Chevrolet Sonic in Detroit: Kleinwagen-Angriff auf Ford Fiesta & Co.

Chevrolet Sonic, Fünftürer

Chevrolet präsentiert mit dem Sonic auf der Detroit Motor Show einen Kleinwagen, der reichlich Raum und viel Fahrspaß bieten soll. Er tritt gegen Ford Fiesta, Honda Jazz und Toyota Yaris an und soll bereits in diesem Jahr in Michigan vom Band laufen.

Der Chevrolet Sonic feiert seine Publikumspremiere auf der Detroit Motor Show (10. bis 23. Januar). Nur rund 50 Kilometer von den Messehallen entfernt wird der US-Kleinwagen bereits wenige Monate nach seiner Enthüllung im Werk am Lake Orion/Michigan vom Band rollen. Der Sonic ist damit das derzeit einzige Fahrzeug im Kleinwagensegment, das auf US-amerikanischem Boden gebaut wird.

Mit einer Investition in Höhe von 145 Millionen US-Dollar hatte Chevrolet das Werk vor den Toren von Detroit erst kürzlich modernisiert und damit mehr als 1.000 Jobs in der darbenden und von einer hohen Arbeitslosenquote gebeutelten US-Autometropole gesichert. Neben dem Chevrolet Sonic soll hier auch der neue Buick Verano gebaut werden.

Chevrolet Sonic kommt in zwei Karosserievarianten

Den Chevrolet Sonic wird es in zwei Karosserievarianten geben: Als viertürige Fließheck-Limousine sowie als sportlich gezeichneten Fünftürer. Während es die Limousine auf eine Länge von 4,40 Metern und eine Breite von 1,74 Meter bringt, fällt der Chevrolet Sonic als Fünftürer mit 4,04 Metern Länge deutlich kürzer aus. Der Radstand ist mit 2,53 Metern bei beiden Karosserievarianten identisch.

Somit sollen beide Modelle laut Chevrolet im Innenraum mehr Platz bieten als alle übrigen Kleinwagen-Konkurrenten. Auch der Ford Fiesta soll dem Chevrolet Sonic beim Platzangebot im Fond und in Sachen Kofferraumvolumen nicht das Wasser reichen können. Die Limousine schluckt bis zu 397 Liter Gepäck, das Gepäckabteil des Fünftürers kann durch Umlegen der Rücksitze von 539 auf 869 Liter erweitert werden. Zum Vergleich: Der Kofferraum des 3,95 Meter langen Ford Fiesta fasst zwischen 295 und 979 Liter.

Zwei Motoren stehen für den Sonic zur Wahl

Unter der Haube stehen zwei Motorisierungen zur Wahl. Der aus dem Chevrolet Cruze entliehene 1,4-Liter Ecotec-Motor bringt es dank Abgasturbolader auf rund 138 PS und 200 Nm. Ihn wird es ausschließlich in Verbindung mit einem manuellen Sechsganggetriebe geben. Der 1,8-Liter-Vierzylinder muss hingegen ohne Turbo-Schub auskommen. Er mobilisiert 135 PS und 168 Newtonmeter. Die Gänge können hier wahlweise über ein manuelles Fünfganggetriebe oder eine Sechsgang-Automatik sortiert werden.

Corvette-Ingenieure stimmten das Fahrwerk des Sonic ab

Um dem Chevrolet Sonic eine Portion Fahrspaß mit auf den Weg zu geben, zeichneten für die Fahrwerksabstimmung die selben Ingenieure verantwortlich wie bei der Corvette. Während an der Vorderachse Scheibenbremsen zum Einsatz kommen, belässt es Chevrolet an der Hinterachse des Sonic bei Trommelbremsen. In den Radkästen finden bis zu 17-Zoll große Leichtmetallräder Platz, die auf Wunsch auch mit einer besonders sportlichen Reifenmischung bespannt werden.

Der Chevrolet Sonic schützt seine Insassen mit bis zu zehn Airbags. Auf Wunsch kann der Kleinwagen mit einem Satellitenradio, einer USB-Schnittstelle, beheizbaren Vordersitzen sowie einem Schiebedach ausgestattet werden.

Ob der Chevrolet Sonic auch auf den deutschen Markt kommen wird, steht noch nicht fest. Auch die Preise wollen die Amerikaner erst zu einem späteren Zeitpunkt preisgeben.

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Manuel Dohr

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