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Cadillac

Die nächste Europa-Generation

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Bislang läuft es nicht für Cadillac in Europa. Das soll sich  ändern. Der Autodesigner Mark Stehrenberger hat für auto-motor-und-sport.de zu Papier gebracht mit, welchen Modellen die US-Marke näher an Audi, BMW und Mercedes heranrücken möchte. Und: der Nächste BLS wird wohl in Rüsselsheim gebaut werden.  

01.02.2007 Frank Volk

Die Ziele waren hoch gesteckt, als Cadillac vor drei Jahren mal wieder einen Versuch startet, die deutschen Premiumanbieter in ihren angestammten Revieren in Europa zu attakieren. Dazu wurde mit dem Cadillac BLS quasi ein Euro-Cadillac auf die Straße gestellt. Das heißt: Dimensionen und Spritverbrauch in europäischem Format, dazu Restbestände amerikansicher Autophilosophie. Mit dem BLS und typischeren Cadillac-Modellen wie dem CTS oder dem mächtigen SUV Navigator, hoffte man beim europäischen Vertriebspartner Kroymans, mehr als nur die Rolle des Exoten im Reigen der dominanten deutschen Premiumhersteller spielen zu können.

Die Bilanz fällt inzwischen ernüchternd aus: In Europa wurden 2006 gerade mal 3.000 Cadillac verkauft, am großen deutschen Markt ganze 324 Stück. Angesichts der schwachen Entwicklung hat JD Power seine Absatzerwartung für Cadillac in Europa von ursprünglich 16.000 Fahrzeugen auf 6.000 bis 7.000 Fahrzeugen im Jahr 2010 reduziert.

Offensive mit viel Luxus und Leistung

Aufgeben gilt bei Cadillac aber nicht. Cadillac-Europa-Sprecher Dick Braakhekke hatte jüngst gegenüber auto-motor-und-sport.de gesagt, dass GM für seine Luxusmarke weiter eine gute Entwicklung sieht. Dazu hatte Braakhekke auch attraktive neue Produkte angekündigt. Offizielle Informationen gibt es noch nicht, bekannt ist aber, dass GM-Vize Bob Lutz die neuen Modelle am Markt sehen will. Basierend auf Informationen aus GM-Kreisen hat der freie Designer Mark Stehrenberger die Autos zu Papier gebracht, mit denen Cadillac voran kommen möchte.

Die Schlüsselrolle spielt dabei der CTS, der im Herbst in Deutschland an den Markt kommen soll. Offenbar ist geplant, der Limousine spätestens bis 2009 zwei Variationen nachzuschieben: Das Coupé und den Sportwagon, beide nicht nur preislich auf absolutem Oberklasse-Niveau angesiedelt. Das Coupé wird dabei einige Anleihen beim spektakulären Showcar Cadillac Sixteen nehmen: Kraftvoll, energisch aber dennoch elegant und mit mächtigem Grill. Preislich soll sich das Coupé im Bereich von 65.000 Euro bewegen.

Der Sportwagon orientiert sich funktional am Beispiel der Konkurrenz: Groß, wuchtig, aber dennoch in erster Linie der Sportlichkeit verpflichtet und weniger dem Ladevolumen. Für den Vortrieb sollen bei beiden Modellen V6-Motoren sorgen, aber auch V8 Aggregate mit 400 und mehr PS. Zudem soll es Turbodiesel-Varianten für Europa geben. Als dritte Variante ist der Kombi für 2011 vorgesehen. 

Nächster BLS aus Rüsselsheim?

In der Pipeline ist außerdem ein Nachfolger für den Cadillac BLS, der 2010 kommen soll. Gebaut werden soll der nächste BLS nicht mehr in Trollhättan, sondern in Rüsselsheim. Im Styling soll der BLS einen aggressiveren, sportlicheren aber auch eleganteren Auftritt erhalten als die jetzige Biedermeier-Fassung erhalten. Geplant ist auch eine Schrägheck-Variante des BLS. Für diese stehen als Motorisierung ein 2,8-Liter-V6, ein 3,6-Liter-V6 und ein Dreiliter-Turbodiesel aus dem Opel-Regal zur Verfügung. Insgesamt gibt Cadillac mit seinen neuen Euro-Fightern ordentlich Gas. Ob´s genug ist, den deutschen Premiumherstellern Paroli zu bieten wird sich zeigen.

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