: Während die heutigen elektrischen Verdeckantriebe meist wartungsfrei sind, sieht das bei älteren Varianten anders aus. Hier schmiert man die Gelenke mit einem harzfreien Fett oder mit silikonhaltigem Multifunktionsspray.

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