Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Chevrolet Corvette C6

Nicht von gestern

Foto: Foto: Achim Hartmann 15 Bilder

Die sechste Auflage des amerikanischen Sportwagen-Klassikers ist technisch moderner denn je, orientiert sich aber stilistisch auch an Designelementen früherer Modellgenerationen.

01.01.2004

Die C6 genannte Neuauflage kommt mit einjähriger Verspätung - das im Sommer 2003 begangene 50. Corvette-Jubiläum musste ohne Premierenfeier über die Bühne gehen. Die findet jetzt auf der Detroit Auto Show statt.

Schuld an der Verzögerung waren die Terroranschläge des 11. September 2001, die General Motors zu neuen Business-Plänen zwangen, deren Prioritäten mehr auf der Erneuerung von Volumenmodellen lagen. Da sich die C5-Corvette damals noch gut verkaufte, wurde der Start der C6 um zwölf Monate verschoben.

Deutschland-Start im Herbst

Die Coupé-Version mit herausnehmbarem Hardtop geht im Sommer in Produktion. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für Herbst geplant, wobei der günstige Dollar-Kurs für gleich bleibende Euro-Preise sorgen dürfte. Das neue Corvette Cabrio wird auf dem Genfer Autosalon im März präsentiert, die Hochleistungsversion Z06 mit festem Dach auf der nächsten Detroit Auto Show im Januar 2005.

Die Verbreitung der Corvette ist im Gegensatz zum Global-Player Porsche 911 stark auf den Heimatmarkt fokussiert. Von den 35.000 Einheiten, die in Bowling Green/Kentucky jährlich gebaut werden, gingen bislang maximal 1.200 nach Europa und noch weniger nach Japan. Doch das soll sich ändern.

GM schwebt eine Vervier- bis Verfünffachung der Europa-Verkäufe vor. Dafür wurde intensiv in Deutschland getestet - auf der Nordschleife des Nürburgrings, auf den Autobahnen, aber auch im Stadtverkehr. Neben einer Verbesserung der Fahrdynamik standen erstmals auch Kriterien wie Übersichtlichkeit und Handlichkeit im Lastenheft.

Deshalb wurde die Corvette eingedampft. Die Kunststoff-Karosserie schmolz in der Länge um 13 und in der Breite um 2,5 Zentimeter. Da gleichzeitig aber der Radstand um 3,5 Zentimeter gestreckt wurde und die C6 auf größeren Rädern rollt (vorne 18 statt 17, hinten 19 statt 18 Zoll), ergeben sich interessante Proportionen und wegen des weiter nach hinten gerückten Motors eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung von 51 (vorne) zu 49 Prozent (hinten).

Hinter den größeren Alu-Rädern im Fünfspeichen-Design verbergen sich leistungsfähigere Bremsen, dazu gibt es serienmäßig ESP und für Europa ein Fahrwerkspaket mit strafferer Abstimmung. Da aber selbst bei Sportwagen immer mehr Wert auf Komfort gelegt wird, weist die C6 längere Federwege als ihr Vorgänger auf.

Verbesserter Qualitätseindruck

Das Design der im cw-Wert von 0,29 auf 0,28 verbesserten Karosserie ist eine Synthese aus modernen und historischen Elementen. Die Frontpartie mit den kleinen Einzelscheinwerfern (Xenon für Abblend- und Fernlicht) unter einer klaren Kunststoffabdeckung entspringt eher der Neuzeit, während der charakteristische Hüftknick in der Flanke und vor allem das bootsartige Heck mit der stark gewölbten, sich nach hinten verjüngenden Heckscheibe und den großen runden Rückleuchten stark an den Cola-Flaschen-Look der dritten und erfolgreichsten Corvette-Generation (1963 bis 1982) erinnert.

Das Interieur wurde ebenfalls aufgewertet. Die Materialien wirken höherwertig und sind durch unterschiedliche Farbtöne voneinander abgesetzt. Das etwas zu groß geratene Lenkrad liegt gut in der Hand, lässt sich in Höhe und Tiefe verstellen. Gestartet wird nicht mehr per Zündschlüssel, sondern auf Knopfdruck. Auch die Türen lassen sich schlüssellos elektrisch öffnen und schließen. Die großen Rundinstrumente liegen optimal im Blickfeld. Als Extra gibt es ein Headup-Display, dessen Anzeige sich individuell konfigurieren lässt und das auf Wunsch auch die Querbeschleunigung in Kurven auf die Frontscheibe proijeziert. Erstmals für die Corvette erhältlich ist ein DVD-Navigationssystem.

Hinter den Passagieren befindet sich unter der Glaskuppel der Heckklappe ein großes Abteil, das Platz für das Gepäck zweier Personen bereit hält – selbst dann, wenn darin noch das nur neun neun Kilogramm wiegende Hardtop verstaut wird, das sich spielend leicht sogar von einer Person entnehmen und wieder einsetzen lässt.

Der sogenannte Vortec-V8 trägt nun das Kürzel LS2 und weist sechs statt vormals 5,7 Liter Hubraum auf. Er bringt es auf 405 PS und ein maximales Drehmoment von 543 Nm. Da es bei GM keine Fünfgang-Automatik gibt, die dieser Urgewalt gewachsen ist, bleibt es bei der bekannten Viergang-Automatik. Alternativ wird ein Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten, das sich leichter, schneller und exakter als bisher betätigen lassen soll. Handgeschaltet soll die Corvette in 4,3 Sekunden von null auf 100 km/h sprinten, mit Automatikgetriebe nimmt sie sich drei Zehntel mehr Zeit. Höchstgeschwindigkeit: 290 km/h. Die Z06-Version mit voraussichtlich 450 PS soll weit über 300 km/h laufen.

Täglich wissen was läuft
Hier gibt´s den Gratis-Newsletter rund um Auto, Motor und Sport.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige