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Chefentwickler Fedeli noch gegen Aufladung

Kein Turbo für Ferrari

Ferrari 458 Italia Foto: Ferrari 51 Bilder

Ferrari will auch bei den kommenden Modellen ohne aufgeladene Motoren und mit Ausnahme des LaFerrari auch ohne Hybridantrieb auskommen.

10.07.2013 Marcus Peters Powered by

Ferrari-Entwicklungsdirektor Roberto Fedeli ist ein bekennender Verfechter des Saugmotors: „So lange es ein spürbares Turboloch gibt, werde ich keinen Turbo akzeptieren“, so der Ingenieur. Und weiter: „Direkte Rückmeldung ist die Kernkompetenz von Ferrari. Wenn das Auto nicht sofort umsetzt, was der Fahrer will, ist es kein Ferrari.“

Keine Hybridisierung im Serien-Ferrari

Beim LaFerrari als Hybrid spitzt der Chef-Entwickler deshalb diese Prämisse noch weiter und nutzt das unmittelbar einsetzende Drehmoment des E-Motors, um dem V12 ein noch schärferes Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen zu verschaffen. Der Ferrari LaFerrari soll aber eine Ausnahme bleiben - Vorstandschef Amedeo Felisa schließt eine Hybridisierung für die Serie zunächst aus.

Anders als sein oberster Techniker steht Felisa dem Turbo übrigens nicht so ablehnend gegenüber und verweist auf die Erfahrung von Ferrari als Motorenlieferant für Maserati. Die Schwestermarke erhält aus Maranello aufgeladene V6-Triebwerke - und mit deren Ansprechverhalten ist Felisa sehr zufrieden. Außerdem verweist er auf die Formel 1, deren Regularien ab der kommenden Saison einen Turbo-V6 vorsehen.

Kein Sechszylinders im Ferrari-Straßenmodell

Dennoch schließt Felisa derzeit ebenso wie Fedeli den Einsatz eines Sechszylinders in einem Straßenmodell aus. Die Effizienz soll stattdessen über Verringerung der innermotorischen Reibung verbessert werden. Erstmals hat Ferrari übrigens 1983 einen V8 für die Serie aufgeladen: im 328 GTB mit Zwei-Liter-Motor - damals, um der rigiden Hubraum-Steuer in Italien zu entgehen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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