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Cadillac DTS Presidential

Das sicherste Auto der Welt

Foto: Cadillac 32 Bilder

Für weitere vier Jahre zieht der amtierende US-Präsident Barack Obama ins weiße Haus ein. Unterwegs sein wird er als mächtigster Mann der Welt natürlich im sichersten Auto der Welt.

05.11.2012 Kai Klauder

2009 löste der erste Cadillac im Lande den DTS der Bush-Administration ab. Allerdings sind die Informationen rund um den Dienstwagen von Barack Obama spärlich - alles rund um den schwarzen Riesen wird wie ein Staatsgeheimnis behandelt. Äußerlich ist der Cadillac DTS ein DTS. Die Fahrzeuglänge blieb nach GM-Angaben unverändert, allerdings ragt die Präsidenten-Kutsche höher auf, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Für alle die, die dennoch nicht sofort erkennen welches Limousine da an ihnen vorbeizieht, trägt der Cadillac One auf den vorderen Kotflügeln von LEDs beleuchtete Standarten. Zusätzlich weisen zahlreiche Präsidentenlogos auf die Wichtigkeit der Mission hin.

Präsidenten-Caddi mit massiver Panzerung

Unter dem Blech vermuten Kenner eine Truck-Plattform aus dem GM-Konzern, denn andere Unterbauten kämen mit dem enormen Zusatzgewicht durch vermutetes 13 Zentimeter dickes Panzerglas und zwölf Zentimeter starke Stahlschutzbeplankung sowie hochfeste Stähle, mehrschichtige hochfeste Gewebematten und mehrlagige Sprengmatten nicht klar. Damit die Festung aber auch rollt, arbeitet unter der Fronthaube ein hubraumstarkes V8-Aggregat mit geschätzten 600 PS - Lachgas sollte weitere Pferde mobilisieren.

Im Innenraum darf sich das Präsidentenbüro in handgeschnittenes und handvernähtes Leder hüllen. Eine Sitzanlage im Fond mit gegenüberliegenden Sesseln sorgt für Konferenzstimmung. Eine komplette Multimedia-Büro-Ausstattung macht staatstragende Geschäfte auch unterwegs möglich.

Über die weitere Ausrüstung der Präsidentenlimousine darf spekuliert werden: Von Nebelwerfern und einer abhörsicheren Kabine ist da unter anderem die Rede. Als sicher gilt, dass der Cadillac One auch schweren Raketenbeschuss überstehen soll, falls es mal dazu kommen sollte.

Allerdings hat der Cadillac Barack Obama auch schon einmal hängen gelassen. Beim Verlassen der US-Botschaft in Dublin schaffte der Cadillac One die kleine Auffahrt nicht und bliebt wegen seines langen Radstands und unter dem Johlen der Zuschauer hängen. Ein Alptraum für den Secret Service.

Als die US-Präsidenten noch per Dampf fuhren

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Übergang auf schienenunabhängige motorisierte Fortbewegungsmittel auch von den US-Präsidenten gewagt. Das erste Fahrzeug war ein Dampfwagen, den der 25. Präsident der USA, William McKinley nutzte. Unter der Präsidentschaft seines Nachfolgers Theodor Roosevelt wurde die erste Staatslimousine gekauft, ein Stanley Steamer - ebenfalls von Dampf betrieben.

Bei dem Antriebskonzept gab es noch keine klare Entscheidung, so nutzte William Howard Taft 1909 einen Baker Electric, der es auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 37 km/h brachte. Schnell gelangten die Präsidenten zur Einsicht, dass eine Limousine auch repräsentative Aufgaben erfüllen musste. Alsbald kamen die Oberklasse-Modelle der amerikanischen Hersteller zum Einsatz - große Limousinen, Landaulets und offene Wagen von Lincoln, Cadillac, Packard oder Pierce-Arrows. Erst waren sie noch in serienmäßigem Zustand, doch es dauerte nicht lange, bis speziell umgebaute, luxuriöse Varianten den Präsidenten zur Verfügung gestellt wurden.

Seit dem Kennedy-Attentat nur noch geschlossene Limousinen

Die Limousinen, die von den Präsidenten genutzt wurden, wurden immer größer. Meist waren es offene Convertible-Versionen, die eigens angefertigt wurden, um die Präsidenten samt ihrer Entourage transportieren zu können. Zu einem Wendepunkt kam es am 22.11.1963, als John F. Kennedy in seinem offenen Lincoln erschossen wurde. Seither werden geschlossene Limousinen eingesetzt, die zudem immer stärker gepanzert wurden. Den bisherigen Höhepunkt stellt der aktuell eingesetzte Cadillac DTS dar, der mit Bewaffnung (Sprengsätze, Handgranaten und Schnellfeuerwaffen) und Panzerung auf ein Leergewicht von rund fünf Tonnen kommt.

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