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Karmann

Cabriobauer hat Liquiditätsprobleme

Foto: Karmann 37 Bilder

Wegen schlechter Auslastung droht dem insolventen Osnabrücker Cabriobauer Karmann das endgültige Aus. "Irgendwann wird es zu einem finanziellen Engpass kommen, wenn es keine weiteren Aufträge gibt", sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Donnerstag (8.10.).

08.10.2009 1 Kommentar

Zwar würden mit vielen potenziellen Investoren intensive Gespräche geführt, bislang aber ohne Ergebnis. Möglicherweise drohe zum Jahresende oder schon früher das Aus, betonte er.

Karmann-Zukunft ist völlig ungewiss

Je mehr Zeit vergehe, desto schwerer werde die Fortführung des Unternehmens. Karmann brauche jetzt Aufträge, nicht erst 2012, sagte er mit Blick auf Spekulationen zu einem möglichen Auftrag von Volkswagen zu diesem Zeitpunkt. Volkswagen will den Kleinwagen Polo auch als Cabrio anbieten. Derzeit werde geprüft, das Cabrio extern beim Auftragsfertiger Karmann bauen zu lassen, wie auto motor und sport jetzt aus VW-Kreisen erfuhr. "Wir wissen nicht, wie lange Karmann ohne Aufträge dieser Art noch weiter fortgeführt werden kann", sagte der Sprecher von Hermann. Der Kern von Karmann sei nach wie vor die bereits im Sommer geschlossene Fahrzeugproduktion.

Karmann hofft auch auf kleine Aufträge

Für die Teilbereiche Dachsysteme, Werkzeugbau sowie Forschung und Entwicklung gebe es Interessenten und intensive Verhandlungen, aber noch keine Abschlüsse. "Auch dort läuft uns die Zeit davon", sagte der Sprecher. Auch der Osnabrücker IG-Metallchef Hartmut Riemann bestätigte, dass die wirtschaftliche Situation von Karmann angespannt sei. Nachdem Karmann-Konkurrent Magna wegen der Opel-Übernahme von einem Zulieferer zu einem Konkurrenten für die Autohersteller geworden sei, müsse die Autoindustrie die Bedeutung von Karmann erkennen und Aufträge vergeben. Er rede dabei nicht vom Komplettbau von Fahrzeugen. "Wir werden bescheiden", sagte Riemann. Es gehe vielmehr um Aufträge in allen anderen Bereichen des Unternehmens. "Und wenn es Türgriffe sind, die uns helfen, Deckungsbeiträge einzuspielen", betonte der Gewerkschafter.

Unterdessen berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung", dass Magna und der spanische Autozulieferer CIE Automotive am Kauf der Verdecksparte interessiert seien. Die deutsche Magna-Tochter CTS verhandele über den Unternehmensbereich. Unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise schreibt das Blatt, Hermann fordere für den Verdeckbau mit 350 Mitarbeitern 30 bis 40 Millionen Euro. Sein Sprecher kommentierte den Bericht nicht.

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Neuester Kommentar

Die Deutsche Automobilindustrie müsset eigentlich ihrer Bevölkerung für die Treue mehr danken als das der grösste Profiteur dieses Kaufverhaltens macht. Zuerst dachte ich es gibt nur 50 Deutsche unter den ersten 50, aber immerhin sind einige Käufer auch auf andere Autos aus, so dass der Platz 28 der erste nicht Deutsche war.
Eigentlich erübrigt sich dieser Beitrag, da das Resultat in etwa immer das Gleiche ist.

Curious 11. Mai 2016, 13:37 Uhr
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