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Cadillac

Sehen Wachstum in Europa

Foto: Cadillac

Trotz schwacher Absatzzahlen 2006 und entgegen deutlich reduzierter Absatzprognosen, möchte man bei Cadillac das Experiment Europa nicht für gescheitert erklären. `Wir sehen für die nächsten Jahre gute Geschäfte´, sagt Cadillac-Europa-Sprecher Dick Braakhekke.

26.01.2007 Frank Volk

In den USA wurde nach den schwachen Verkaufszahlen 2006 und den deutlich reduzierten Absatzerwartungen mit Blick auf das Jahr 2010 schon mal das Totenglöcklein für das Unternehmen geläutet, im europäischen Premiummarkt Fuß zu fassen. Dabei sieht das prozentuale Wachstum von Cadillac 2006 gar nicht so schlecht aus: Ein Plus von 40 Prozent steht da notiert. Die absoluten Zahlen sind allerdings eher erschütternd: 3.000 Cadillac-Modelle wurden verkauft, darunter auch mit dem BLS ein erstmals eigens für den Europa-Markt ins Rennen geschickter Konkurrent von Dreier BMW, Audi A4 und Mercedes E-Klasse.

Nach Bekanntgabe der Zahlen für 2006 hagelte es prompt pessimistische Einschätzungen was die weitere Zukunft von Cadillac in Europa anbelangt. Hatten die Experten von JD Power noch zu Beginn vergangenen Jahres einen Cadillac-Absatz von etwa 16.000 Fahrzeuge im Jahr 2010 vorausgesagt, liegt die aktuelle Schätzung bei 6.000 bis 7.000 Fahrzeugen, bei CSM Worldwide kommt Cadillac mit 7.000 bis 8.000 Fahrzeugen etwas milder weg, ist aber auch weit von den ursprünglichen Zielen entfernt.

Kein Kommentar zu schlechten Prognosen

Dick Braakhekke, Sprecher von Cadillac-Europa, wollte die Prognosen nicht kommentieren, räumte aber ein, dass man mit den Absatzzahlen nicht dort sei, wo man hin möchte. "Speziell vom BLS haben wir schon mehr erwartet".

Den lahmenden Absatz machte Braakhekke vor allem am lückenhaften Händlernetz fest. Hier arbeite man intensiv an Verbesserungen. Konkrete Aussagen zur künftigen Absatzerwartung verkniff sich der Cadillac-Mann, sagte aber: "Wir werden jedes Jahr wachsen und sind zuversichtlich, dass wir ein gutes Geschäft machen werden in Europa."

Hoffen auf den CTS

Seine Hoffnung begründete Braakhekke mit einer Reihe neuer Produkte, die Cadillac an den Start bringt, zuvorderst den Cadillac CTS, der im Herbst in die Verkäufsräume kommt. Den CTS wird Cadillac auch mit einem Dieselmotor anbieten, allerdings nicht zum Start.

Braakhekke räumte ein, dass die Käuferzurückhaltung auch mit der Diskussion um Benzinverbräuche zu sehen ist, die derzeit quer durch Europa tobt. Hier werfen US-Medien Cadillac vor, schlichtweg die falschen, weil zu durstigen Modelle nach Europa gebracht zu haben.

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