100 Jahre Chevrolet stehen vor der Tür. Ein Grund sich kurz der Anfänge zu besinnen, bevor wir einen Blick in Chevrolet-Zukunft wagen: Der Schweizer Louis Chevrolet gründetete am 3. November 1911 die Firma, die seinen Nachnahmen trug.
Sein Ziel war dabei kein minderes, als dem Ford Modell T die Stirn zu bieten.1912 präsentierte er den ersten Versuch: den Classic Six, ein Auto für fünf Personen, das eine für die Zeit höchst beachtliche Geschwindigkeit von 105 km/h erreichte. Lange erfreute sich der Mechaniker und Rennfahrer aber nicht seiner Produkte, denn schon 1915 ging er im Streit mit seinem Partner William Durant auseinander und verkaufte diesem seine Firmenanteile. Ein Jahr darauf absorbierte der wachsende General Motors-Konzern die Marke.
Fast Forward: Seit 2005 firmieren auch alle koreanischen Daewoo-Produkte unter dem Namen Chevrolet - und den Verkaufszahlen hat das alles andere als geschadet. Heute ist Chevrolet die größte Einzelmarke im GM-Konzern und viertgrößte im Einzelmarken-Ranking - mit einem Jahresabsatz von zuletzt 3,5 Millionen Fahrzeugen weltweit. Auf Europa entfielen darauf rund 500.000 Fahrzeuge. Deutschland-Chef Markus Leithe verbuchte 2009 insgesamt mehr als 31.000 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 0,8 Prozent. "Dieses Jahr wollen wir den Marktanteil halten", sagt Leithe mit Blick auf den schwierigen Markt im Jahr Eins nach der Abwrackprämie, in dem Chevrolet bislang nur einen wichtige Markteinführung feiern konnte: den Spark im März.
Sieben Premieren in den 600 deutschen Chevrolet-Vertriebsstützpunkten
Mehr zu feiern und zu erobern gibt es sicher im kommenden Jahr - auch für die rund 600 deutschen Chevrolet-Verkaufs- und -Servicestätten: Stolze sieben Premieren feiern ihren Marktstart. Einen Ausblick auf vier davon gibt Chevrolt schon diesen Oktober auf dem Pariser Autosalon - mit dem Familienvan Orlando (Marktstart: März 2011), dem SUV Captiva (März/April 2011), dem Kleinwagen Aveo (Jahresmitte 2011) und einem Showcar, dass einen Ausblick auf die Fließheck-Version des Cruze geben soll. Der VW Golf-Rivale, der sich mit dem Opel Astra die Global Compact-Architektur des GM-Konzerns teilt, kommt in der zweiten Jahreshälfte 2011 auf den Markt. Später ist auch eine Kombi-Variante zu erwarten.
Damit hat die Marke ihr Pulver für die 100-Jahre-Chevrolet-Feier aber noch nicht verschossen: Ganz offiziell wird ab März/April auch endlich das Muscle-Car Camaro in den deutschen Schauräumen angeboten - und zwar als Coupé und Cabrio.
Große Hoffnungen setzt Chevrolet auf das Elektroauto Volt
Besonders auftrumpfen will Chevrolet mit dem Elektroauto Volt, dessen Verkauf schon Ende 2010 in den USA beginnt und sich 2011 in Deutschland fortsetzt. Das Elektrofahrzeug mit erweiterter Reichweite (E-REV = Extended-Range Electric Vehicle) verfügt über einen Lithium-Ionen-Batterie-Block mit einem Energiegehalt von 16 Kilowattstunden. Dieser versorgt den Elektromotor mit Strom, der für eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern sorgt. Wenn die Batterieleistung erschöpft ist, dient ein sparsamer Benzinmotor als Stromgenerator. Der Benzinmotor kann auch mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff E85 betrieben werden, einer Mischung aus 85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Benzin. In China hat GM bereits präsentiert, wie eine MPV-Version des Volt aussehen könnte. Es würde nicht wundern, wenn GM eine ganze Volt-Famile aufbaut.
Einen besonderen Leckerbissen am anderen Ende der Spritverbrauchsskala dürfen wir dabei nicht vergessen: Die siebte Generation der Corvette wird von März 2011 an mit einem V8 und einer Leistung von 437 PS auf den Markt kommen. Alle Details zur Chevrolet-Zukunft und den einzelnen Modellen finden Sie wie immer in der großen Fotoshow.






