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"Car Jumping" in England

Der etwas andere Trackday

Car Jumping Champio Schrottplatz Trackday Foto: YouTube

Nicht elegant, aber unterhaltsam: In England springen Bekloppte mit ausrangierten Fahrzeugen über Schrottautos. Wer am weitesten fliegt, gewinnt. Das ist mal Volkssport vom Feinsten.

06.05.2015 Roman Domes

Ob es Ruben Neves in seinem Leben noch zu Weltruhm schafft, hängt ganz davon ab, wie viele "Car Jumping"-Wettbewerbe er noch überlebt. Immerhin hat der Car-Jumping-Neuling den letzten Lauf gewonnen.

Weitsprung-Wettbewerb anstatt Trackday

Eine Rennstrecke wird bei der "Car Jumping"-Olympiade zum Schrottplatz. Anstatt mit ihren Autos auf einen Trackday zu gehen, haben die Teilnehmer dieses skurrilen Wettbewerbs ihre Vorliebe zum Auto-Weitsprung entdeckt. Klar, dass das ihre Autos meist nicht überleben. Für die Zuschauer bietet sich jedoch ein unvergleichbares Spektakel. Vielleicht kommen sie auch zu diesem Destruction Derby, weil das spannender und actionreicher ist als jedes DTM-Rennen.

Den Anfang macht ein offenbar nicht mehr straßentauglicher Kleinwagen. Er nimmt Anlauf, rast über eine Rampe und versucht, so viele Schrottkarren wie möglich zu überspringen. Insgesamt zehn völlig ramponierte Autos gilt es fliegend zu passieren.

Der wie alle teilnehmenden Fahrzeuge mit einem Überrollbügel ausgestattete 90er-Jahre-Kleinwagen schafft nur acht, dann schlägt er mit der Nase zuerst in einen weißen Alfa Romeo ein, dreht sich um die eigene Achse und bleibt auf dem Dach liegen. Rettungskräfte stürmen herbei, um zu checken, ob der Fahrer noch lebt. Unfassbar!

Destruction Derby mit einem Wohnwagen

Als offizieller Sieger geht an diesem denkwürdigen Tag in Angmering, West-Sussex, ein ebenfalls lilafarbener Golf III hervor. Am Steuer saß Ruben Neves, der im ersten Anlauf neun Autos überspringen konnte. Im zweiten waren es dann nicht mehr ganz so viele. Der Golf bleibt auf dem Dach liegen. Die Menge tobt. Ruben hat überlebt. "Ich würde es sofort wieder tun", sagt er grinsend. Der heimliche Star ist heute jedoch ein anderes Fahrzeug.

Der alte Ford Escort schleift noch einen Wohnwagen hinter sich her, als er über die Rampe rumpelt. Nach wenigen Metern landet er unsanft – das Auto ist aber noch fahrtüchtig. Also nimmt er erneut Anlauf und springt volle Hütte durch den liegengebliebenen Wohnwagen, den er in alle Einzelteile zerlegt. Die Jungs von Top Gear und ihr Hass auf Wohnwagen, sogenannte "Caravans", taugen also doch zum Vorbild.

Als der Escort nach einigen Überschlägen zum Stillstand kommt, raucht es aus der Motorhaube. Der Fahrer klettert durchs Dach und jubelt für die Zuschauer. "Wow, absolut geil!", sagt er überschwänglich im Interview nach seinem "Durchbruch". Ihm geht es offenbar zumindest physisch gut, seinem Auto nicht. Wir hoffen, dass er erneut antritt. Es gibt einfach noch zu viele Wohnwagen auf der Welt.

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