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Caterham C120

So hätte die Alpine-Schwester ausgesehen

Caterham C120 - Sportwagen - Concept - Renault Alpine 24 Bilder

Das Projekt war klar definiert, es sollte zwei Sportwagen geben: eine Alpine und einen Caterham. Beide auf gleicher Basis. Doch das Joint Venture zerbrach. Während die Alpine 2017 kommt, wird der Caterham C120 wohl nie gebaut und verkauft werden. Trotzdem haben wir die Bilder von dem Auto, das es so nicht geben wird.

08.09.2016 Andreas Haupt 5 Kommentare Powered by

Die Partnerschaft hielt keine zwei Jahre. Man könnte von einer schlechten Ehe sprechen. Im November 2012 ging Renault ein Joint Venture mit Caterham ein. Das Ziel der beiden Partner: eine gemeinsame Plattform, zwei Sportwagen. Die Franzosen wollten die Wiedergeburt der Alpine vereinfachen und beschleunigen, die Engländer mit einem zweisitzigen Sportcoupé ihre Modellpalette verstärken.

Caterham fehlt das Geld für C120

2014 trennten sich die Wege schon wieder. Ohne dass Gründe dafür genannt wurden. Renault arbeitete fortan allein an seiner Alpine weiter. Und Caterham an seinem C120 – so lautete der Codename für das britische Schwesterauto. Doch während die Alpine nach mehreren Concept-Cars und einem Rennwagen für die Playstation endlich 2016 im Serien-Trimm vorgestellt werden soll und 2017 dann wohl auf den Markt kommt, wird der Caterham ein Wunschtraum bleiben.

Caterham würde einen neuen Partner benötigen. Ohne Renault fehlt es an den finanziellen Ressourcen und Werkzeugen, um das Sportwagen-Projekt zu einem positiven Abschluss zu bringen. „Wir hatten einfach den Punkt erreicht, an dem wir nicht ganz bereit waren. Wir hatten keine Finanzierung. Wenn man uns weitere sechs Monate gegeben hätte, wer weiß? Aber die Zeit lief uns davon, und deshalb haben wir uns für den Ausstieg entschlossen, und sie haben mit dem Projekt weitergemacht“, sagt David Ridley, kaufmännischer Leiter bei Caterham gegenüber Top Gear Malaysia.

Der Caterham C120 sollte wie die Alpine ein bezahlbarer Sportwagen werden. Dieselbe Architektur und Gleichteile hätten das ermöglicht. Das Ziel war ein Verkaufspreis von rund 40.000 Euro. Im Visier des englischen Sportwagens waren Lotus Elise, Toyota GT86 oder Alfa 4C.

Caterham C120 - Sportwagen - ConceptFoto: Caterham Cars
Auch im Caterham sitzt der Motor hinter den Passagieren und vor der Hinterachse.

Zitate der Seven-Modellreihe

Der englische Kleinserienhersteller hat uns jetzt Bilder vom geplanten Schwesterauto der Alpine zukommen lassen. Sie sind Zwillinge, die sich aber in einigen Details unterscheiden. „Von den Proportionen wirkt das Auto geschmeidig, flink und trägt keinen überflüssigen Ballast mit sich“, empfinden die Designer von Drive Design, die am Caterham mitgewirkt haben.

Laufen wir einmal herum um den C120. Die Front prägt ein runder und zentraler Grill. Bei der Alpine Vision (Studie) sitzt er tiefer und streckt sich fast über die gesamte Breite. Auch die Lippe und die seitlichen Lufteinlässe gestaltete Caterham anders. Auf der Haube fehlt beim C120 der markante Grat der Alpine. Auch die Alpine-typischen zusätzlichen Rundscheinwerfer wurden weggelassen. Vom Grill zieht sich beim englischen Sportwagen ein schwarzes Band bis hin zu den hinteren Kotflügeln. Damit wollten die Designer den seitlichen Auspuff der Seven-Modelle zitieren.

Die Seitenfenster laufen bei beiden Sportwagen unterschiedlich aus. Auch das Heck unterscheidet sich. Renault ordnet den Auspuff bei der Alpine zentral an, am Caterham sitzen die Endrohre unter einer Blende links und rechts vom Diffusor. Die Heckschürze zieht sich höher, ein schwarzes Band verbindet die Leuchteinheiten. Der Auslauf des Hecks wirkt verschieden. In beiden Modellen strömt die Motorabwärme (Mittelmotor-Anordnung) über Lamellen unten am Heckfenster ins Freie. Am Caterham gibt es zusätzliche Luftaustrittsöffnungen unterhalb der Lichter. Schaut man den C120 von vorne seitlich an, wirkt es so, als hätten sich die Engländer vom Jaguar F-Type und bei Aston Martin inspirieren lassen.

Caterham C120 - Sportwagen - Concept Foto: Caterham Cars
Auch in Grün hätte der C120 zu gefallen gewusst.

Welcher Motor hätte im C120 gesteckt?

Die Alpine wird voraussichtlich von einem 1,8-Liter-Vierzylinder angetrieben. In drei Ausbaustufen: 250, 275 und 300 PS. Gekoppelt wird das Aggregat an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Für den Caterham war angeblich noch eine Handschalt-Option geplant. Was für ein Motor im Sportler gesteckt hätte, ist unbekannt.

In einem emotionalen Blogeintrag haben die Designer von Drive Design ihr Bedauern über das gescheiterte Projekt ausgedrückt: „Unser Team hat den C120 gelebt, geatmet und geträumt. Wir sind für sechs Monate am Montagmorgen nach Frankreich geflogen und am Freitagabend zurück nach England. Die Auflösung des Joint Venture war ein Alptraum. Wir konnten es lange nicht glauben, dass es trotz all der Anstrengungen nicht den Moment der ersten Fahrt geben würde.“

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen den Caterham C120 und vergleichen ihn mit der Alpine.

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...und diese verdoppelung der beiträge nervt immer noch doppelt...

naja... 10. September 2016, 12:42 Uhr
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