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China & Auto

Wer macht was, wer mit wem

Foto: dpa 86 Bilder

Wilde Plagiate, wirre Firmen-Geflechte, miese Crashtestergebnisse, nur drei Begriffe, die gemeinhin den chinesischen Automarkt charakterisieren. Bringen wir ein wenig Licht auf "die dunkle Seite der Macht".

20.04.2007

20 ausländische Autohersteller engagieren sich derzeit in China, wo es rund 1.500 Autobauer und rund 160 Auto-Werke gibt. Ungefähr 100 Autoproduzenten erreichen jeweils einen Output von mehr als 10.000 Fahrzeugen pro Jahr, viele kleinere Produzenten setzten innerhalb von zwölf Monaten maximal 500 Modelle ab. 2008 soll die Grenze von acht Millionen produzierter Autos fallen.

VW auf Platz zwei

Neben VW und Audi halten auch BMW und Daimler-Chrysler die deutsche Flagge im fernen Osten hoch. Allerdings ist den "Ausländern" nur gestattet im Land Autos zu produzieren, wenn Sie mit maximal zwei einheimischen Autobauern kooperieren - zumeist als Minderheitsbeteiligter. Die einzige Ausnahme: Honda. Die Japaner dürfen für den Export den Honda Jazz im Werk von Guangzhou bauen. Die Mehrbeteiligung von 55 Prozent liegt bei Honda Motor, Honda China hält zehn Prozent, der Partner Guangzhou Automobile 25 Prozent und Dongfeng Motor zehn Prozent. Letzterer auch noch Partner von Nissan, Peugeot und Citroën in China. Der Major-Player auf dem Markt, auf dem 2006 rund 7,2 Millionen Fahrzeuge verkauft wurden, ist jedoch die Shanghai Automotive Industry Cooperation (SAIC). Mehr als 1,4 Millionen Autos spuckten die SAIC-Werke 2006 aus - alleine die Kooperation mit General Motors (Buick, Chevrolet und Wuling) brachte es im vergangenen Jahr auf einen Output von über einer Millionen Einheiten und rund 880.000 verkauften Autos.

Im ersten Quartal 2007 hat GM nach eigenen Angaben mit 291.588 Fahrzeugen bereits ein Viertel mehr Autos abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Millionen-Marke werde 2007 fallen. Bis 2010 will General Motors jährlich eine Milliarde US-Dollar in China investieren und allein in diesem Jahr sieben neue und aktualisierte einführen.

Ebenfalls in Kooperation mit SAIC baut VW (50 Prozent Beteiligung) im Jointventure Shanghai-VW 350.630 Fahrzeuge (Stand: 2006). Vornehmlich den VW Gol, den Polo, Sanatan, Touran, Neeza, Passat sowie den Skoda Octavia. In Kooperation mit FAW (First Auto Works) - VW hält 30 Prozent, Audi zehn Prozent des Jointventures - rollten 2006 in der Jilin-Provinz zudem 346.78 Modelle des Jetta, Bora, Caddy sowie Audi A4 und Audi A6 vom Band.

Daimler-Chrysler und BMW: Waisenknaben

Wie Waisenknaben sehen dagegen bei den Produktionszahlen Daimler-Chrysler und BMW aus. Die Stuttgarter bauten 2006 in Kooperation mit BIAC(Beiing Auto Industry Cooperation) rund 18.700 Fahrzeuge. Darunter die C- und E-Klasse Klasse, diverse Jeeps, den Chrysler 300C sowie die Mitsubishi-Modelle Outlander und Pajero. Etwas besser in den Produktionszahlen 2006 liegt indes BMW. Rund 25.000 Fahrzeuge konnten die Bayern im Jointventure Huachem-BMW beziehungsweise BMW-Brilliance produzieren. Die 3er- sowie die 5er-Reihe laufen dort vom Band.

HerstellerChinesische Partner (Marken)
AudiFAW
BMWHuachen (Brilliance)
DaimlerBAIC (BeijingJeep, Beijing-Benz), Dongnan
DaihatsuFAW
FiatYuejin (Nanjing-Fiat)
FordChana(Changan-Ford), FAW
General MotorsSAIC
HondaDongfeng Motors (Dongfeng-Honda), Guangzhou Auto (Guangzhou-Honda)
HyundaiBAIC (Beijing-Hyundai), Huatai (Rongcheng)
IsuzuQingling
KiaDongfeng Motors (Dongfeng Yueda-Kia)
MazdaFAW, Hainan-Mazda
MitsubishiDongnan, Liebao (Changfeng)
NissanDongfeng Motors (Dongfeng Light Truck), Dongfeng-Nissan, Zhengzhou-Nissan
PSADongfeng Motors (Dongfeng-Citroen, Dongfeng-Peugeot)
SsangyongDadi
SubaruGAIC
SuzukiChana (Chang´an-Suzuki), CAIC II (Changhe-Suzuki)
ToyotaFAW, Guangzhou Toyota
VolkswagenFAW (FAW-VW), SAIC
Stand: 2007
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