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Chevrolet Spark ab März 2010 beim Händler

Neuer Kleinwagen von Chevrolet

Chevrolet Spark Foto: Chevrolet 24 Bilder

Müssen kleine Autos auch drollig aussehen? Chevrolet verpasst dem neuen Spark scharfkantige Züge sowie mehr Platz und Leistung - zum Preis des Vorgängers. Gegenüber dem Chevrolet Matiz wirkt der Spark deutlich erwachsener.

21.02.2010 Peter Wolkenstein Powered by

Schluss mit putzig - mit dem Wechsel vom Matiz zum Spark ändert sich neben dem Namen auch der optische Auftritt der kleinsten Chevrolet-Baureihe. Ab März steht als neues Einstiegsmodell der deutlich markanter gezeichnete Spark bei den Händlern.

Chevrolet Spark 1:47 Min.

Der Chevrolet Spark ist größer als sein Vorgänger

Er wirkt nicht nur erwachsener als sein Vorgänger, er hat auch deutlich zugelegt - 14 Zentimeter in der Länge, zehn in der Breite, zwei in der Höhe und knapp vier beim Achsabstand. Vorn sind die Räder (13 bis 15 Zoll je nach Ausstattung) um fünf, hinten gar um sieben Zentimeter nach außen gerückt, wovon neben der Optik auch das Fahrverhalten profitiert. Bei der Aufhängung bleibt es bei der klassenüblichen Kombination aus McPherson-Federbeinen vorn und einer Verbundlenker-Hinterachse. Eine verbesserte Entkopplung gegenüber der Karosserie soll jedoch die Weiterleitung von Fahrwerksgeräuschen reduzieren. Mit 3,64 Meter Länge ist der Chevrolet Spark noch immer ausreichend kompakt für die Innenstadt und ihre engen Parklücken, in die der Chevrolet mit seiner hydraulischen Servolenkung (serienmäßig) ohne kraftaufwendige Kurbelei schlüpft.

Fünf Personen finden Platz im Chevrolet Spark

Allerdings verzichten die bereits in der Basisausführung in Wagenfarbe lackierten Stoßfänger auf Kratzer vermeidende Stoßleisten. Parkpiepser am kurzen, aber wenig übersichtlichen Heck gibt es nur in der Topausstattung LT .Fünf Personen können im Chevrolet Spark auf Shoppingtour gehen. Dank serienmäßigen Fondtüren mit aus optischen Gründen im Dachholm verborgenen Öffnern steigen sie auch bequem ein und aus. Viel dürfen sie jedoch nicht einkaufen, denn der Gepäckraum blieb beim allgemeinen Wachstum außen vor. Mit 170 Litern fasst er nicht mehr als der des Chevrolet Matiz, die Variabilität beschränkt sich wie bisher auf geteilt umklappbare Rücksitze.

Armaturen in Motorradmanier

Dafür stehen den Passagieren im Innenraum zahlreiche Ablagen für Kleinkram zur Verfügung. Die Instrumente sind in Motorradmanier kompakt hinter dem Dreispeichenlenkrad drapiert und bestehen aus einem analogen, blau hinterleuchteten Tacho sowie einem Digitaldisplay für die Anzeige von Drehzahl, Tankinhalt und Uhrzeit. Beides ist in einer silberfarbenen Einheit zusammengefasst und von Kontrollleuchten umrahmt. Nach dem Drehen des Zündschlüssels nehmen unter der steil abfallenden Fronthaube vier Zylinder ihre Arbeit auf. Der knorrige Dreizylinder aus dem Chevrolet Matiz hat ausgedient, als Einstiegstriebwerk fungiert nun dessen Einliter-Vierzylinder, der im Chevrolet Spark 68 PS leistet. Darüber rangiert der 82 PS starke 1,2-Liter aus dem Chevrolet Aveo.

Statt einem Diesel-Motor wird eine Umrüstung auf Autogas angeboten

Beide Benziner sind mit einem Fünfganggetriebe kombiniert und verbrauchen im Normzyklus jeweils 5,1 Liter pro 100 km - keine Bestmarke in diesem Segment. Einen Dieselmotor wird Chevrolet für den Spark nicht anbieten, wohl aber eine Umrüstung auf Autogas (LPG), die bereits kurz nach der Markteinführung zur Verfügung stehen soll. Einen weiteren großen Schritt nach vorn macht der Spark bei der Sicherheitsausstattung. Neben Front- und Seitenairbags zählen auch Kopfairbags zum Grundumfang, ESP kostet 300 Euro, ist aber für alle Varianten lieferbar, was in dieser Klasse nicht üblich ist. Im Euro-NCAP-Crashtest erzielt er vier von fünf Sternen.

Der Basispreis bleibt auf dem Niveau des Chevrolet Matiz

Trotz der zahlreichen Verbesserungen müssen bisherige Chevrolet Matiz-Kunden nicht mit einem deftigen Preisaufschlag rechnen. Das Einstiegsniveau bleibt nahezu unverändert bei 8.990 Euro. Dafür gibt es im Basis-Spark weder elektrische Fensterheber noch Zentralverriegelung. Beides plus ein CD-Radio mit AUX- und USB-Anschluss ist erst im Spark+ für 9.690 Euro enthalten. Im LS für 10.890 Euro liefert Chevrolet zusätzlich etwa eine Klimaanlage, eine Lenkrad- Höhenverstellung oder auch 14-Zoll-Räder. Der stärkere Benziner startet als LS+ bei 11.690 Euro und hebt sich durch eine Dachreling, einen Bordcomputer und elektrisch verstellbare Außenspiegel ab. Wer weder Klimaautomatik noch Alu-Räder missen will, muss zum 1.2 LT für 12.690 Euro greifen. Mit seinem Kleinsten hat Chevrolet übrigens Großes vor: Er wird weltweit angeboten - auch auf dem Chevy-Heimatmarkt, den USA.

ModellChevrolet Spark 1.0Chevrolet Spark 1.2
Hubraum995 ccm1.206 ccm
Leistung50 kW / 68 PS60 kW / 82 PS
bei Drehzahl6.400 U/min6.400 U/min
Drehmoment93 Nm111 Nm
bei Drehzahl4.800 U/min4.800 U/min
Beschleunigung 0-100 km/h15,5 s12,1 s
Höchstgeschwindigkeit154 km/h164 km/h
Normverbrauch5,1 S5,1 S
Preis ab8.990 Euro11.690 Euro
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